Brennnessel (Urtica dioica) – Wirkung, Anwendung & Inhaltsstoffe

Die anerkannte medizinische Anwendung von Brennnesselkraut (Urticae herba) ist die Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege sowie die unterstützende Behandlung rheumatischer Beschwerden.
Extrakte aus Brennnesselwurzeln (Urticae radix) werden zur symptomatischen Behandlung von Miktionsbeschwerden im Zusammenhang mit der benignen Prostatahyperplasie (BPH) eingesetzt.

Urtica dioica (syn. Urtica major, Urtica urens maxima);
Grosse Brennnessel (syn. Haarnessel, Nesselkraut, Scharfnessel).

Grosse Brennnessel (Urtica dioica) am Standort: aufrechte Pflanze mit gegenständigen, grob gesägten Blättern und typischen Brennhaaren an Stängeln und Blattoberflächen

Grosse Brennnessel (Urtica dioica) – kräftige, mehrjährige Pflanze mit gegenständigen, grob gesägten Blättern und charakteristischen Brennhaaren

Grosse Brennnessel (Urtica dioica) – ausgewachsene Pflanze mit aufrechtem Stängel, gegenständigen, grob gesägten Blättern und typischen Brennhaaren

Kleine Brennnessel (Urtica urens)
Kleine Brennnessel (Urtica urens) – einjährige Pflanze mit kleineren, stark brennenden, grob gesägten Blättern und kurzen Brennhaaren

VORKOMMEN

Die Grosse Brennnessel (Urtica dioica) wurde früher vielseitig genutzt. Junges Kraut – das noch keine oder kaum Brennhaare ausgebildet hat – wurde als Wildgemüse verzehrt. Aus den Bastfasern der Stängel liessen sich zudem widerstandsfähige Textilien herstellen.

Urtica dioica ist heute sehr häufig. Sie wächst bevorzugt auf stickstoffreichen Böden, insbesondere in Wäldern, Gebüschen, an Wegrändern, auf Schuttplätzen sowie in der Nähe menschlicher Siedlungen. Die ursprünglichen natürlichen Vorkommen der Heilpflanze waren vermutlich auf Ufersäume und lichte Auwälder beschränkt. Inzwischen ist die Grosse Brennnessel auf der gesamten Nordhalbkugel weit verbreitet.

Im Gegensatz dazu ist die Kleine Brennnessel (Urtica urens) in den letzten Jahrzehnten deutlich seltener geworden. Durch die Asphaltierung von Hofplätzen und Dorfstrassen sind viele ihrer typischen, offenen Standorte verschwunden, was zu einem starken Rückgang der Bestände geführt hat.

MERKMALE

Urtica dioica ist eine mehrjährige, zweihäusige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 70 bis 150 Zentimetern. Aus dem kriechenden Wurzelstock treiben zahlreiche aufrechte, beblätterte Stängel aus. Die ganze Pflanze ist von Brennhaaren bedeckt. Im Sommer entwickeln sich in den oberen Blattachseln Rispen mit winzigen, weisslichen Blüten. Die Blüten sind auf weibliche und männliche Pflanzen verteilt. Die weiblichen Blütenstände hängen nach der Befruchtung nach unten. Die männlichen Blütenstände sind aufwärts oder horizontal gerichtet. Die Blüte hat vier Blütenhüllblätter und vier Staubblätter. Jede Blüte hat vier ungleiche Blütenhüllblätter. Wenn man die Blätter der Grossen Brennnessel berührt, brechen die Spitzen der Brennhaare ab, und ein scharf brennender Stoff wird frei. Eine winzige Menge dieses Stoffes aus einem Brennhaar genügt, um auf der Haut des Menschen die bekannten Nesselquaddeln hervorzurufen. Nicht verwechseln mit den Taubnesseln.

DROGEN (verwendete Pflanzenteile)

1. Urticae folium (syn. Urticae herba, Herba Urticae); Brennnesselblätter, Brennnesselkraut (syn. Hanfnesselkraut).

2. Urticae radix (syn. Radix Urticae, Rhizoma Urticae); Brennnesselwurzel (syn. Nesselwurzel), die getrockneten Rhizome und Wurzeln.

WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE

1. Urticae folium:

Anorganische Verbindungen: Im getrocknetem Kraut bis ca. 20 % Mineralstoffe. Der Kieselsäuregehalt in den Blättern bis zu 4,8 % Si02.

Flavonoide: 1 bis 2 % (Quercetin-, Kämpferolglykoside).

Organische Säuren: Unter anderm Äpfelsäure, Allantoinsäure, Ameisensäure, Bernsteinsäure, Buttersäu­re, Chinasäure, Citronensäure, p-Cumarsäure, Essigsäure. Nur in der Grossen Brennnessel ist die Kaffeoyläpfelsäure zu finden.

