| HEILPFLANZEN |
Rubus fruticosus - Brombeere |
| Rubus fruticosus L. (syn. Rubus plicatus); Brombeere (syn. Brambeere, Kratzbeere), |
| Europa und Mittelmeergebiet; auf allen Kontinenten eingebürgert. |
| Der kriechende und dornige Strauch (bis zu 3 m) trägt gefiederte Blätter, die auf der Mittelrippe bedornt und auf der Unterseite spärlich behaart sind. Aus den weissen bis rosafarbenen Blüten entwickeln sich die schwarzen Brombeeren. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Rubi fruticosi folium (syn. Folia Rubi fruticosi); Brombeerblätter. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
| Der Gerbstoffgehalt der Blätter ist in Einklang mit der beobachteten adstringierenden und Durchfall lindernden Wirkung. |
| Als Adstringens und Antidiarrhoikum, in Gurgelwässern und Waschungen bei Hautausschlägen; in der Volksheilkunde früher auch bei übermässiger Menstruation, Weissfluss sowie zur Blutreinigung. Die Droge dient nach Fermentation als Ersatz für chinesischen Tee und wird daher als coffeinfreier Frühstückstee gehandelt. |
| Rubus fruticosus HAB 1; Brombeere, die frischen, schwach behaarten Blätter. |
| Der lateinische Gattungsname Rubus, abgeleitet von ruber (rot), der roten Früchte wegen, wurde neben verschiedenen Rubus-Arten auch für einige Wildrosen gebraucht. Der Artname fruticosus, abgeleitet von frutex (lat., Strauch) weist auf den Habitus der Pflanze hin. Die deutsche Bezeichnung Brombeere wird auf das mittelhochdeutsche bräme, allgemein als Dornstrauch bezeichnet, zurückgeführt. Blätter und Früchte des Brombeerstrauches finden bereits in den hippokratischen Schriften Erwähnung und dienten zur Behandlung von eiternden und leicht blutenden Geschwüren. |
| Letzte Änderung: 16.02.2009 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Unterfamilie
Gattung
Art |
Rosales
Rosaceae
Rosoideae
Rubus
Brombeere
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Wiss. Bez. |
Rubus fruticosus |
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Die frühere Verwendung der Wurzel als Heilmittel ist unbewiesen und nicht mehr gebräuchlich. |
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Schom zur Zeit von Hippokrates im 4. Jahrhundert v. Chr. wurde die Brombeerpflanze in der Medizin verwendet. |
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