HEILPFLANZEN
Thymus vulgaris - Echter Thymian
Thymus vulgaris (syn. Thymus aestivus, T. durius, T. ilerdensis, T. niger, T. odoratus, T. valentinus, T. webbianus);

Echter Thymian (syn. Gartenthymian, Gemeiner Thymian, Römischer Thymian),
Thymus vulgaris - Echter Thymian
Thymus vulgaris - Echter Thymian
Thymus vulgaris - Echter Thymian
VORKOMMEN
Süd- und Südosteuropa (Thymus vulgaris), Spanien und Portugal (Thymus zygis), West- und Nordeuropa bis zur Ukraine (Thymus serpyllum) und weite Teile von Europa (Thymus pulegioides); Der Thymian wird weltweit angebaut, ist aber auch eine beliebte Gartenpflanze.
MERKMALE
Zwergstrauch mit gegenständigen, kleinen graugrünen Blättern und violetten Blüten in köpfchenförmigen Blütenständen. Auch Thymus zygis dient als Stammpflanze für Thymiankraut; häufig verwendet werden ferner folgende, weniger wirksame Arten: Quendel (Feldthymian) (Thymus serpyllum), Arzneithymian (Thymus pulegioides) und Zitronenthymian (Thymus. x citriodora - eine Hybride zwischen Thymus vulgaris und Thymus pulegioides).
DROGEN (verwendete Pflanzenteile)
Getrocknete Blätter und Blüten (Thymiankraut - Thymi herba), ätherisches Öl (Thymi aetheroleum).
WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE
Thymol, CarvacrolDas ätherische Öl variiert sehr stark; Öl von guter Qualität besitzt einen hohen Thymol-(30–50%) und Carvacrolgehalt (1–5%), ferner kleinere Mengen von Linalool, p-Cymen, Cineol, Thujan-4-ol und α-Pinen. Das Kraut enthält viel Labiatengerbstoffe (bis zu 7%), mehrere Polymethoxyflavone, Triterpene und Polysaccharide.
PHARMAKOLOGIE
Thymianöl und Thymol sind sehr antibiotisch (Thymol ist 25-mal wirksamer als Phenol). Den Polymethoxyflavonen und Monoterpenen wird krampflösende, entzündungshemmende und hustenreizstillende Wirkung zugeschrieben.
ANWENDUNG
Krautdroge: meistens bei Magendarmbeschwerden und gegen Erkältung, Bronchitis und Entzündungen der oberen Atemwege. Örtliche Anwendung (oft mit Salbeiextrakten) bei Entzündungen von Mund- und Rachenschleimhäuten sowie zur Behandlung kleinerer Wunden. Äther. Öl: als Badezusatz bei Bronchialkatarrh und Hautjucken.
HOMÖOPATHIE
Thymus vulgaris HAB 1; Thymian, die frischen, oberirdischen Teile blühender Pflanzen. Anwendungsgebiet: Bronchialerkrankungen.
SONSTIGES
Bereits im Altertum wurden verschiedene Thymian-Arten benutzt, unter denen sich vermutlich auch der heute offizinelle Thymus vulgaris befand. Dioskurides kannte seine Verwendung als Gewürz und zu medizinischen Zwecken, Alexander Trallianus verordnete die Droge ebenfalls. Im Mittelalter wird Thymus wenig erwähnt, doch war die Droge der Heiligen Hildegard von Bingen bekannt. Im 16. und 17. Jh. ist Thymian in den Apotheken offizinell, das ätherische Öl war schon 1589 im Dispensatorium Noricum (Nürnberger Arzneibuch) erwähnt. Das Thymol wurde 1853 aus Thymianöl isoliert und bald darauf medizinisch verwendet. Der Gattungsname Thymus ist zwar griechischen Ursprungs und von thymos (Mut) abgeleitet. Allerdings wird die Bezeichnung wiederum auf das ägyptische tham zurückgeführt, ein Hinweis auf eine im alten Ägypten verwendete Thymus-Art zur Leichenwaschung. Die bereits bei Hippokrates in hohem Ansehen stehende Heilpflanze wurde schon damals bevorzugt bei Erkrankungen der Atmungsorgane eingesetzt.
Letzte Änderung: 17.07.2009 / © W. Arnold

 

 
Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004.
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.


Wikipedia


Thymus vulgaris - Echter Thymian
Thymus vulgaris - Echter Thymian
Thymus vulgaris - Echter Thymian
Thymus vulgaris - Echter Thymian
Thymus vulgaris - Echter Thymian


  Ordnung
Familie
Gattung
Art
Lamiales
Lamiaceae
Thymus

Echter Thymian
  Wiss. Bez. Thymus vulgaris


Thymian und Thymianöl werden häufig in Kosmetika und zum Aromatisieren von Lebensmitteln und alkoholhaltigen Getränken genutzt.


Thymian regt die Kontraktion der Gebärmutter an. Thymiantee sollte deswegen niemals in der Schwangerschaft getrunken werden.