HEILPFLANZEN

Grosser Wiesenknopf - Sanguisorba officinalis

Sanguisorba officinalis (syn. Pimpinella officinalis, Sanguisorba major, S. polygama);
Grosser Wiesenknopf (syn. Becherblume, Bibernell, Blutknopf, Blutkraut, Gartenbibernelle, Sperberkraut).
Sanguisorba officinalis - Grosser Wiesenknopf
Sanguisorba officinalis - Grosser Wiesenknopf
Sanguisorba officinalis - Grosser Wiesenknopf
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VORKOMMEN

Der Grosse Wiesenknopf besitzt eine eurasische Verbreitung. Er kommt von der Atlantikküste in Frankreich bis nach Ostasien (Südchina) vor. In Nordeuropa fehlt diese Art fast gänzlich oder ist zumindest sehr selten. Man findet den Grossen Wiesenknopf in der kollinen bis subalpinen Höhenstufe (in den Zentralalpen bis auf 2300 Meter). Es handelt sich beim Grossen Wiesenknopf um eine typische Art der wechselfeuchten Nasswiesen und der Moorwiesen.
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MERKMALE

30–100 cm hoch. Blätter einfach gefiedert, mit 7–15 Fiederpaaren. Teilblätter gestielt, herzeiförmig, grob gezähnt, oberseits grasgrün, glänzend, unterseits graugrün. Blüten dunkel-braunrot, in dichten kugeligen bis länglich-eiförmigen Blütenständen. Blütenbau wie bei S. minor. Kelchbecher zur Fruchtzeit vierkantig, mit glatten Flächen.
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DROGEN (verwendete Pflanzenteile)

Sanguisorbae rhizoma et radix (syn. Radix Pimpinellae italicae, Radix Sanguisorbae majoris, Rhizoma et Radix Sanguisorbae);
Wiesenknopfwurzel (syn. Falsche italienische Bibernellwurzel, Rote Bibernellwurzel), die im Herbst gesammelten, gewaschenen, getrockneten Rhizome und Wurzeln.
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WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE

EugeniinDie oberirdischen Pflanzenteile sind reich an Flavonoiden, Sterolen und Triterpenen. Ausserdem finden sich Gerbstoffe mit den charakteristischen Hauptbestandteilen Casuarinin und Sanguinin. Die Samen sind ölhaltig und enthalten Linol- und Linolensäure. Die Wurzeln enthalten Sanguisorbine (Triterpene).[
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PHARMAKOLOGIE

In Versuchen zeigten Mäuse beim Kontakt mit erhöhten Konzentrationen der Gerbstofffraktion von Sanguisorba officinalis akute toxische Effekte. Ausserdem wurden Einflüsse auf das weibliche Hormonsystem festgestellt. Im Rahmen der üblichen Konzentrationen in der Pflanzenheilkunde gibt es keine Berichte über Neben- oder Wechselwirkungen.
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ANWENDUNG

Die Pflanze hatte früher auf Grund ihres hohen Gerbstoffgehalts eine gewisse Bedeutung in der Volksheilkunde. Das Kraut und die Wurzel wurden gegen Durchfall eingesetzt und sie galten auch als blutstillendes Mittel, vor allem bei zu starker Monatsblutung.

Zur Wundbehandlung nahm man das frische, zerquetschte Kraut. Die frischen jungen Blätter und Triebe verwendet man noch gelegentlich als Salatbeigabe oder als Gemüse. Vorgezogen werden hier aber in der Regel die würzig nussartig schmeckenden Blätter von Sanguisorba minor.
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ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG

Selten als Teeaufguss mit ca. 3 g Wiesenknopfwurzel pro Tasse.
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HOMÖOPATHIE

Sanguisorba officinalis HAB 34; Grosser Wiesenknopf, die frischen, zur Blütezeit geernteten, oberirdischen Pflanzenteile.
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Anwendungsgebiet: Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, des venösen Gefässsystems und der weiblichen Geschlechtsorgane, wie Gebärmutterblutungen, Krampfaderleiden, Durchfallerkrankungen.
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SONSTIGES

 
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Letzte Änderung: 04.06.2015 / © W. Arnold
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Spacer Spacer Heilpflanzen Spacer Spacer Spacer Spacer
 
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Spacer Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008.
Spacer M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002.
Spacer Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
Spacer Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
Spacer L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.
Spacer M. Pahlow: Das grosse Buch der Heilpflanzen; Nikol Verlag, 2013.


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Spacer Wikipedia


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Sanguisorba officinalis


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  Ordnung
Familie
Unterfamilie
Gattung
Art
Rosales
Rosaceae
Rosoideae
Sanguisorba

Grosser Wiesenknopf
  Wissensch.
Bezeichnung
Sanguisorba officinalis


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Spacer Der Grosse Wiesenknopf ist eine ausgezeichnete Futterpflanze und wird vom Vieh gern gefressen.


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