Fliegenpilz - Amanita muscaria

Synonyme: Agaricus muscarius; Agaricus pseudo-aurantiacus

Volksname: Fliegenpilz

Fliegenpilz

Fliegenpilz - Amanita muscaria

Beschreibung des Pilzes

Hut

6-20 cm, fleischig, zuerst halbkugelig, dann aufgeschirmt und leicht niedergedrückt, feucht ein wenig schmierig, Rand leicht gerieft, leuchtend rot oder orangerot, von zahlreichen weissen oder gelblichen, fast pyramidenartigen Flocken bedeckt, selten nackt.

Lamellen

Sehr gedrängt, mit Zwischenlamellen, breit, bauchig, frei, weiss oder etwas gelblich.

Stiel

12-25 x 1-2.5 cm, zylindrisch, voll, dann hohl, an der Basis leicht verdickt zu einer Knolle, die von konzentrischen Warzenkreisen umgeben ist, Resten des Velum universale (flockige Volva). Manschette weit, weiss oder leicht gelblich, gerieft, am Rande etwas flockig von der Allgemeinhülle.

Fleisch

Unter der abziehbaren Huthaut gelborange, darunter weiss.

Geruch/Geschmack

Ohne besonderen Geruch und Geschmack.

Sporen

glatt, elliptisch, 10-12 x 6-7 µm, nicht amyloid, Sporenpulver weiss.

Verwechslung

Wenn ein Regenguss die weissen Hutflocken abgewaschen hat, könnte der Leichtsinnige die Pilze für rote Täublinge (Russula) halten.

Vorkommen

Überall; er ist ein häufiger und sehr bekannter Pilz. Sommer-Herbst.

Bemerkungen

Der Fliegenpilz ist eindeutig giftig. Der Hauptgiftstoff ist die Ibotensäure und nicht wie früher angenommen das Muscarin. Der Fliegenpilz hat halluzinogene, psychoaktive und toxische Eigenschaften. Die Effekte beruhen auf der Interaktion der Inhaltsstoffe mit Neurotransmittersystemen. Diese Effekte treten nach einer halben bis zwei Stunden ein und halten etwa 8 bis 24 Stunden an.

Der Fliegenpilz ist und bleibt die Zierde des Waldes!

Letzte Änderung: 18.01.2018 / © W. Arnold