Zottiger Schillerporling (Inonotus hispidus)
Synonyme: Hemidiscia hispida
Der Zottige Schillerporling (Inonotus hispidus) ist ein auffälliger, einjähriger Porling mit zottig-haariger Oberfläche. Der Baumpilz wächst bevorzugt an lebenden, geschwächten Laubbäumen wie Apfelbaum, Esche oder Platane und verursacht eine charakteristische Weissfäule des Kernholzes. In dieser Pilzbeschreibung werden die wichtigsten Merkmale, das Vorkommen, ökologische Aspekte sowie Hinweise zur Bestimmung und Verwechslung übersichtlich dargestellt.

Beschreibung des Pilzes
Hut
Einjährig; bildet dicke, konsolenförmige Hüte mit einer Breite von etwa 10–30 cm. Die Oberseite ist von einem zottig-filzigen Überzug bedeckt. Die Färbung ist lebhaft rostgelb bis roströtlich.Röhren
Gelbbräunlich; Röhrenmündungen weisslich bis gelblich, rundlich und relativ fein. Zwischen den Röhren befinden sich regelmässig verteilte, weitere, parallel verlaufende Kanäle, an denen häufig bernsteinfarbene Flüssigkeitstropfen ausgeschieden werden.Fleisch
Anfangs weichlich-schwammig und sehr saftreich, später faserig-zäh werdend. Farbe jung rostgelblich, danach rostbraun und schliesslich unansehnlich schwarzbraun.Geruch / Geschmack
Unbedeutend.Sporen
Rundlich-elliptisch, dickwandig, glatt, 9–11 × 8–9 µm. Sporenpulver gelblich bis blass gelbbräunlich, dextrinoid.Verwechslung
Der Zottige Schillerporling ist ein sehr auffälliger Pilz, der durch den stark
filzig-zottigen Hut gut gekennzeichnet ist. Typisch sind auch alte, abgestorbene
Fruchtkörper, die durch ihre schwarzbraune bis schwarze Färbung wie verkohlt
erscheinen und gelegentlich bis zum nächsten Frühjahr am Stamm verbleiben.
Einen zottigen Hut besitzen auch der Eichen-Schillerporling
(Inonotus dryophilus) sowie der Fuchsrote Schillerporling
(Inonotus rheades).
Diese beiden Arten unterscheiden sich jedoch durch das Vorhandensein eines
inneren Myzelialkerns.
Vorkommen
Der Zottige Schillerporling kommt vor allem an lebenden, meist geschwächten
Laubbäumen vor. Bevorzugte Wirtsbäume sind Apfelbaum, Esche, Platane,
seltener auch andere Laubhölzer. Die Art tritt häufig in Streuobstwiesen,
Parkanlagen, Gärten sowie an Wegrändern auf.
Der Pilz verursacht eine Kernholz-Weissfäule und gilt als Schwächeparasit.
Die Fruchtkörper erscheinen meist im Sommer und Herbst; alte, abgestorbene
Exemplare können teilweise bis ins folgende Frühjahr am Stamm verbleiben.
Bemerkungen
Die Schiller- oder Rostporlinge (Gattung Inonotus) sind mit rund
zwölf Arten vergleichsweise gut vertreten. Sie ähneln in ihrem Erscheinungsbild
den Feuerschwämmen (Phellinus), unterscheiden sich jedoch dadurch,
dass sie stets einjährig sind und eine monomitische Trama besitzen.
Die Arten der Gattung leben überwiegend parasitisch an Laubbäumen.
Das Myzel verursacht eine charakteristische Weissfäule des Holzes.
FAQ
Ist der Zottige Schillerporling essbar?
Nein. Der Zottige Schillerporling (Inonotus hispidus) ist nicht essbar.Wo wächst der Zottige Schillerporling?
Er wächst vor allem an lebenden, geschwächten Laubbäumen wie Apfelbaum, Esche oder Platane, häufig in Streuobstwiesen, Parks und Gärten.Welche Holzschäden verursacht der Pilz?
Das Myzel verursacht eine Kernholz-Weissfäule, wodurch die Stabilität des Wirtsbaumes deutlich beeinträchtigt wird.
Letzte Änderung: 13.02.2026 / © W. Arnold



