| HEILPFLANZEN |
Thuja occidentalis - Abendländischer Lebensbaum |
| Abendländischer Lebensbaum (syn. Amerikanischer Lebensbaum, Lebensbaum) |
| Der Abendländische Lebensbaum ist in Ostkanada und den nordöstlichen USA mit einem Hauptverbreitungsgebiet rund um die Grossen Seen heimisch. Dort gehört er zu den bedeutendsten Waldbaumarten. In Europa wird er überall häufig angepflanzt, und zwar überwiegend als zypressenähnlicher Baum auf Friedhöfen sowie als ganzjährig blickdichte Hecke in Gartenumfriedungen. Regelrecht in Massen werden die zahlreichen oft zwergwüchsigen Zuchtformen angepflanzt. Auf nassen Böden wächst der Abendländische Lebensbaum am besten; er verträgt aber auch trockene Standorte, vor allem wenn sie schattig sind. |
| Immergrüner, bis 20 m (in einzelfällen bis 38 m) hoher Baum mit abgeflachten Zweigen, die schuppenähnliche Blätter tragen, sowie unscheinbaren männlichen Zapfen und kleinen, eiförmigen weiblichen Zapfen mit überlappenden Zapfenschuppen. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
1. Thujae aetheroleum (syn. Oleum Thujae); Thujaöl, das durch Wasserdampfdestillation der Blätter und Zweigenden gewonnene ätherische Öl.

2. Thujae summitates (syn. Frondes Thujae, Herba arbores vitae, Herba Thujae occidentalis, Ramuli arboris vitae, Summitates Thujae); Lebensbaumblätter (syn. Lebensbaumspitzen, Weihrauchblätter), die getrockneten jüngeren Zweige.
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| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Die Wirksamkeit der Droge wird auf das ätherische Öl (0,4–1%) zurückgeführt. Der Hauptinhaltsstof ist Thujon (α-Thujon und β-Thujon), die bis zu 65% des Gesamtöls ausmachen können; ferner liegen vor: α-Pinen, Campher, Borneol und Fenchon sowie Sesquiterpene, Flavonoide und Polysaccharide.
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| Ausschliesslich als Bestandteil von Fertigarzneimitteln in Kombination mit weiteren Drogenpräparaten bei akuten und chronischen Atemwegsinfekten, zuweilen als Begleittherapie zur Antibiotikabehandlung sowie bei bakteriellen Hautinfekten, auch Herpes simplex labialis. Volkstümlich ferner bei rheumatischen Beschwerden und Gicht als Einreibung. Missbräuchlich diente die Droge auch als Abortivum. Die homöopathische Urtinktur dient als "Thuja extern" zur Warzenbehandlung. Infolge hoher Toxizität des äther. Öles darf eine unkontrollierte innerliche Nutzung nicht erfolgen. |
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| Thujon ist ein bekanntes Nervengift (siehe Artemisia absinthium), deshalb wird die innerliche Anwendung nicht empfohlen. Wegen der kumulativen Wirkung kann die Aufnahme über einen längeren Zeitraum besonders schädlich sein. Die wasserlösliche Polysaccharidfraktion besitzt immun-stimulierende Eigenschaften - die Kombination aus Echinacea, Thuja, und Baptisia tinctoria wird phytotherapeutisch als Immunstimulans genutzt. |
| ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG |
| Da die Dosierung genau bestimmt werden muss, verwendet man nur selten Aufgüsse, sondern bevorzugt gewöhnlich alkoholische Extrakte, z. B. in verschiedenen Handelspräparaten. Man kann das aetherische Öl oder Extrakte als Counterirritans in die Haut einreiben, um Rheumaschmerzen, steife Muskeln sowie Warzen, Hautinfekte, Ausschläge und Neuralgien zu behandlen. |
Thuja occidentalis HAB 1; Abendländischer Lebensbaum, die frischen, beblätterten, einjährigen Zweige.
Anwendungsgebiet: Konstitutionsmittel bei Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems, des Auges, des lymphatischen Systems, des Magen-Darm-Traktes, der männlichen und weiblichen Geschlechtsorgane, der Haut sowie des Stütz- und Bewegungsapparates. |
| Der Gattungsname Thuja wird vom griechischen thyo (opfern) abgeleitet, da das angenehm riechende Holz bei Opfern verbrannt wurde. Unter dem Namen Ramuli arboris vitae waren die grünen Zweige früher offizinell und wurden als harn- und schweisstreibendes Mittel eingesetzt. |
| Letzte Änderung: 16.08.2011 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung |
Coniferales
Cupressaceae
Thuja
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Wiss. Bez. |
Thuja occidentalis |
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Thuja ist z.B. als Tinktur, homöopathische Urtinktur, Essenz (Wala), Salbe (Weleda), in Form von Globuli, Dilutionen, Lutschtabletten und Lösungen im Handel. Die Arzneimittel sind von verschiedenen Herstellern alternativmedizinscher Arzneimittel erhältlich. Einige Apotheken stellen Thuja-Warzenmittel auch als Hausspezialität her. |
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Das ätherische Öl wird kommerziell in Desinfektionsmitteln, Kosmetika und Insektiziden (Fliegen und Zecken) eingesetzt. |
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Thujakraut ist giftig, und sollte ausschliesslich in Form geeigneter Fertigarzneimittel eingesetzt werden. |
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Traditionelle Medizin
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