Cumarine: Scopoletin (bis zu 10 mg/kg Droge).

Amine: In den Brennhaaren und dem frischem Blatt: Acetylcholin (ca. 20 mg/kg im frischen Blatt), Histamin (ca. 30 mg/kg im frischen Blatt), und Serotonin (= 5-Hydroxytryptamin). Cholin etwa 0.5 % in getrocknetem Kraut.

Triterpene: Oleanolsäure in den Blüten

Ätherisches Öl: Geringe Mengen, bestehend aus Estern und Ketonen und wenig freien Alkoholen. Charakteristisch sind Acetophenon und Methylheptenon.

Vitamine: In frischem Kraut bis zu 0,650 % Vitamin C. Im Weiteren Vitamine der B-Gruppe und Vitamin A.

Steroide: β-Sitosterol und β-Sitosterol-3-0-β-D-glucosid im ganzen Kraut.

Sonstige Verbindungen: Porphyrine, Carotinoide, wenig Nikotin, Proteine (bis zu 32 % in getrocknetem Kraut).

2. Urticae radix: (siehe Urticae folium) - Die frische Wurzel enthält zusätzlich bis zu 0,3 % eines spezifischen Lektins, des sogenannten „Urtica dioica Agglutins“ (UDA). In der getrockneten Wurzel wurden 0.06 % gefunden. Im Weiteren wurden in der Wurzel Lignane (dimere Phenylpropane) gefunden.

Sitosterol

PHARMAKOLOGIE

Für die Blätter bzw. das Kraut ist bei innerer Anwendung ein leicht diuretischer Effekt belegt, innerlich wie äusserlich werden sie auch gegen rheumatische (antiphlogistische Wirkung) Erkrankungen eingesetzt.

Extrakte der Wurzel werden zur Linderung von Miktionsbeschwerden (Beschwerden bei der Blasenentleerung) in den Anfangsstadien der benignen Prostatahyperplasie verwendet; welcher der enthaltenen Wirkstoffe dafür verantwortlich ist, ist noch unklar. Neben den Phytosterolen sind an der Wirkung der Wurzel noch andere Inhaltsstoffe beteiligt. Beispielsweise sind Hemmstoffe der Aromatase (Oleanolsäure, Urolsäure u.w.) nachgewiesen worden. Die Aromatase katalysiert die Umwandlung von Androgenen in Estrogene, dies hat wahrscheinlich einen Einfluss auf die Entstehung der BPH.

STUDIENLAGE & EVIDENZ

Brennnesselkraut / -blätter (Urticae herba, Urticae folium):
Für Brennnesselblätter ist bei innerer Anwendung ein leicht diuretischer Effekt beschrieben. Sie werden traditionell zur Durchspülung der ableitenden Harnwege sowie zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Beschwerden eingesetzt. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA/HMPC) ordnet diese Anwendungen den traditionellen pflanzlichen Arzneimitteln zu, deren Wirksamkeit auf langjähriger medizinischer Erfahrung beruht.

Brennnesselwurzel (Urticae radix):
Extrakte aus der Brennnesselwurzel werden zur symptomatischen Behandlung von Miktionsbeschwerden bei benigner Prostatahyperplasie (BPH) eingesetzt. Klinische Studien und systematische Übersichtsarbeiten zeigen Hinweise auf eine Besserung von Symptomen wie Nykturie, Restharngefühl und Harnflussparametern, wobei die Studienergebnisse teilweise heterogen sind.

Als pharmakologisch relevante Inhaltsstoffe werden neben Phytosterolen weitere Substanzen diskutiert. Dazu zählen unter anderem Aromatase-Hemmstoffe wie Oleanolsäure und Urolsäure. Die Aromatase katalysiert die Umwandlung von Androgenen in Estrogene; eine Hemmung dieses Enzyms könnte hormonelle Prozesse beeinflussen, die an der Entstehung und dem Fortschreiten der BPH beteiligt sind.

Quellen & weiterführende Literatur:

  • Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA/HMPC):
    Urticae folium (Urtica dioica L., Urtica urens L.) – EMA-Übersichtsseite (inkl. Monographie & PDFs): EMA
  • Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA/HMPC):
    Urticae radix – EMA-Übersichtsseite (inkl. EU-Monographie/Revision & PDFs): EMA
  • Kommission E (Bundesgesundheitsamt):
    Monographien zu Urticae folium und Urticae radix. Bundesanzeiger, Köln.
  • ESCOP – European Scientific Cooperative on Phytotherapy:
    Online Monographs (Übersicht): ESCOP
    ESCOP Monographie: Urticae folium/herba: Direktlink
    ESCOP Monographien/Tag: Urtica dioica (inkl. Urticae radix): Direktlink
  • Chrubasik J.E. et al.:
    A comprehensive review on the stinging nettle effect and efficacy profiles, Part II: nettle root (Urticae radix) in benign prostatic hyperplasia. Phytomedicine, 2007 – PubMed
  • Yarnell E.:
    Botanical medicines for the urinary tract. World J Urol, 2002 – PubMed
  • Koch E.:
    Extracts from fruits of saw palmetto (Sabal serrulata) and roots of stinging nettle (Urtica dioica): viable alternatives in the medical treatment of benign prostatic hyperplasia and associated lower urinary tract symptoms. Planta Med, 2001 – PubMed

