HEILPFLANZEN
Taxus baccata - Eibe
Taxus baccata - Eibe (syn. Eife, Ibenbaum, Kantelbaum, Taxbaum, Ybe).
Taxus baccata - Eibe
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Taxus baccata - Eibe
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VORKOMMEN
Auf der nördlichen Erdhalbkugel, weltweit als Ziergehölz kultiviert. Wildwachsende Eiben­bestände stehen unter Artenschutz!
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MERKMALE
Immergrüner, langlebiger, bis 20 m hoher Nadelbaum mit dickem Stamm, rotbrauner Rinde und schmalen dunkelgrünen in zwei Zeilen angeordneten Nadelblättern. Die männlichen Zapfen sind unscheinbar, die reifen weiblichen Samen sind von einem scharlachroten Arillus (Mantel) umgeben. Sieben nahe verwandte Taxus-Arten sind bekannt. Eiben enthalten den Antitumorwirkstoff Taxol, der aus der Rinde der Pazi­fi­schen Eibe (T. brevifolia) isoliert wurde.
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DROGEN (verwendete Pflanzenteile)
Herba Taxi baccatae; Eibenblätter (syn. Taxus-baccata-Blätter). Die Droge ist stark giftig! Es werden vor allem die Blätter von T. baccata, T. x media und T. wallichiana, die wieder­hohlt geerntet werden können verwendet.
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WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE
TaxolIn Eiben kommen zahlreiche Diterpene mit einem Taxan-Grundgerüst vor. Taxol, auch als Paclitaxel (ein Diterpen­pseudo­alkaloid) bekannt, wurde als erste Ver­bind­ung extrahiert und eingesetzt. Heutzutage werden Diterpene wie 10-Deacetylbaccatin III aus den Blättern von T. baccata und anderen Arten extra­hiert und durch Partialsynthese in Struk­tur­analoga von Taxol überführt, z. B. Docetaxel (Handelsname Taxotere ®).
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PHARMAKOLOGIE
Taxol und Docetaxel hemmen als Spindelgifte die Zellteilung und verhindern damit das Tumorwachstum. Während Colchicin und Catharanthus-Alkaloide die Polymerisation von Tubulin (einem dimeren Protein) hemmen, so dass die Mikrotubuli des Spindelapparts nicht gebildet werden können, verhindern Taxol und Docetaxel die Depolymerisation der Mikrotubuli. Die Wirksamkeit wurde durch klinische Studien bestätigt.
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ANWENDUNG
Eibenrinde oder -blätter sind zur Selbstmedikation nicht geeignet; sie sind jedoch Lie­ferant von Taxol und ähnlichen Verbindungen, die zur Behandlung von fortge­schrit­tenem Ovarial- und Mammakarzinom, vermutlich auch von anderen Krebsarten, hoch wirksam sind.
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HOMÖOPATHIE
Taxus baccata HAB 1; Eibe, die frischen Zweigspitzen.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes sowie der Haut.
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SONSTIGES
Die Giftwirkung der Eibe ist seit dem Altertum bekannt und wurde sowohl für Mordan­schläge als auch für Suizide genutzt. Früher, besonders im 17. und 18. Jh., wurde der immergrüne Baum häufig als Hecke zur Flurabgrenzung eingesetzt. Der Gattungsname Taxus ist indogermanischer Herkunft, abgeleitet von teks (künstlich herstellen), da das Holz für Schnitzereien verwendet wurde; bacca (lat., Beere, d.h. beerentragend), bezieht sich auf die Frucht. Die deutsche Bezeichnung Eibe ist auf das althochdeutsche iwa zurückzuführen.
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Letzte Änderung: 28.08.2010 / © W. Arnold
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Spacer Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004.
Spacer A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2.
Spacer Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
Spacer M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002.
Spacer H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9.
Spacer Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008.
Spacer Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
Spacer L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.


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Spacer Wikipedia
Spacer Schutzgemeinschaft Deutscher Wald - Die Eibe (PDF, 2.92 MB)


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Taxus baccata - Eibe
Taxus baccata - Eibe


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  Ordnung
Familie
Gattung
Art
Coniferales
Taxaceae
Taxus
Europäische Eibe
  Wiss. Bez. Taxus baccata


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Spacer Die Eibe kann ein sehr hohes Alter erreichen. Sie älteste und schatten­ver­träglichste Baumart Europas.


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Spacer Eiben enthalten den Anti­tumor­wirk­stoff Taxol, der aus der Rinde der Pazifischen Eibe (T. brevifolia) isoliert wurde.


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Spacer Eibe ist in allen Teilen (Arillus ausge­nommen) äusserst giftig!


Status
Spacer Moderne Medizin, Pharma
klinische Studien: fürTaxol positiv

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