HEILPFLANZEN
Rubus fruticosus - Brombeere
Rubus fruticosus L. (syn. Rubus plicatus); Brombeere (syn. Brambeere, Kratzbeere),
Rubus fruticosus - Brombeere
Rubus fruticosus - Brombeere
VORKOMMEN
Europa und Mittelmeergebiet; auf allen Kontinenten eingebürgert.
MERKMALE
Der kriechende und dornige Strauch (bis zu 3 m) trägt gefiederte Blätter, die auf der Mittelrippe bedornt und auf der Unterseite spärlich behaart sind. Aus den weissen bis rosafarbenen Blüten entwickeln sich die schwarzen Brombeeren.
DROGEN (verwendete Pflanzenteile)
Rubi fruticosi folium (syn. Folia Rubi fruticosi); Brombeerblätter.
WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE
Gerbstoffe (5-14 %), Flavonoide, Vitamin C, Schleimstoffe, äther. Öl, Citronensäure, Isocitronensäure.
PHARMAKOLOGIE
Der Gerbstoffgehalt der Blätter ist in Einklang mit der beobachteten adstringierenden und Durchfall lindernden Wirkung.
ANWENDUNG
Als Adstringens und Antidiarrhoikum, in Gurgelwässern und Waschungen bei Hautausschlägen; in der Volksheilkunde früher auch bei übermässiger Menstruation, Weissfluss sowie zur Blutreinigung. Die Droge dient nach Fermentation als Ersatz für chinesischen Tee und wird daher als coffeinfreier Frühstückstee gehandelt.
HOMÖOPATHIE
Rubus fruticosus HAB 1; Brombeere, die frischen, schwach behaarten Blätter.
SONSTIGES
Der lateinische Gattungsname Rubus, abgeleitet von ruber (rot), der roten Früchte wegen, wurde neben verschiedenen Rubus-Arten auch für einige Wildrosen gebraucht. Der Artname fruticosus, abgeleitet von frutex (lat., Strauch) weist auf den Habitus der Pflanze hin. Die deutsche Bezeichnung Brombeere wird auf das mittelhochdeutsche bräme, allgemein als Dornstrauch bezeichnet, zurückgeführt. Blätter und Früchte des Brombeerstrauches finden bereits in den hippokratischen Schriften Erwähnung und dienten zur Behandlung von eiternden und leicht blutenden Geschwüren.
Letzte Änderung: 16.02.2009 / © W. Arnold

 

 
Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004.
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.


Wikipedia




  Ordnung
Familie
Unterfamilie
Gattung
Art
Rosales
Rosaceae
Rosoideae
Rubus

Brombeere
  Wiss. Bez. Rubus fruticosus


Die frühere Verwendung der Wurzel als Heilmittel ist unbewiesen und nicht mehr gebräuchlich.


Schom zur Zeit von Hippokrates im 4. Jahrhundert v. Chr. wurde die Brombeerpflanze in der Medizin verwendet.