| HEILPFLANZEN |
Physochlaina physaloides |
| Physochlaina physaloides (syn. Physochlaina orientalis; Hyoscyamus physaloides) |
| Die Standorte von Physochlaina physaloides liegen an offenen, steinigen Hängen von Bergen, an Schlammvulkanen in Steppen und auf Felsen. Das Verbreitungsgebiet umfasst West- und Ostsibirien, Zentralasien, den russischen Fernen Osten, die Mongolei, Japan und China. |
| Physochlaina physaloides ist eine ausdauernde Pflanze. Sie bildet einen fast kriechenden, aufsteigenden Wurzelstock, der einen Durchmesser von 0,8 cm erreichen kann. Die wenigen Stängel wachsen aufrecht, die Pflanze verzweigt durch Seitentriebe, die aus den Blattachseln wachsen. Die Blütenstände stehen endständig und bilden unbelaubte, traubenförmige Gruppen, die an kurzen Blütenstandsstielen stehen. Der Kelch ist wollig behaart, zur Blütezeit 6 bis 8 mm lang und 2,5 bis 3 cm breit. Die Krone ist zwei bis drei mal so lang wie der Kelch. Sie ist violett gefärbt, trichterförmig und mit einem breiten, fast glockenförmigen, fünflappigen Kronsaum versehen. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Verwendet wird die Wurzel. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Das Alkaloid Physochlain wurde bisher ausschließlich in Arten der Gattung Physochlaina nachgewiesen, zudem enthalten sie unter anderem Hyoscyamin, Scopolamin und Cuscohygrin.

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| In der tibetanischen Heilkunde als Spasmolytikum, Narkotikum. In Sibirien wird die Droge auch dem Bier als berauschender Zusatz beigefügt. Wichtiges Mittel der tibetanischen Medizin. |
| Tropanalkaloide besitzen parasympatholytische Eigenschaften und führen zu einer Erschlaffung der glatten Muskulatur. Deshalb werden die Alkaloide bei der Behandlung von Bauchkrämpfen verwendet. |
| ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG |
| Giftdroge! Die Dosierung muss sorgfältig kontrolliert werden! |
| Letzte Änderung: 06.01.2012 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung |
Solanales
Solanaceae
Physochlaina
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Wiss. Bez. |
Physochlaina physaloides |
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Die Pflanze ist in allen Teilen giftig. |
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Traditionelle chin. Medizin
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