Potentilla anserina  -   Gänsefingerkraut

Potentilla anserina (syn. Argentina anserina, A. vulgaris, Dactylophyllum anserina, Fragaria anserina, Potentilla argentina);

Gänsefingerkraut (syn. Gänserich, Ganskraut, Krampfkraut, Silberkraut),

 
 

links:
Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé;
Flora von Deutschland Österreich und
der Schweiz (1885)
 

 

 Referenzierte Literatur für die folgenden Angaben:
Aldo Poletti; Prof. Dr. Heinz Schilcher; Dr. Alfred Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2
Prof. Dr. Hans Flück: Unsere Heilpflanzen, Ott-Verlag, Thun 1941.
Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg.
Prof. Dr. Heinz Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9.
Jaques De Sloover, Martine Goossens: Wildpflanzen (Gewürzkräuter und Heilpflanzen); Benziger Verlag, 1982; ISBN 3 545 34025 2.
M. Pahlow: Das grosse Buch der Heilpflanzen; Bechtermünz Verlag 2002; ISBN 3-8289-1839-5.
Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004.
Max Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 2002.
VORKOMMEN
Gemässigte und kalte Zonen der nördlichen Hemisphäre.
DROGE (verwendeter Pflanzenteil)
Anserinae herba (syn. Herba Anserinae, Herba Potentillae argentinae, Potentillae anserinae herba); Fingerkraut (syn. Gänsefingerkraut, Krampfkraut, Silberkraut), die kurz vor oder während der Blüte gesammelten und getrockneten, ganzen oder zerkleinerten Blätter und Blüten
INHALTSSTOFFE
Gerbstoffe (5-10 %, überwiegend Ellagitannine), Flavonolglykoside, unter anderem Quercitrin, Anthocyanidine, Phenolcarbonsäuren, unter anderem p-Cumarsäure, Ferulasäure und Kaffeesäure sowie Vitamine, unter anderem  Ascorbinsäure (300-350 mg/100 g Frischgewicht).
ANWENDUNG
Leichte dysmenorrhoische Beschwerden, zur unterstützenden Behandlung akuter Durchfallerkrankungen sowie bei entzündlichen Prozessen der Mund- und Rachenschleimhaut.
Mittlere Tagesdosis: 4 g Droge, Zubereitung entsprechend. Volkstümlich ferner äusserlich bei schlecht heilenden Wunden.
HOMÖOPATHIE
Potentilla anserina HAB 1; Gänsefingerkraut, die zur Blütezeit geernteten, frischen, oberirdischen Pflanzenteile.

Anwendungsgebiet:  Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der weiblichen Geschlechtsorgane sowie bei spastischer Diathese.
SONSTIGES

Der Gattungsname Potentilla leitet sich vom lateinischen potens (mächtig) ab, Bezug nehmend auf die grosse Heilkraft, die man der Pflanze zumass. Der Artname anserina, vom lateinischen anser (Gans), bezieht sich auf die Verwendung als Gänsefutter. Bereits Dioskurides verwandte die Pflanze, unter anderen bei Diarrhoe.

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