| HEILPFLANZEN |
Podophyllum peltatum - Gewöhlicher Maiapfel
Podophyllum hexandrum - Himalaya-Maiapfel
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Podophyllum peltatum - Gewöhlicher Maiapfel |
Podophyllum hexandrum - Himalaya-Maiapfel |
| Östliches Nordamerika (Podophyllum peltatum) Texas, Florida, sowohl wildwachsend als auch kultiviert. Im Himalajagebiet ist Podophyllum hexandrum beheimatet. |
| Mehrjährige Pflanze mit verzweigten Rhizomen; oberirdisch nur zwei grosse, tief eingeschnittene, schirmförmige Blätter und eine einzige weisse Blüte an der Blattbasis. Die fleischige, eiförmige Frucht ist in unreifem Zustand giftig, reif jedoch essbar. Die wichtigste asiatische Art ist der Himalaja-Maiapfel (P. hexandrurm). |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
1. Radix Podophylli peltati (syn. Rhizoma Podophylli, Rhizoma Podophylli peltati); Podophyllwurzel (syn. Amerikanische Podophyllwurzel, Fussblattwurzel, Maiapfelwurzel, Podophyllwurzelstock), der Wurzelstock;

2. Podophyllinum (syn. Resina Podophylli); Podophyllin (syn. Podophyllumharz), das Harz der Wurzeln und des Wurzelstockes. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Rhizom und Wurzeln enthalten bis zu 6% einer harzartigen Substanz, das so genannte Podophyllumharz oder Podophyllin. Es enthält bis zu 50% Podophyllotoxin, ein Lignan mit mitosehemmender Aktivität. Verwandte Substanzen sind α- und β-Peltatine, Deosoxypodophyllotoxin und ihre Glykoside. Das instabile Podophyllotoxin wird durch chemische Partialsynthese in die zytostatisch wirksamen Substanzen wie Teniposid und Etoposid überführt.

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| Podophyllotoxin und Peltatine hemmen das Tumorwachstum, indem sie die Ausbildung des Spindelapparats hemmen und damit die Zellteilung zu Beginn der Metaphase verhindern. Teilsynthetische Derivate (mit geringeren Nebenwirkungen) helfen als DNA-Topoisomerase-Hemmer ebenfalls in der Tumortherapie. Sie führen zu Nekrosen, wenn sie auf äusserliche Karzinome oder Warzen von weniger als 4 cm Grösse aufgetragen werden. |
| Traditionell als starkes Abführmittel und zur Entfernung von Feigwarzen. Etoposid, Mitoposid und Teniposid (partialsynthetisch aus den Lignanen) sind wichtige Chemotherapeutika in der Tumorbehandlung (auch bei Hodenkrebs und Lymphomen). |
Podophyllum peltatum HAB 1; Maiapfel, die frischen, nach völliger Reife der Früchte geernteten, unterirdischen Teile.

Anwendungsgebiet: Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse sowie der weiblichen Geschlechtsorgane. |
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| Die englischen Siedler in Nordamerika bezeichneten Podophyllum peltatum ursprünglich als Mandrake, dem englischen Namen für Alraune (Mandragora officinarum), weil deren Wurzel von den Indianern als Amulett und Medizin verwendet wurde, obwohl keine psychoaktiven Inhaltsstoffe nachgewiesen wurden. Der Gattungsname Podophyllum wird vom griechischen pous, podos (Fuss) und phyllon (Blatt) abgeleitet. Der Artname peltatum wird von pelta (kleiner, leichter Schild) gebildet, Bezug nehmend auf die schildförmigen Blätter. Die Indianer Nordamerikas nutzten die Wurzel von Podophyllum peltatum seit alters her als Anthelmintikum und Emetikum. Im Jahre 1820 wurde die Droge in die amerikanische und 1864 in die britische Pharmakopöe übernommen und als Leber- und Gallemittel sowie als drastisch wirkendes Abführmittel eingesetzt. |
| Letzte Änderung: 10.09.2010 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Unterfamilie
Gattung
Art |
Ranunculales
Berberidaceae
Berberidoideae
Podophyllum
Gewöhlicher Maiapfel
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Wiss. Bez. |
Podophyllum peltatum |
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Den Indianern von Nordamerika ist die Wurzel des Podophyllum peltatum seit alters her als Anthelmintikum und Emetikum bekannt. Der Saft der Wurzel wurde bei ihnen als Mittel gegen Schwerhörigkeit in die Ohren geträufelt. |
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Innerliche und parenterale Anwendung nur unter strikter ärztlicher Aufsicht; nicht in der Schwangerschaft anwenden. |
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