Schönfuss-Röhrling (Caloboletus calopus)

Volksname: Hantling, Dickfussröhrling, Dickfuss, Bitterpilz

Synonyme: Boletus calopus, Tubiborus calopus, Boletus pachypus

Der Schönfuss-Röhrling (Caloboletus calopus) ist ein auffälliger, aber für Speisezwecke ungeeigneter Röhrling aus Laub- und Mischwäldern. Typisch ist der kräftig rot gefärbte Stiel mit deutlichem Netz, der meist deutlich zum helleren, graubraunen Hut kontrastiert. Trotz seines attraktiven Aussehens gilt der Schönfuss-Röhrling wegen seines extrem bitteren Geschmacks als ungeniessbar. Die Art ist in Mitteleuropa verbreitet und wird von Pilzsammlern nicht selten mit essbaren oder auch giftigen Röhrlingen verwechselt – eine sichere Bestimmung ist daher wichtig.

Schönfuss-Röhrling (Caloboletus calopus) mit rotem Netzstiel

Schönfuss-Röhrling (Caloboletus calopus)

Dickfussröhrling (Caloboletus calopus) – Habitus

Beschreibung des Pilzes

Hut

Der Hut erreicht im Normalfall einen Durchmesser von etwa 6–15 cm und ist hellgrau, grauocker oder blass ockerbräunlich gefärbt. Die Huthaut ist fein samtig und trocken.

Röhren

Die Röhren sind zunächst hellgelb und werden mit zunehmender Reife olivgelblich bis olivgrünlich. Die Röhrenmündungen sind fein und rundlich; bei Druck laufen sie blaugrünlich an.

Stiel

Der Stiel ist bauchig bis keulig geformt. Im unteren Bereich ist er meist leuchtend rot, zur Spitze hin gelb gefärbt; die Stielbasis erscheint bräunlich. Der gesamte Stiel ist mit einem verschiedenfarbigen Netz überzogen. Bei Druck verfärbt er sich bläulich bis schmutzig grün, die Farben bleichen jedoch allmählich wieder aus.

Fleisch

Das Fleisch ist weisslich bis blass gelblich gefärbt und läuft im Schnitt sofort schwach blaugrünlich an.

Geruch / Geschmack

Der Geruch ist schwach säuerlich und unangenehm. Der Geschmack ist deutlich bitter, jedoch unterschiedlich stark ausgeprägt.

Sporen

Olivbraun; Sporenmasse 11–14 × 4–4,5 µm.

Verwechslung

Weiterführende Übersicht: Röhrlinge im Vergleich

Der Schönfussröhrling ähnelt in seinem Erscheinungsbild etwas dem Satansröhrling , der jedoch leicht an seinen roten Röhrenmündungen zu erkennen ist.

Der Wurzelnde Bitterröhrling besitzt ebenfalls einen blassen Hut und schmeckt bitter, ihm fehlen jedoch die roten Farben am Stiel.

Ebenfalls ähnlich wirken kann der Netzstielige Hexenröhrling, der sich jedoch durch sein deutliches Stielnetz und die meist kräftigere Färbung der Röhren unterscheidet.

Der Rotfussröhrling ist in der Regel kleiner, schlanker gebaut und zeigt keine ausgeprägten roten Stielfarben wie der Schönfussröhrling.

Vorkommen

Der Schönfuss-Röhrling (Caloboletus calopus) kommt in Mitteleuropa regelmässig vor. Er wächst bevorzugt in Laub- und Mischwäldern, insbesondere bei Buche und Eiche, seltener auch bei Nadelbäumen. Bevorzugt werden kalkhaltige bis neutrale Böden.

Die Art erscheint meist einzeln oder in kleinen Gruppen und fruktifiziert überwiegend von Sommer bis in den Herbst. In der Schweiz ist der Schönfuss-Röhrling regional verbreitet, gilt jedoch insgesamt nicht als selten.

Essbarkeit / Giftigkeit

Der Schönfuss-Röhrling (Caloboletus calopus) gilt als ungeniessbar. Ursache ist sein ausgeprägt bitterer Geschmack, der auch durch Kochen oder andere Zubereitungsarten nicht verschwindet.

Giftige Inhaltsstoffe im engeren Sinn sind nicht bekannt. Nach dem Verzehr können jedoch Magen-Darm-Beschwerden auftreten, weshalb vom Sammeln und Verzehr dringend abzuraten ist.

Trotz seiner fehlenden Eignung als Speisepilz ist der Schönfuss-Röhrling ein ausgesprochen schöner Pilz und eine Zierde des Waldes.

Aufgrund seines attraktiven Erscheinungsbildes wird er von unerfahrenen Sammlern gelegentlich mit essbaren Röhrlingen verwechselt. Eine sichere Bestimmung ist daher besonders wichtig.

FAQ – Häufige Fragen zum Schönfuss-Röhrling

Ist der Schönfuss-Röhrling essbar?

Nein. Der Schönfuss-Röhrling (Caloboletus calopus) gilt als ungeniessbar. Grund ist sein stark bitterer Geschmack, der auch durch Kochen nicht verschwindet.

Ist der Schönfuss-Röhrling giftig?

Als giftig im engeren Sinn gilt er nicht. Nach dem Verzehr können jedoch Magen-Darm-Beschwerden auftreten, weshalb vom Verzehr abzuraten ist.

Woran erkennt man den Schönfuss-Röhrling?

Typisch sind der blasse, graubraune Hut, die gelben bis olivgrünlichen Röhren sowie der kräftig rot gefärbte Stiel mit deutlichem Netz.

Mit welchen Pilzen wird er häufig verwechselt?

Verwechslungen sind unter anderem mit dem Satansröhrling, dem Wurzelnden Bitterröhrling, dem Netzstieligen Hexenröhrling sowie mit Rotfussröhrlingen möglich.

Wann und wo wächst der Schönfuss-Röhrling?

Er wächst vor allem in Laub- und Mischwäldern auf kalkhaltigen Böden und erscheint meist von Sommer bis Herbst.

Letzte Änderung: 06.02.2026 / © W. Arnold