| HEILPFLANZEN |
Veronica officinalis - Echter Ehrenpreis |
Echter Ehrenpreis (syn. Arznei-Ehrenpreis, Wald-Ehrenpreis)

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| Europa, Westasien und Nordamerika; Drogenmaterial vorwiegend aus Wildsammlungen in Osteuropa. |
| Der Echte Ehrenpreis ist eine mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 20 Zentimetern erreicht. Der niederliegende bis aufsteigende Stängel ist graugrün, weich behaart, oben drüsig und wurzelt manchmal. Er bildet vegetativ oft kleine Teppiche. Die breit lanzettlichen bis eiförmigen Laubblätter sind kurz gestielt (2 bis 6 mm) und am Rand fein gesägt. Sie bilden dichtblütige, gestielte traubige Blütenstände. Die hellblauen, blasslila oder weißlichen Blüten haben einen Durchmesser von 6 bis 7 mm. Blütezeit ist von Juli bis September. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Veronicae herba (syn. Herba Betonicae albae, Herba Veronicae); Ehrenpreiskraut (syn. Grundheilkraut, Wundkraut), das getrocknete, während der Blütezeit gesammelte Kraut. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Geringe Mengen (bis zu 1%) an Iridoidglykosiden (Aucubin, Catalpol, die Ester von Catalpol wie Veronicosid und Verprosid, Ladrosid), ferner Flavonoide (Luteolinglykoside, organische Säuren (Chlorogensäure, Kaffeesäure), Gerbstoffe, Triterpene und Sitosterol.
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| Ehrenpreiskraut schützt anscheinend vor Magengeschwüren. Iridoidglykoside aus anderen Arzneipflanzen besitzen antimikrobielle, entzündungshemmende und sekretolytische Wirkung, was die traditionellen Indikationen der Droge teilweise erklären würde. Die Wirksamkeit dieser Indikationen muss jedoch durch klinische Studien bestätigt werden. |
| Traditionelle, in der modernen Phytotherapie wenig genutzte Arzneipflanze. Gelegentliche Anwendung als Expektorans bei Atemwegskatarrh, Verdauungsstörungen, Gallenbeschwerden. Ausserlich: zum Gurgeln bei Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhäute, ferner zur verbesserten Wundheilung, bei Hautjucken und gegen Fussschweiss. Volksmedizinisch wurde Ehrenpreis unter anderem als Expektorans, gegen Arthritis, zum Appetitanregen, als Tonikum und schweisstreibendes Mittel genutzt. Das frische und das getrocknete Kraut sind in der Homöopathie gebräuchlich. |
| ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG |
Tee: 1.5 g Droge in 150 ml Wasser, zwei-bis dreimal täglich.
Ausserliche Anwendung: Aufguss oder Abkochung von 10-20 g Droge auf 1 Liter Wasser. |
1. Veronica officinalis HAB 1; Ehrenpreis, die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen.
Anwendungsgebiet.: chronische Bronchitis, Blasenkatarrh, chronische Hauterkrankungen.

2. Veronica officinalis, äthanol. Decoctum HAB 1; Ehrenpreis, die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen.
Anwendungsgebiet: in der anthroposophischen Therapierichtung. |
| Der Gattungsname Veronica ist vermutlich eine Verstümmelung des Namens Betonica, der nach Plinius vom keltischen Volke der Vetonen abstammen soll. Es ist unklar, ob die Pflanze als Heilmittel im griechischen und römischen Altertum bekannt war. Hohe Wertschätzung genoss die Pflanze im Mittelalter, wie dies in den bekannten Kräuterbüchern zum Ausdruck kommt. |
| Letzte Änderung: 07.12..2010 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung
Art |
Lamiales
Plantaginaceae
Veronica
Echter Ehrenpreis
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Wiss. Bez. |
Veronica officinalis |
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Die im Mittelalter früher hoch geschätzte Pflanze hat heutzutage ihre Bedeutung verloren und wird praktisch nicht mehr verwendet. |
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Das junge Kraut kann in der Küche ebenso wie Brunnenkresse zu Salat oder Gemüse verarbeitet werden. |
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Tradit. Medizin
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