Pilze üben auf die meisten von uns eine eigenartige Faszination aus. Sie sind in vielen Formen und Arten allgegenwärtig und die meisten von ihnen pflegen doch eher ein Schattendasein.

Nichts verrät uns genau die Stelle im Wald wo Pilze erscheinen könnten. Das Myzel im Boden hat sich lange vorbereitet und wenn die Bedingungen (Feuchte, Temperatur) stimmen erscheinen plötzlich die Fruchtkörper - also die Pilze. Kaum ein Organismus kann in so kurzer Zeit so viel Biomasse erzeugen.

Erstaunlich ist auch die Kraft junger Pilze, sie können ganze Äste beiseite schieben oder sogar den Asphalt durchbrechen.

Am meisten fasziniert sind wir aber durch die gewaltige Fülle von Formen, Farben und Gerüchen, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. Denken sie an eine frisch hervorgetretene Familie von Fliegenpilzen, die mit ihrem leuchtenden Rot und den weissen Tupfen eine Zierde des Waldes sind.

Ein grosser Teil der Faszination, die von den Pilzen ausgeht, ist wohl verbunden mit einem Gefühl von Angst, wohl begründet mit der Tatsache, dass einige tödliche Gifte enthalten. Gefürchtet ist vor allem die Amanitin-Vergiftung. Das Toxin ist in Knollenblätterpilzen, Häublingen und kleinen Schirmlingen vorhanden.

Riesenschirmling Pfifferlinge

Die Leidenschaft für das Pilzsammeln beginnt meistens damit, dass einem Pilze in freier Natur auffallen. Doch schnell entwickelt sich die Frage, ob diese fremdartigen Wesen auch essbar sind. Nur Kinder pflücken Pilze, weil sie ganz einfach schön sind oder angenehm duften. Kinder sind vom Gedanken an Zweck und Nutzen noch nicht so stark beeinflusst wie wir Erwachsenen.

Für uns Pilzsammler ist es ein langwieriger Lernprozess, um dieses Kosten-Nutzen-Denken wieder abzulegen und sich wie ein Kind an der grossartigen Natur zu erfreuen, ganz gleich, ob der Pilz essbar, bitter oder giftig ist.

Pilze - Collage

Ich will dem Leser den Genuss einer schmackhaften Pilzmahlzeit nicht vermiesen und deshalb sind auf dieser Website viele Hinweise vorhanden um Enttäuschungen zu vermeiden. Ob ein Pilzgericht ein ungetrübtes Vergnügen wird, entscheidet sich schon beim richtigen Sammeln, dem sachgerechten Transport, der richtigen Zubereitung und der richtigen Lagerung.

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Viele Pilze sind essbar, richtig schmackhaft sind aber nur wenige. Seit etwa 40 Jahren sammle ich nun Pilze. Im Verlauf der Zeit habe ich mich kulinarisch auf die wenigen wirklich guten Pilze zurück besonnen, das sind Steinpilze, Leistlinge (Pfifferling, Kraterellen, Trompetenpfifferling, Herbsttrompete), Schweinsohr, Morcheln und Riesenschirmling.

meine Fotogalerien:
Rotpoorige Röhrlinge Die häufigsten Speisepilze und ihre Doppelgänger
Reifpilz Pilzfotos mit Beschreibung der Pilze (nicht systematisch)

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Letzte Änderung: 10.06.2018 / © W. Arnold