Aralia racemosa - Amerikanische Aralie

Aralia racemosa (syn. Aralia arizonica, Aralia bicrenata);

Amerikanische Narde (syn. Wilde Sarsaparilla, Amerikanische Narde, Traubige Aralie, Amerikanische Aralie).

Aralia racemosa - Amerikanische Aralie

Aralia racemosa - Amerikanische Aralie

VORKOMMEN

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Amerikanische Aralie (Aralia racemosa) ist Nordamerika, insbesondere vom mittleren Kanada bis Virginia. Die Pflanze wächst an felsigen, aber nährstoffreichen Flussufem und in feuchten Wäldern.

MERKMALE

Die Amerikanische Aralie ist eine krautige, buschig wachsende und ausdauernde Pflanze. Sie erreicht Wuchshöhen von 1 bis 1,5, selten bis zu 3 Metern. Als Überdauerungsorgane werden Rhizome mit aromatischen Wurzeln gebildet. Die Stengel sind am Grunde verholzt, kahl, gerillt und von sperrig-ästigem Wuchs. Die Blätter sind doppelt gefiedert, die unteren häufig 3- bis 5fach gefiedert und ähneln denen der Engelwurz (Angelica archangelica). Die Fiederblätter sind dünn, oval, bis ca. 20 cm lang und 16 cm breit (normalerweise viel kleiner), und am Grunde meist herzförmig. Der Blütenstand ist eine lange Rispe die stark verzweigt ist. Jedes Ästchen ist mit einer einfachen, kugeligen 10- bis 25blütigen Dolde versehen. Die Blüten sind klein mit grünlich-weissen Blütenblättern.

DROGEN (verwendete Pflanzenteile)

Aralia-racemosa-Wurzel, die im Sommer und Herbst geernteten, in kleine Stücke geschnittenen frischen oder auch getrockneten Rhizome und auch Wurzeln.

Die Sammlung erfolgt aus Wildbeständen (Amerika, Kanada). Die Pflanze ist auch in unseren Breiten kultivierbar.

WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE

Die Droge enthält etwa 0.34 % ätherisches Öl mit Mono- und Sesquiterpenen, ferner Diterpene mit u.a. (-)-Kauren.

Polyine: C17-Polyacetylene (C17-Diacetylene: Falcarinon = 3-Oxoheptadeca-1,9(Z)-dien-4,6-diin und Falcarinolon = (+)-Heptadeca-1,9(Z)-dien-4,6-diin-8-ol-3-on), C18-Polyacetylene (entweder Carboxy-oder Hydroxymethyl-Derivate des Falcarinols).

Falcarinon

Im weiteren Triterpensaponine mit Sapogeninen der Oleanan- und Dammaran-Reihen.

Pharmakologie

Aufgrund des Saponingehaltes scheint die Wirksamkeit als Reflexexpectorans bei Erkältungskrankheiten plausibel. Ansonsten ist die Wirksamkeit aber nicht belegt.

ANWENDUNG

In der Volksheilkunde innerlich vor allem bei Erkältungskrankheiten, ebenso bei chronischem Husten und bei Asthma. Auch anstelle von Sarsaparilla bei Hautleiden.

ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG

Zubereitung der Droge als Aufguss: etwa 15 g/500 mL Wasser über den Tag verteilt in Portionen von je einem Teeglas voll.

STATUS

HOMÖOPATHIE

Aralia racemosa HAB1, die frischen unterirdischen Teile.
Anwendungsgebiete: Unter anderem Schnupfen, besonders allergische Erkrankungen der Atmungsorgane.

SONSTIGES

Anscheinend ist Aralia der kanadische Name für die Bergangelika, racemosa stammt vom lateinischen racemus, was „Traube” bedeutet und wohl auf die traubigen Blütenstände hinweist.

Aralia racemosa wurde im 19. Jahrhundert homöopathisch geprüft. Seither zählt die Droge zum Arzneischatz von Homöopathie und Spagyrik.

Letzte Änderung: 28.10.2018 / © W. Arnold