HEILPFLANZEN

Blasser Sonnehut
- Echinacea pallida

Echinacea pallida (syn. Brauneria pallida, Rudbeckia pallida);
Blasser Sonnenhut (syn. Blasse Kegelblume, Blasser Igelkopf, Prärie-Igelkopf)
Echinacea pallida - Blasser Sonnehut
Echinacea pallida - Blasser Sonnehut

VORKOMMEN

Der Prärie-Igelkopf kommt in den zentralen USA auf trockenen, felsigen Lichtungen und gestörten Prärien vor. Im Osten der USA wurde die Art eingebürgert. Der Prärie-Igelkopf wird selten als Zierpflanze genutzt.

MERKMALE

Der Prärie-Igelkopf ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 100 Zentimeter erreicht. Sie besitzt eine Pfahlwurzel. Die Blätter sind schmal lanzettlich, 5 bis 20 mal so lang wie breit und ganzrandig. Die Strahlenblüten messen 4 bis 8 × 0,3 bis 0,4 Zentimeter, sind blasspurpurn und hängen herab. Der Pollen ist weiss. Blütezeit ist von Juli bis September.
Der blattlose Teil des Stängels ist bei Echinacea purpurea wesentlich kürzer als der beblät­terte Teil, bei Echinacea pallida und Echinacea angustifolia ist es genau umgekehrt.

DROGEN (verwendete Pflanzenteile)

Echinaceae pallidae radix (syn. Radix Echinaceae pallidae);
Sonnenhutwurzel (syn. Kegelblumenwurzel, Echinaceae-pallida-Wurzel, Echinacea­wur­zel), die getrockneten, im Herbst gesammelten Wurzeln.

WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE

Ketoalkenine und Ketoalkene:
Zahlreiche Verbindungen, typisch für Echinacea pallida geltenden Pentadeca- 8Z, 13Z- dien- 11-in-2-on und Pentadeca- 8Z, 11E, 13Z- trien-2-on bzw. dessen Isomere.

Die für Echinacea purpurea charakteristischen Alkylamide sind nicht (z. B. Undeca- 2Z, 4E- dien- 8,10- diinsäureisobutylamid) vorhanden.

EchinacosidKaffeesäurederivate:
Etwa 1 % Echinacosid in der Droge, in geringerer Menge Caffeoylweinsäure sowie die in E. purpurea in etwa 10facher Menge vorhandene Cichoriensäure. Chlorogensäure fehlt praktisch völlig.

Ätherisches Öl: Gehalt 0,2 bis über 2,0 %. Hauptkomponenten sind Pentadeca-8Z-en-2-on und Pentadeca-1,8Z-dien. Ausserdem finden sich weitere Alkene sowie verschiedene Ketoalkene und Ketoalkenine.

Weitere Bestandteile: Polysaccharide und Glykoproteine.

ANWENDUNG

Angaben der Kommission E:

  • Anwendungsgebiete: Zur unterstützenden Therapie grippeartiger Infekte.
  • Gegenanzeigen: Aus grundsätzlichen Erwägungen nicht anzuwenden bei progedienten Systemerkrankungen wie Tuberkulose, Leukosen, Kollagenosen, multipler Sklerose,AIDS-Erkrankung, HIV-Infektion und anderen Autoimmunerkrankungen.
  • Dosierung: Soweit nicht anders verordnet:
    Tagesdosis: Tinktur (1:5) mit 50% (V/V) Ethanol aus nativem Trockenextrakt (50% Ethanol, 7-11:1) entsprechend 900 mg Droge. Angaben zur Dosierung bei Kindern liegen nicht vor.

Volkstümliche Anwendungsgebiete:
In Nordamerika wurde die Droge von den Indianern in vielfältig genutzt. Sie nützten die Pflanze äusserlich bei Wunden, Verbrennungen, Lymphdrüsenschwellungen sowie Insektenstichen. Bei Hals- und Zahnschmerzen wurden die Wurzeln gekaut.
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Innerlich wurde die Wurzel bei Kopfschmerzen, Magenkrämpfen, Husten, Erkältung, Masern, Gonorrhöe und als Gegenmittel bei Bissen von Klapperschlangen und anderen Vergiftungen. angewendet.
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Die Wirksamkeit ist für keines der genannten Anwendungsgebiete wissenschaftlich belegt.
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Es ist nicht immer klar, dass tatsächlich Echinacea pallida und nicht eine andere Echinacea-Art verwendet wurde.

PHARMAKOLOGIE

In einer klinischen Studie konnte nachgewiesen werden, dass sich bei grippalen Infekten nach Applikation einer alkoholisch-wässrigen Tinktur die Krankheitsdauer bei Vorliegen einer bakteriellen Infektion von 13 auf 9,8 Tage und bei viralen Infektionen von 12,9 auf 9,1 Tage verkürzt. Eine gleichzeitige Besserung der Symptome wurde ebenfalls registriert.
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ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG

Nur in Fertigpräparaten, Dosierung siehe oben.

SONSTIGES

Der Name Echinacea stammt vom griechischen echinos (= Igel), ab, und bezieht sich auf die stachligen Fruchtböden. Die Pflanze wurde bereits von den Indianern Nordamerikas als Antiseptikum gegen Entzündungen, Eiterungen und Furunkel genutzt. Vor allem die Sioux-Indianer gebrauchten die Pflanze als Gegenmittel bei Schlangenbissen.
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Letzte Änderung: 28.08.2015 / © W. Arnold
 
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Spacer Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008.
Spacer M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002.
Spacer Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
Spacer Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
Spacer L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.
Spacer M. Pahlow: Das grosse Buch der Heilpflanzen; Nikol Verlag, 2013.

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Spacer Wikipedia

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Echinacea pallida - Blasser Sonnehut

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  Ordnung
Familie
Gattung
Asterales
Asteraceae
Echinacea
  Wiss. Bez. Echinacea pallida

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Spacer .Der schmalblättrige Sonnenhut (Echinaceae angustifoliae) wird praktisch nur noch in homöopa­tischen Arzneimitteln und einigen Tierarznei­mitteln verwendet.

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Spacer Kommission E:
- positive Bewertung
Spacer Klinische Studien: positiv