| HEILPFLANZEN |
Rhododendron ferrugineum - Rostblättrige Alpenrose |
Rhododendron ferrugineum (syn. Chamaerhododendron ferrugineum);
Rostblättrige Alpenrose. |
| In etwa 1500-2800 m Höhe in der gesamten Alpenkette, der Pyrenäen, dem Appenin und der südkroatischen Gebirge. |
| Immergrüner Strauch mit stark buschigem Wuchs. Die Alpenrose erreicht Wuchshöhen von 30 bis 130 cm. Die kräftigen Äste und Zweige sind reich verzweigt. Junge Triebe sind rotbraun beschuppt. Äste und Zweige sind grau berindet. Die wechselständig angeordneten Blätter treten an den Zweigenden gehäuft auf und werden zwischen einem und zwei Zentimeter lang, sowie bis einen Zentimeter breit. Die zwittrigen etwa fünf bis acht Millimeter lang gestielten Blüten stehen zu mehreren in einer gedrängten, endständigen Traube. Die innen behaarte Krone ist breit-trichterförmig und tiefrosa bis kräftig rot. Sie wird bis 2 Zentimeter lang und ebenso breit. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
Rhododendron ferrugineum-Blätter (syn. Folia Rhododendri, Folia Rhododendri ferruginei, Folia Rhododendri fusci, Rhododendri ferruginei folium);
Alpenrosenblätter (syn. Rostfarbene Alpenrosenblätter), die getrockneten Laubblätter. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Unter anderem Rhododendrin (Betulosid), ein Phenylbutanglucosid sowie Triterpene. Arbutin ist nicht enthalten. Acetylandromedol soll nicht vorhanden sein, die Angaben hierüber sind jedoch widersprüchlich.

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| Bei Gicht, Steinbeschwerden, rheumatischen Beschwerden, Neuralgien, Muskelschmerzen, Migräne, Wetterfühligkeit, Bluthochdruck und Altersbeschwerden verwendet. Die Wirksamkeit bei diesen Anwendungsgebieten ist jedoch wissenschaftlich nicht belegt. Ein therapeutischer Einsatz der Droge ist nicht zu vertreten, da Risiken durch die unklare Inhaltsstofflage nicht ausgeschlossen werden können. |
| ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG |
| Die Tagesdosis beträgt 5 bis 6 g; als Teeaufguss zubereitet. |
| Rhododendron ferrugineum HAB 34; die getrockneten, beblätterten Zweige. Anwendungsgebiet: Rheuma, Nervenschmerzen, Hodenentzündungen. |
| Der Gattungsname Rhododendron wurde aus den griechischen Bezeichnungen rhodon (Rose) und dendron (Baum) gebildet. Die Artnamen, z.B. aureum oder chrysanthemum (goldblumig), weisen lediglich auf die Blütenfarbe hin. Die Droge, Folia Rhododendri chrysanthi, war bei den Einwohnern Sibiriens seit langem bekannt und geschätzt und als Diuretikum, Diaphoretikum sowie gegen Gicht und Rheuma verwendet. |
| Letzte Änderung: 06.02.2011 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung |
Ericales
Ericaceae
Rhododendron
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Wiss. Bez. |
Rhododendron ferrugineum |
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Bei Stämmchen mit einem Durchmesser von ein bis zwei Zentimeter wurde ein Alter von nahezu 100 Jahren festgestellt. Die Pflanze wird von Bergbauern auch Echte Alpenrose oder Rostzetten genannt. |
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