HEILPFLANZEN

Echte Goldrute - Solidago virgaurea

Solidago virgaurea (syn. Amphiraphis leiocarpa, A. pubescens, Dectis decurrens, Doria virgaurea, Solidago cantonensis, S. decurrens, S. virga-aurea);
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Echte Goldrute (Syn. Fuchsschwanz, Gemeine Goldrute, Gewöhnliche Goldrute, Goldwundkraut, Heidnisch Wundkraut, Wilde Goldrute, Wundkraut).
Goldrute
 Echte Goldrute
Goldrute
Echte Goldrute
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VORKOMMEN

Insgesamt kommt die Gewöhnliche Goldrute in Eurasien von den arktischen bis in die subtropischen Gebiete vor, in den subtropischen Gebieten allerdings nur in den Bergregionen.
Die Gewöhnliche Goldrute wächst an eher trockenen, nährstoffärmeren Standorten wie in lichten Laubwäldern, an trockenen Wald-, Gebüsch- oder Wegrändern und in Magerrasen. An solchen Standorten ist sie in Mitteleuropa weit verbreitet.
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MERKMALE

Bei der Gewöhnlichen Goldrute handelt sich um ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen zwischen 10 und 100 Zentimeter, meist jedoch etwa um die 40 Zentimeter erreichen. Die Stängel sind meist unverzweigt, zumindest im unteren Bereich. Die wechselständigen Laubblätter sind im unteren Teil des Stängels gestielt und eiförmig und gehen nach oben in schmäler lanzettliche, sitzende Blätter über. Der Blattrand ist meist unregelmässig gezähnt, nur selten fast ganzrandig. Die körbchenförmigen Teilblütenstände stehen in endständigen, allseitswendigen, schwach verzweigten rispigen bzw. zusammengesetzten traubigen Blütenständen zusammen. Die Blütenstände sind deutlich lockerer, als bei den anderen europäischen Goldruten-Arten. Die Blütenkörbchen sind mit 6 bis 10 mm Länge auch deutlich grösser. Die sechs bis zwölf rein gelben Zungenblüten sind viel länger als die Körbchenhülle und stehen seitlich ab, sodass die Körbchen einen Durchmesser von 10 bis 15 mm haben. Die Blütezeit reicht von Juli bis Oktober.
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DROGEN (verwendete Pflanzenteile)

Virgaureae herba (syn. Herba Solidaginis virgaureae, Herba Consolidae sarracenicae, Herba Consolidae aureae, Herba Virgaureae, Solidaginis virgaureae herba);
Echtes Goldrutenkraut (syn. Goldwundkraut, Heidnisch Wundkraut, Edelwundkraut, Goldrautenkraut, Schosskraut), die während der Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile von Solidago virgaurea.
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WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE

LeiocarposidÄtherisches Öl (bis 0,5 %) mit γ-Cadinen als Haupt­kompo­nente, Flavonoide (ca. 1-2%) mit Rutin als wichtigstem Be­stand­teil; bisdesmosidische, Triterpensaponine mit Poly­gala­säure als Triterpen­grundkörper; Phenolglykoside, besonders Leiocarposid (bis 1,7 %) und Virgaureosid A, ferner sind zu finden Kaffeesäurederivate, unter anderem Chlorogensäure Iridoide sowie Polysaccharide.
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PHARMAKOLOGIE

Die Diuresewirkung wird auf den Gehalt an Saponinen zurückgeführt. Ausserdem vermindert der Solidagoextrakt die Permeabilität der Gefässwände und bewirkt gleichzeitig eine Erhöhung der Gefässresistenz. Für die Gewöhnliche Goldrute wurden auch entzündungshemmende, schwach krampflösende und schmerzstillende Eigenschaften belegt, die auf dem Gehalt an Leiocarposid und Virgaureosid beruhen.
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ANWENDUNG

Die Gewöhnliche Goldrute wird als Heilpflanze bei Blasen- und Nierenleiden eingesetzt. Die Droge wirkt kräftig diuretisch.
Die Goldrute ist Bestandteil zahl­reicher entsprechender Phytopharmaka, meistens in Kombination mit z.B. Schachtelhalm, Birkenblättern, Hauhechel, Süssholz, Bärentraube, Echinacea, Hagebutte, Brennessel und Gartenbohne.
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ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG

Tee: Ca. 2.5 g Droge, mit 1 Tasse heissem Wasser übergiessen und nach etwa 10 Minuten durch ein Teesieb geben ; für die harntreibende Wirkung trinkt man 3-5 Tassen pro Tag. Die durchschnittliche Tagesdosis liegt bei 6-12 g.
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HOMÖOPATHIE

Solidago virgaurea HAB 1; Echte Goldrute, die frischen Blütenstände.
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Anwendungsgebiet: Erkrankungen der Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse.
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DIE ECHTE GOLDRUTE IM GARTEN

GoldruteDie Goldrute ist eine anspruchslose Heilpflanze und ist für die unterschiedlichsten Gartenbedingungen geeignet. Die Goldrute passt sehr gut in angelegte Bauern- und Wildblumengärten. Da sie sich selbst über längere Zeiten auf nährstoffarmen Böden wohlfühlt, sollte die Goldrute nur wenig bis gar nicht gedüngt werden. Für die Vermehrung der echten Goldrute wird ihr knotiger Wurzelstock aus der Erde entnommen und einfach mit dem Spaten geteilt. Die Pflanze wird dadurch gleichzeitig verjüngt und bleibt über viele Jahre wuchs- und blühfreudig. Direkt nach der Blüte kann die Goldrute grosszügig zurückgeschnitten werden. Die Heilpflanze ist ohne besonderen Schutz winterhart.
Letzte Änderung: 07.12.2014 / © W. Arnold
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Spacer Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008.
Spacer M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002.
Spacer Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
Spacer Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
Spacer L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.
Spacer M. Pahlow: Das grosse Buch der Heilpflanzen; Nikol Verlag, 2013.


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Icon Wikipedia


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Solidago virgaurea - Echte Goldrute
Solidago virgaurea - Echte Goldrute
Solidago virgaurea - Echte Goldrute
Solidago virgaurea - Echte Goldrute
Solidago virgaurea - Echte Goldrute


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  Ordnung
Familie
Unterfamilie
Gattung
Art
Asterales
Asteraceae
Asteroideae
Solidago
Gewöhnliche Goldrute
  Wiss. Bez. Solidago virgaurea


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Spacer Bei Ödemen infolge eingeschränkter Herz- oder Nierentätigkeit darf die Goldrute nicht zur Durchspülungs­therapie verwendet werden. Weitere Anwendungs­be­schrän­kun­gen sind nicht bekannt.


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Spacer Wegen des Gehalts an Flavonoiden lässt sich die Gewöhnliche Goldrute auch zum Färben von Wolle oder Baumwolle verwenden


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Spacer Kommission E: positive Bewertung


 

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