ANWENDUNG

Anerkannte medizinische Anwendungen (Kommission E):

1. Urticae folium (Brennnesselblätter / -kraut)

Anwendungsgebiete:

  • Bei innerer und äusserer Anwendung:
    Zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Beschwerden.
  • Bei innerer Anwendung:
    Zur Durchspülung bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege sowie als Durchspülung zur Vorbeugung und Behandlung von Nierengriess.

Gegenanzeigen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen:
Keine bekannt.

2. Urticae radix (Brennnesselwurzel)

Wirkungen:

  • Erhöhung des Miktionsvolumens
  • Erhöhung des maximalen Harnflusses
  • Verringerung der Restharnmenge

Anwendungsgebiete:
Miktionsbeschwerden bei Prostataadenom (benigne Prostatahyperplasie, BPH) Stadium I–II.

Hinweis:
Dieses Arzneimittel bessert ausschliesslich die Beschwerden bei einer vergrösserten Prostata, ohne die Vergrösserung selbst zu beheben. Regelmässige ärztliche Kontrollen werden empfohlen.

Nebenwirkungen:
Gelegentlich leichte Magen-Darm-Beschwerden.

Gegenanzeigen, Wechselwirkungen:
Keine bekannt.

In gleicher Weise äussert sich auch die ESCOP. Sowohl Brennnesselblätter als auch Brennnesselwurzel wurden vom HMPC (EMA) als traditionelle pflanzliche Arzneimittel eingestuft.

In vielen Urulogika ist die Droge, oft in Kombination mit z.B. Birkenblätter, Bärentrauben, Hagebutten, Schachtelhalm, Goldrute, Hauhechel, Katzenbart und Ingwer zu finden.
Brennnesselwurzelextrakt ist, in Kombination mit Extrakten aus den Früchten der Sägepalme, in Form von Kapseln im Handel (Prostagutt F, Kapseln).

In der Volksmedizin und der Homöopathie werden weitere Anwendungen beschrieben, deren Wirksamkeit wissenschaftlich nicht belegt ist.

ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG

Teeaufguss mit Brennnesselblättern (Urticae folium)

3–4 mal täglich eine Tasse Brennnesselblättertee trinken.

Mittlere Tagesdosis:
8–12 g Droge.

Teezubereitung mit Brennnesselwurzel (Urticae radix)

Zubereitung:
1,5 g zerkleinerte bzw. grob pulverisierte Brennnesselwurzel mit kaltem Wasser ansetzen und zum Sieden erhitzen. Etwa 1 Minute leicht sieden lassen, anschliessend 10 Minuten bedeckt ziehen lassen. Danach durch ein feines Teesieb filtrieren.

Tagesdosis:
4–6 g zerkleinerte Wurzel für Aufgüsse sowie andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen.

Hinweis:
Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden, bei Blut im Urin, Fieber oder starken Schmerzen sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Die genannten Dosierungen entsprechen den empfohlenen Anwendungsangaben traditioneller pflanzlicher Arzneimittel.

Zusatz:
In der medizinischen Anwendung sind standardisierte Extrakte in der Regel zu bevorzugen, da sie eine konstante Wirkstoffzusammensetzung, eine bessere Reproduzierbarkeit der Dosierung sowie eine höhere Anwendungssicherheit gewährleisten.

STATUS

Die medizinische Verwendung ist durch Monographien der Kommission E, der ESCOP sowie des HMPC (EMA) beschrieben. Die Einstufung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bedeutet, dass die Wirksamkeit nicht durch moderne klinische Studien belegt ist, sondern auf plausiblen pharmakologischen Wirkungen und langjähriger Anwendung beruht.

HÄUFIGE FRAGEN ZUR BRENNNESSEL (FAQ)

Wofür wird Brennnessel medizinisch angewendet?

Brennnessel wird medizinisch vor allem zur Durchspülung der ableitenden Harnwege bei entzündlichen Beschwerden sowie zur unterstützenden Behandlung rheumatischer Erkrankungen eingesetzt. Extrakte aus der Brennnesselwurzel finden Anwendung bei Miktionsbeschwerden im Zusammenhang mit benigner Prostatahyperplasie (BPH).

