Podophyllum peltatum - Fussblatt (Maiapfel) |
| Botanische Famile: Berberidaceae (Sauerdorngewächse) |
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VORKOMMEN |
| östliches Nordamerika, Texas, Florida, sowohl wildwachsend als auch kultiviert. |
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DROGE (verwendeter Pflanzenteil) |
| 1. Radix
Podophylli peltati (syn. Rhizoma Podophylli, Rhizoma
Podophylli peltati); Podophyllwurzel (syn. Amerikanische
Podophyllwurzel, Fussblattwurzel, Maiapfelwurzel, Podophyllwurzelstock),
der Wurzelstock; 2. Podophyllinum (syn. Resina Podophylli); Podophyllin (syn. Podophyllumharz), das Harz der Wurzeln und des Wurzelstockes. |
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| INHALTSSTOFFE |
| 1. Radix
Podophylli peltati Harz (2-8 %). 2. Podophyllinum Lignane (20 %), wie Podophyllotoxin, Peltatine, u.a. a- und b-Peltatin, 4'-Desmethylpodophyllotoxin, Desoxypodophyllotoxin. |
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| ANWENDUNG / WIRKUNG |
| 1. Radix
Podophylli peltati als drastisches Laxans und zur Gewinnung
von Podophyllinum 2. Podophyllinum Die Podophyllotoxine hemmen die Mitose durch eine Tubulinbindung und stoppen damit die Zellteilung. Diese Eigenschaft macht sie zur Therapie von Tumoren geeignet. Früher als drastisches Abführmittel eingesetzt. Heute verwendet man eine 5-25%ige ethanolische Lösung zur Behandlung von spitzen Kondylomen (Feigwarzen). Halbsynthetische Derivate dienen inzwischen als Zytostatika (z.B. Etoposid). |
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| HOMÖOPATHIE |
| Podophyllum
peltatum HAB 1; Maiapfel, die frischen, nach völliger Reife der
Früchte geernteten, unterirdischen Teile. Anwendungsgebiet: Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse sowie der weiblichen Geschlechtsorgane. |
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| SONSTIGES |
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Die englischen Siedler in Nordamerika bezeichneten Podophyllum peltatum ursprünglich als Mandrake, dem englischen Namen für Alraune (Mandragora officinarum), weil deren Wurzel von den Indianern als Amulett und Medizin verwendet wurde, obwohl keine psychoaktiven Inhaltsstoffe nachgewiesen wurden. Der Gattungsname Podophyllum wird vom griechischen pous, podos (Fuss) und phyllon (Blatt) abgeleitet. Der Artname peltatum wird von pelta (kleiner, leichter Schild) gebildet, Bezug nehmend auf die schildförmigen Blätter. Die Indianer Nordamerikas nutzten die Wurzel von Podophyllum peltatum seit alters her als Anthelmintikum und Emetikum. Im Jahre 1820 wurde die Droge in die amerikanische und 1864 in die britische Pharmakopöe übernommen und als Leber- und Gallemittel sowie als drastisch wirkendes Abführmittel eingesetzt. |
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