Igelstäubling - Lycoperdon echinatum

Volksname: Igelstachliger Stäubling, Igelbovist, Igelstaubbecher

Igelstäubling - Lycoperdon echinatum

Beschreibung des Pilzes

Fruchtkörper

4-7 cm , kugelig, mit derben bräunlichen Warzen dedeckt, die sich pyramidenartig zusammenneigen; die reifen Sporen treten durch eine rundliche Öffnung aus; bräunlich; gestielt oder ungestielt.

Fleisch

Jung innen weiß und fest, später gelblich, olivgelb bis dunkelbraun schwammig, alt lila-schwarzbraun pulverig stäubend.

Geruch/Geschmack

Geruch unbedeutend, Geschmack mild.

Sporen

Schokoladenbraun, kugelig, gestielt, 3.5-4 µm.

Verwechslung

Höchstens mit dem Flaschenstäubling, Birnenstäubling oder dem Bräunlichen Stäubling.
Für Boviste und Stäublinge gilt: Wenn die innere Fruchtschicht schneeweiss ist und keine Lamellenansätze zeigt, sind sie in der Regel immer essbar! Braunfarbigen Stäublinge sind meist sehr minderwertig, alle schmecken muffig! Es gibt viele bessere Pilze als Boviste und Stäublinge!

Vorkommen

Auf kalkhaltigem Boden. Juni bis Oktober. Der Igelstäubling ist ein seltener Pilz.

Bemerkungen

Dieser Stäubling kommt fast nur in Buchenwäldern auf Kalkböden vor. Die Stacheln der Aussenhülle sind länger als bei ähnlichen Arten. Schneidet man einen jungen Pilz durch, dann glaubt man, eine mit Creme gefüllte Schokoladepraline in der Hand zu haben. Der Stielteil ist weniger ausgeprägt als beim Flaschenstäubling. Die Entwicklung zum sporenreifen Pilz verläuft aber ebenso wie bei diesem.
Auch beim Igelstäubling ist der Stielteil nicht an der Sporenerzeugung beteiligt. Der Sporenstaub ist hier dunkelbraun, nicht gelbbraun. Die zähen Stacheln sind ziemlich dauerhaft, fallen aber vom überreifen, trocken gewordenen Pilz nach und nach ab und hinterlassen eine netzartige Zeichnung auf blassem Grund.

Den Igelstäubling kann man, wie alle Stäublinge und Boviste, essen, solange das Fleisch noch rein weiss ist. Ich würde Ihnen aber den Rat geben im Supermarkt Zuchtchampignons zu kaufen und diesen hübschen Gesellen stehen zu lassen.

Letzte Änderung: 18.01.2018 / © W. Arnold