Zottiger Schillerporling - Inonotus hispidus

Synonyme: Hemidiscia hispida

Zottiger Schillerporling - Inonotus hispidus

Beschreibung des Pilzes

Hut

Einjährig; dicke, konsolenförmige Hüte ausbildend; Breite 10-30cm; Oberseite von zottigem Filz bedeckt, Farbe lebhaft rostgelb oder roströtlich.

Röhren

Gelbbräunlich; Mündungen weisslich bis gelblich, rundlich und relativ fein, mit regelmässig verteilten, weiteren, parallel verlaufenden Kanälen durchsetzt, an denen bernsteinfarbene Flüssigkeitstropfen abgeschieden werden.

Fleisch

Erst weichlich-schwammig und sehr saftreich, dann faserig-zäh werdend; Farbe jung rostgelblich, dann rostbraun und schliesslich unansehnlich schwarzbraun.

Geruch/Geschmack

Unbedeutend

Sporen

Rundlich-elliptisch, dickwandig, glatt, 9-11 x 8-9 µm. Sporenpulver gelblich bis blass gelbbräunlich, dextrinoid.

Verwechslung

Der Zottige Schillerporling ist ein sehr auffälliger Pilz, der durch den stark filzig-zottigen Hut gut gekennzeichnet ist. Typisch sind auch die alten, abgestorbenen Fruchtkörper, die durch ihre schwarzbraune bis schwarze Farbe wie verkohlt aussehen und gelegentlich bis zum nächsten Frühjahr am Stamm bleiben.
Den zottigen Hut hat mit dem Eichen-Schillerporling (Inonotus dryophilus) und dem Fuchsroten Schillerporling (Inonotus rheades) gemein. Die beiden letzteren zeichnen sich durch einen inneren Myzelialkern aus.

Vorkommen

An lebenden, geschwächten Stämmen von Apfelbäumen und Eschen; zerstreut vorkommend; ab Juni erscheinend.

Bemerkungen

Die Schiller oder Rostporlinge (Gattung Inonotus ) sind mit 12 Arten relativ gut vertreten. Sie ähneln den Feuerschwärnmen (Phellinus), sind aber stets einjährig und haben eine monomitische Trama. Sie leben vorwiegend parasitisch. Das Mycel erzeugt Weissfäule.

Letzte Änderung: 21.01.2018 / © W. Arnold