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HEILPFLANZEN |
Taxus baccata - Eibe |
| Taxus baccata L. Eibe (syn. Eife, Ibenbaum, Kantelbaum, Taxbaum, Ybe). |
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Botanische Familie: Taxaceae |
| Die männliche Blüte der Eibe |
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| HERKUNFT |
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Europa und Mittelmeergebiet (T. baccata) oder Westküstengebiete von Nordamerika (T. brevifolia). |
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| MERKMALE |
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Immergrüner, langlebiger, bis 20 m hoher Nadelbaum mit dickem Stamm, rotbrauner Rinde und schmalen dunkelgrünen in zwei Zeilen angeordneten Nadelblättern. Die männlichen Zapfen sind unscheinbar, die reifen weiblichen Samen sind von einem scharlachroten Arillus (Mantel) umgeben. Sieben nahe verwandte Taxus-Arten sind bekannt. – einige Botaniker betrachten sie nur als Varietäten. Eiben enthalten den Antitumorwirkstoff Taxol, der aus der Rinde der Pazifischen Eibe (T. brevifolia) isoliert wurde. |
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| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Rinde (ursprünglich); heutzutage die Blätter von T. baccata, T. x media und T. wallichiana, die wiederhohlt geerntet werden können. |
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| INDIKATION |
| Krebsbehandlung |
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| ANWENDUNG |
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Eibenrinde oder -blätter sind zur Selbstmedikation nicht geeignet; sie sind jedoch Lieferant von Taxol und ähnlichen Verbindungen, die zur Behandlung von fortgeschrittenem Ovarial- und Mammakarzinom, vermutlich auch von anderen Krebsarten, hoch wirksam sind. |
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| WIRKSTOFFE |
In Eiben kommen zahlreiche Diterpene mit einem Taxan-Grundgerüst
vor. Taxol, auch als Paclitaxel (ein Diterpenpseudoalkaloid)
bekannt, wurde als erste Verbindung extrahiert und eingesetzt.
Heutzutage werden Diterpene wie 10-Deacetylbaccatin III aus den
Blättern von T. baccata und anderen Arten extrahiert und
durch Partialsynthese in Strukturanaloga von Taxol überführt, z. B.
Docetaxel (Handelsname Taxotere ®). |
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| PHARMAKOLOGIE |
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Taxol und Docetaxel hemmen als Spindelgifte die Zellteilung und verhindern damit das Tumorwachstum. Während Colchicin und Catharanthus-Alkaloide die Polymerisation von Tubulin (einem dimeren Protein) hemmen, so dass die Mikrotubuli des Spindelapparts nicht gebildet werden können, verhindern Taxol und Docetaxel die Depolymerisation der Mikrotubuli. Die Wirksamkeit wurde durch klinische Studien bestätigt. |
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| WARNUNG |
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Eibe ist in allen Teilen (Arillus ausgenommen) äusserst giftig! |
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| HOMÖOPATHIE |
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Taxus baccata HAB 1; Eibe, die frischen
Zweigspitzen. |
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| SONSTIGES |
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Die Giftwirkung der Eibe ist seit dem Altertum bekannt und wurde sowohl für Mordanschläge als auch für Suizide genutzt. Früher, besonders im 17. und 18. Jh., wurde der immergrüne Baum häufig als Hecke zur Flurabgrenzung eingesetzt. Der Gattungsname Taxus ist indogermanischer Herkunft, abgeleitet von teks (künstlich herstellen), da das Holz für Schnitzereien verwendet wurde; bacca (lat., Beere, d.h. beerentragend), bezieht sich auf die Frucht. Die deutsche Bezeichnung Eibe ist auf das althochdeutsche iwa zurückzuführen. |
| Letzte Änderung: 20.11.2007 / © W. Arnold |
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