Steinpilz mit Doppelgängern
Braune Röhrlinge gehören zu den beliebtesten, aber auch zu den verwechslungsanfälligsten Pilzgruppen unserer Wälder. Besonders der geschätzte Steinpilz wird immer wieder mit ähnlich aussehenden Arten verwechselt, darunter ungeniessbare oder schwer bekömmliche Röhrlinge.
Für eine sichere Bestimmung sind mehrere Merkmale gemeinsam zu beachten: die Farbe der Röhren, eine mögliche Blauverfärbung bei Druck oder Schnitt, das Stielnetz sowie Geruch und Geschmack. Einzelmerkmale allein sind nicht ausreichend und können täuschen.
Allgemeine Faustregel:
Ein deutliches Stielnetz ist bei Röhrlingen ein wichtiges Warnmerkmal.
Ausnahmen bestätigen die Regel, insbesondere der Steinpilz mit feinem
weissem oder gelblichem Netz. Für eine sichere Bestimmung müssen jedoch
immer mehrere Merkmale gemeinsam beurteilt werden.
Die wichtigsten Merkmale der 3 Pilze
| Hut | Röhren | Stielnetz | Fleisch | |
| Steinpilz | nuss- braun |
weiss, dann gelblich |
fein, weiss |
weiss, mild |
|
Gallen- röhrling |
oliv- braun |
rosa bis fleischrosa |
grob, dick |
weiss, bitter |
|
Schönfuss- röhrling |
grau- braun |
gelb, auf Druck blauend | fein, gelb auf rotem Grund | blauend, bitter |
Steinpilze wie wir Pilzsammler sie mögen - jung und festfleischig!
FAQ – Steinpilz und Doppelgänger
Woran erkennt man den echten Steinpilz?
Der Steinpilz hat jung weisse, später gelbliche Röhren, ein feines weisses bis gelbliches Stielnetz und festes, weisses Fleisch ohne Blauverfärbung. Mehrere Merkmale müssen gemeinsam beurteilt werden.
Ist der Gallenröhrling giftig?
Der Gallenröhrling ist nicht giftig, aber stark bitter und ungeniessbar. Schon kleine Mengen können ein ganzes Gericht unbrauchbar machen.
Ist der Schönfussröhrling giftig?
Der Schönfussröhrling gilt als ungeniessbar und kann Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Er ist kein Speisepilz.
Hilft die Blauverfärbung bei der Bestimmung?
Ja, eine deutliche Blauverfärbung bei Druck oder Schnitt schliesst den Steinpilz aus. Allerdings sind nicht alle blauenden Röhrlinge giftig.
Was tun bei Unsicherheit?
Pilze nicht essen und zur Kontrolle bringen. In der Schweiz helfen Pilzkontrollstellen (VAPKO). Im Zweifel gilt: stehen lassen.
Letzte Änderung: 26.01.2026 / © W. Arnold


