Graukappe mit Doppelgängern
Die Graukappe (Nebelkappe, Clitocybe nebularis) ist ein bekannter, aber umstrittener Speisepilz. Neben möglicher Unverträglichkeit besteht eine erhebliche Verwechslungsgefahr mit Arten, die deutlich problematischer sind.
Die folgende Grafik und Tabelle zeigen die wichtigsten Unterschiede zum Riesenrötling (Entoloma sinuatum) und zum Tigerritterling (Tricholoma pardinum), insbesondere hinsichtlich Sporenfarbe, Lamellenansatz, Hutoberfläche und Geruch.
Die wichtigsten Merkmale der 3 Pilze:
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Graukappe (Clitocybe nebularis) |
Riesenrötling (Entoloma sinuatum) |
Tigerrittling (Tricholoma pardinum) |
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| Hut | nie schuppig | nie schuppig | schuppig |
| Lamellen | weiss, herablaufend, Sporenstaub weiss | fleischblass, nicht herablaufend, Sporenstaub fleischrot | nicht herablaufend, Sporenstaub weiss |
| Stiel | ohne Wassertropfen | ohne Wassertropfen | frisch mit Wassertropfen |
| Geruch | nicht nach Mehl | nach Mehl | nach Mehl |
| Besonderes | Wächst in Hexenringen | Wächst nie in Hexenringen | Wächst nie in Hexenringen |
Die Graukappe heisst auch Nebelgrauer Trichterling und wächst häufig in sogenannten Hexenringen. Der Pilz gilt nur als bedingt essbar und wird von vielen Menschen schlecht vertragen. Vor einem möglichen Verzehr wäre in jedem Fall eine gründliche Vorbehandlung durch Abkochen mit anschliessendem Wegschütten des Kochwassers erforderlich.
Vom Verzehr dieses Pilzes rate ich grundsätzlich ab.

Von Clitocybe Nebularis.JPG:
Archenzo
*derivative work:
Ak ccm
( talk ) -
CC BY-SA 3.0,
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Letzte Änderung: 27.01.2026 / © W. Arnold
