| HEILPFLANZEN |
Peucedanum ostruthium - Meisterwurz |
Peucedanum ostruthium (syn. Imperatoria ostruthium);

Meisterwurz (syn. Kaiserwurz, Ostruz, Strangwurzel), |
| Meisterwurz kommt auf kühl-feuchten Hängen und Bachrändern subalpiner Staudenfluren und in Gebüschen vor. Auf feuchten Schutthalden, auf Kalk und Urgestein ist er ebenfalls zu finden. |
| Die Meisterwurz ist eine mehrjährige, krautige Pflanze. Dieser Doldenblütler wird in den südeuropäischen Alpen, auch in Österreich, in der Schweiz, hin und wieder auch in Deutschland in gebirgigen Gegenden gefunden. Die fleischige, geringelte Wurzel ist aussen aschgrau, innen weiss und ausdauernd, treibt einen 60 bis 90 cm hohen, ästigen Stängel und hat eirunde, spitze, am Rande eingekerbte oder dreilappige Blätter und grosse, weisse, ganz platte Blumenschirme, die im Juli an den Stängeln und Astspitzen zum Vorschein kommen. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Rhizoma Imperatoriae (syn. Radix Imperatoriae, Radix Astrantiae, Radix Ostruthii, Imperatoria Ostruthium); Meisterwurz, das gesamte Rhizom. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Ätherisches Öl (0,2-1,4 %), Bitterstoffe, unter anderem Osthin, Peucenin; Ostruthin, Furanocumarine, wie Imperatorin, Peucedanin, Isoimperatorin, Oxypeucedanin, Gerbstoffe, Harz und Flavonoide.
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| In der Volksheilkunde als Ersatz für Radix Angelicae (Angelica archangelica) in Stomachika, weiterhin als Diuretikum, Sedativum, Diaphoretikum, auch bei Gicht, Rheuma und Fieber. Früher als Allheilmittel auch bei Krebs. |
Peucedanum HAB, die frische Wurzel.

Anwendungsgebiet: Magen- und Hauterkrankungen. |
| Im Mitteralter sah man den Meisterwurz als eine Art Allheilmittel an, daher kommt wahrscheinlich auch der Name, den man mit "Der Meister der Wurzeln" übersetzen kann. Die Wurzel wurde nicht nur als Medizin, sondern auch für allerlei spirituelles verwendet. |
| Letzte Änderung: 16.02.2009 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Unterfamilie
Gattung
Art |
Apiales
Apiaceae
Apioideae
Peucedanum
Meisterwurz
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Wiss. Bez. |
Peucedanum ostruthium |
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Die Droge wird einigen Bitterschnäpsen als Bittermittel zugesetzt. |
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Die Pflanze liefert auch ein ätherisches Öl, welches man zum Branntweinbrennen und zum Schwarzfärben der Seide benutzt. |
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