Violetter Rötelritterling - Lepista nuda

Volksname: Nackter Ritterling

Synonyme : Tricholoma nudum

Violetter Rötelritterling
Bildquelle: http://tintling.com

Beschreibung des Pilzes

Hut

5-15 cm, jung blauviolett, später von der Mitte aus bräunlich verfärbend und ausblassend, in durchnässtem Zustand dunkler gefärbt. Anfangs glockig gewölbt mit eingeschlagenem, scharfem Rand, schliesslich flach ausgebreitet bis vertieft.

Lamellen

Blauviolett, alt bräunlichlila, gedrängt, am Stiel abgerundet, leicht vom Hutfleisch ablösbar.

Stiel

Blauviolett, faserig, mit verdickter lila-filziger Basis.

Fleisch

Lilaviolett, später ausblassend.

Geruch/Geschmack

Aromatisch, etwas parfümierter Geruch und Geschmack

Sporen

Elliptisch, 6-8/4-5 mm, rauh. Staub rosa.

Verwechslung

Erdigriechender Schleierling (Cortinarius variecolor)
unterscheidet sich durch seine zwar jung violetten, jedoch bald rostbraun werdenden Lamellen, der faserigen Ringzone am Stiel und dem muffigen, erdartigen Geruch. Lila Dickfuss (Cortinarius traganus)
hat von Anfang an keine violetten Lamellen, sondern safranockerfarbene, später rostbraune. Ausserdem besitzt der keulig-knollige Stiel eine faserseidige, gürtelartige Ringzone, das gelbbraune Fleisch riecht unangenehm bockartig. In der Gattung Schleierlinge (Cortinarius) gibt es noch mehrere violette Arten, die miteinander verwechselt werden können, davon sind derzeit keine tödlich giftigen Arten bekannt. Einige sollen jedoch Magen-Darm-Probleme verursachen.

Vorkommen

September-November, seiten auch im Frühjahr. In Laub und Nadelwäldern, in Reihen und Ringen, häufig.

Bemerkungen

Zu diesem Pilztypus gehört der essbare Schmutzige Rötelritterling (L. sordida) der in Gärten und um Misthaufen wachst, mit schmächtigerem Aussehen, der Hut ist dürinfleischinger, hygrophan und rötlich-violett gefärbt. Der Blassblaue Rötelritterling (L. glaucocana) sieht dem Violetten Rötelritterling sehr ähnlich, er hat aber blassere lila-grauliche Farben; er wächst in schattigen Wäldern, auch unter Laubbäumen, und er riecht erdig. Der Maskierte Rötelritterling (L. personata) und seine Varietät anserina sind mit dem Violetten Rötelritterling nahe verwandt. Alle diese erwähnten Arten sind essbar.

Speisewert

Der Violette Rötelritterling ist ein guter Speisepilz. Sein eigentümlicher Geschmack wird jedoch nicht von allen geschätzt.

Letzte Änderung: 23.04.2018 / © W. Arnold