| HEILPFLANZEN |
Vitis vinifera - Weinrebe |
| Wein (syn. Weinstock, Weinrebe) |
| Die Kulturform der Weinrebe stammt vermutlich aus dem Mittelmeergebiet und wurde fast weltweit in sämtlichen gemässigten Klimaregionen eingeführt. |
| Holzige Kletterpflanze mit grossen gelappten Blättern, Kletterranken, unscheinbaren Blüten und saftigen grünen oder roten Beeren in Rispen. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Samen (für Extrakte), sehr selten die Blätter. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Traubenkernöl:
nicht hydrolysierbare oder kondensierte Gerbstoffe, besser bekannt unter anderen Bezeichnungen (Proanthocyanidine, Leucoanthocyanidine, Polyphenole oder Pycnogenole).
Rote Trauben und Rotwein:
Anthocyane (vorwiegend 3-Glykoside von Cyanidin und Paeonidin), organische Säuren, Gerbstoffe und weitere phenolische Verbindungen. |
| Traubenkerne sind eine kommerziell wichtige Quelle für die gesundheitlich wichtigen Antioxidantien (Radikalfänger). Die Blätter von Rotweinreben wurden in der traditionellen Medizin in gewissem Mass zur Behandlung von Durchfall, Durchblutungsförderung und zur Kontrolle von Blutungen eingesetzt. Wein, insbesondere Rotwein, soll bei mässigem Verzehr gesund sein. |
Oligomere Proanthocyanidine (OPC) sind Antioxidantien und Radikalfänger. Wegen der grossen Anzahl von phenolischen Hydroxylgruppen können OPC multiple nicht-kovalente Bindungen mit Proteinen bilden. OPC hemmen die Lipid-Peroxidase, das Angiotensin Converting Enzyme (ACE), wie auch spezifisch Collagenase und andere Enzyme, die mit Kapillarbrüchigkeit in Verbindung stehen. Deshalb sind OPC als venentonisierende Mittel nützlich, die die Elastizität und Permeabilität der Venen aufrecht erhalten. Resveratrol und andere phenolische Verbindungen zählen zu den antiarteriosklerotischen Substanzen in Rotwein. |
| ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG |
| Traubenkernöl und seine Produkte werden in relativ hoher Dosierung eingesetzt. Der Extrakt wird konzentriert und dann auf einen Gehalt von 80–85% Proanthocyanidinen eingestellt. Etwa 50-100 mg dieser Extrakte werden als Tagesdosis empfohlen. |
| Letzte Änderung: 11.07.2011 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung |
Vitales
Vitaceae
Vitis
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Wiss. Bez. |
Vitis vinifera |
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OPC werden zu kommerziellen Zwecken auch aus grünen Teeblättern (siehe Camellia sinensis), aus der Rinde der Meerkiefer (Pinus pinaster) und aus Crataegus-Arten gewonnen. |
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Traditionelle Medizin
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