Stockschwämmchen - und Verwechselbare Blätterpilze an Holz
Büschelig an Holz wachsende Blätterpilze gehören zu den häufigsten, aber auch gefährlichsten Verwechslungsgruppen unserer Wälder. Besonders das essbare Stockschwämmchen wird immer wieder mit giftigen Doppelgängern verwechselt. Entscheidende Unterscheidungsmerkmale sind die Lamellenfarbe, die Beschaffenheit des Stiels, der vorhandene Schleier sowie der Wuchsort (Laub- oder Nadelholz).
Achtung: Der Nadelholzhäubling ist ein lebensgefährlicher Giftpilz. Schon geringe Mengen können schwere Vergiftungen verursachen. Eine sichere Bestimmung ist daher unerlässlich.
Achtung:
Der Nadelholzhäubling ist tödlich giftig – Verwechslungsgefahr!
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Stock- schwämmchen |
Grünblättriger Schwefelkopf |
Nadelholz- häubling |
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| Hut | feucht, zweifarbig |
schwefel- bis grünlichgelb |
einfarbig |
| Lamellen | hell-, dann dunkelbraun |
grün, dann purpurfarben |
hell-, dann dunkelbraun |
| Schleier | hautartig | faserig | faserig |
| Stiel | braun, schuppig |
schwefelgelb, längsfaserig |
braun, feinfaserig |
| Geschmack | mild | bitter | mild |
| Wuchsort | vorwiegend Laubholz |
Laubholz, Nadelholz |
vorwiegend Nadelholz |
| Essbarkeit | essbar | giftig | tödlich giftig |
Hier nochmals ein Bild des Stockschwämmchens und des tödlich giftigen Nadelholzhäublings.

FAQ – Stockschwämmchen, Schwefelkopf & Nadelholzhäubling
Warum ist der Nadelholzhäubling so gefährlich?
Der Nadelholzhäubling (Gift-Häubling) enthält Amatoxine, die zu schweren, potenziell tödlichen Vergiftungen führen können. Schon kleine Mengen können gefährlich sein. Bei Verdacht auf Verzehr sofort medizinische Hilfe anfordern.
Kann man Stockschwämmchen über den Geschmack erkennen?
Nein. Ein Geschmackstest ist keine sichere Methode und wird bei unklaren Holzpilzen nicht empfohlen. Für Laien ist eine sichere Bestimmung nur über mehrere Merkmale (und am besten durch eine Pilzkontrollstelle) möglich.
Welches Merkmal hilft im Alltag am meisten?
Wichtig sind mehrere Punkte zusammen: Lamellenfarbe, Stieloberfläche (Schuppen/Behaarung), Schleierreste sowie der Wuchsort (Laubholz oder Nadelholz). Einzelmerkmale allein können täuschen.
Was tun bei Unsicherheit?
Pilze nicht essen und zur Kontrolle bringen. In der Schweiz helfen Pilzkontrollstellen (VAPKO). Im Zweifel gilt: stehen lassen.
Letzte Änderung: 28.01.2026 / © W. Arnold