Welche Pflanzenteile der Brennnessel werden verwendet?

Medizinisch genutzt werden vor allem die Brennnesselblätter bzw. das Kraut (Urticae folium / herba) sowie die Brennnesselwurzel (Urticae radix). Die unterschiedlichen Pflanzenteile besitzen verschiedene Anwendungsgebiete.

Wirkt Brennnessel harntreibend?

Ja. Für Brennnesselblätter ist ein leichter diuretischer Effekt belegt. Sie werden daher traditionell zur Durchspülung der Harnwege eingesetzt.

Ist Brennnessel bei Prostatabeschwerden sinnvoll?

Brennnesselwurzelextrakte können Beschwerden beim Wasserlassen bei benigner Prostatahyperplasie (Stadium I–II) lindern. Die Anwendung bessert die Symptome, verkleinert die Prostata jedoch nicht. Regelmässige ärztliche Kontrollen werden empfohlen.

Wie wird Brennnessel als Tee angewendet?

Brennnesselblättertee wird in der Regel 3–4 mal täglich getrunken. Die mittlere Tagesdosis liegt bei 8–12 g Droge. Für Brennnesselwurzel wird eine Abkochung verwendet; die Tagesdosis beträgt 4–6 g zerkleinerte Wurzel.

Sind standardisierte Extrakte besser als Tee?

In der medizinischen Anwendung werden standardisierte Extrakte häufig bevorzugt, da sie eine gleichbleibende Wirkstoffzusammensetzung, eine bessere Dosierbarkeit und eine höhere Anwendungssicherheit bieten als Teezubereitungen.

Gibt es Nebenwirkungen oder Gegenanzeigen?

Brennnessel gilt insgesamt als gut verträglich. Gelegentlich können bei Brennnesselwurzel leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Schwere Nebenwirkungen oder relevante Wechselwirkungen sind nicht bekannt. Bei Fieber, Blut im Urin oder anhaltenden Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.

Ist Brennnessel für eine langfristige Anwendung geeignet?

Die Anwendung von Brennnesselblättern und -wurzel erfolgt traditionell über begrenzte Zeiträume. Bei länger andauernden oder wiederkehrenden Beschwerden sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Ist die Wirksamkeit wissenschaftlich belegt?

Brennnesselblätter und Brennnesselwurzel sind als traditionelle pflanzliche Arzneimittel anerkannt. Die Anwendung basiert auf langjähriger Erfahrung und plausiblen pharmakologischen Wirkungen; die klinische Studienlage ist je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich.

Brennnessel IM GARTEN

Die Pflanzen wachsen am besten auf nährstoffreichen, schweren, humosen und unkrautarmen Böden mit einem leicht alkalischen pH-Wert. Urtica dioica wird mehrjährig angebaut, die Kleine Brennnessel einjährig. Angebaut wird durch Aussaat oder Pflanzung. Eine wenig begangene Ecke im Garten ist gut geeignet. Die alte Heilpflanzen darf in keinem Naturgarten fehlen, schon wegen der vielen Schmetterlingen, die auf die Pflanze angewiesen sind. Bei mir wächst die Grosse Brennnessel zwischen Schwarzer Johannisbeere, Mädesüss, Aronstab und Pestwurz.

Brennesselpflanzen mit Blüte

Die Brennnesseljauche ist ein Dünger und wird folgendermassen hergestellt:
Man verwendet ca. 1 kg frische, grob geschnittene Brennnesseln in 10 Liter Wasser an, am besten in einem kleinen Fass. Dieses wird an einem sonnigen und warmen Platz aufgestellt und mit einem Gitterr abgedeckt. Das Durchgären der Jauche dauert ein bis zwei Wochen lang , so werden Pflanzenwirkstoffe wie z. B. Kieselsäure freigesetzt. Gesteinsmehl vermindert die unvermeidliche Geruchsbelästigung. Die Jauche wird täglich gerührt und ist fertig, wenn sie nicht mehr schäumt und eine dunkle Farbe angenommen hat. Als Dünger wird die abgesiebte Jauche 1:10 verdünnt.

SONSTIGES

Die Brennnessel ist, durch ihr schmerzhaftes Brennen beim Berühren der Pflanze, wohl allen Menschen bekannt . Der Gattungsname Urtica leitet sich vom lateinischen Wort urere für brennen ab. Zu der Gattung Brennnesseln (Urtica) gehören etwa 45 Arten. Kommt die Pflanze massenweise vor, ist das ein Zeiger für einen stickstoffreichen Boden. So ist sie oft als Ruderalpflanze auf früher besiedelten Stellen zu finden.

Letzte Änderung: 16.01.2026 / © W. Arnold