| HEILPFLANZEN |
Panax ginseng - Ginseng |
Panax ginseng C. A. Mey. (syn. Aralia ginseng, Panax pseudoginseng, P. schinseng);

Ginseng (syn. Allheilkraut, Koreanischer Ginseng). |
| Bergwälder in Ostasien; gewerblicher Anbau in China, Russland, Korea und Japan. Amerikanischer Ginseng ist in weiten Teilen der USA und Kanadas heimisch, er wird dort auch im grossen Stil für den Export nach China angebaut. |
| Kleiner, mehrjähriger Geophyt mit einem einzigen Trieb und einem kurzen Rhizom, das an einer fleischigen Wurzel sitzt. 1 bis 4 gefingerte Blätter stehen in einem endständigen Wirtel. Die kleinen weissen Blüten stehen in einem Doldenblütenstand; die fleischigen roten Steinfrüchte enthalten je zwei Samen. Amerikanischer Ginseng (Panax quinquefolius) ist sehr ähnlich. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
Ginseng radix (syn. Radix Ginseng); Ginsengwurzel (syn. Chinesische Ginsengwurzel, Kraftwurzel, Lebensverlängerungswurzel, Panaxwurzel, Samwurzel, Schinsengwurzel, Weisser Ginseng), die getrockneten Wurzeln.
Diese kommen als "Weisser Ginseng", wenn die Wurzeln gebleicht und geschält wurden, oder als "Roter Ginseng", wenn die frisch geernteten Wurzeln vor der Trocknung mit gespanntem Wasserdampf behandelt wurden, in den Verkehr. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Ein komplexes Gemisch von Triterpensaponinen (bis zu 6%)mit
20(S)-Protopanaxadiol und 20(S)-Protopanaxatiol als Aglyka (insgesamt als
Ginsenoside bezeichnet). Die wichtigsten sind die Ginsenoside Rg1, Rc, Rd, Rb1,
Rb2, und Rb0. Ferner eine Serie von Polyacetylenen (die Ginsenoyne A-K) und
kleine Mengen an ätherischem Öl.
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| Kontrollierte klinische Studien haben gezeigt, dass Ginseng die Stimmung sowie die physische und intellektuelle Leistung verbessert, ferner die Rekonvaleszenz und etliche weitere verschiedene andere Stoffwechselparameter, wie die Immunreaktion, positiv beeinflusst. |
| Ginseng ist eine der bekanntesten chinesischen Arzneipflanzen und geniesst einen guten Ruf als Adaptogen, d.h. ein Mittel, das unspezifisch die körpereigene Abwehr gegen Stress und Krankheit steigert. Die Wurzel wird in China seit Jahrtausenden genutzt und sollte nicht als herkömmliches Medikament beurteilt werden, da sie sich nicht gegen eine spezifische Krankheit richtet, sondern gegen Schwäche- und Ermüdungszustände, verringerte Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit wirkt und die Rekonvaleszenz fördert. |
| ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG |
| Tagesdosis: 1–2 g (bis zu 3 g) der getrockneten Wurzel (oder 200–600 mg Extrakt) . Sie kann gekaut oder als Teeaufguss (Instanttee, 3 g Teebeutel-oder Ginsengpräparate) eingenommen werden. Die Behandlung sollte mindestens 3–4 Wochen (bis zu 3 Monaten) dauern. |
Panax pseudoginseng HAB 1; Ginseng, die getrockneten, unterirdischen Pflanzenteile.

Anwendungsgebiet: Erkrankungen des Zentralnervensystems, der männlichen Geschlechtsorgane, des Stütz- und Bewegungsapparates sowie in der Rekonvaleszenz. |
| Ginseng ist eine sehr alte Heilpflanze. Die Droge entstammt der ostasiatischen Medizin, wo sie bereits seit Jahrtausenden unter anderem bei Schwäche- und Angstzuständen, drohendem Kollaps, vermindertem Appetit, Schlaflosigkeit, Impotenz und Unfruchtbarkeit der Frau sowie Herzschwäche angewendet wird und nach wie vor in hohem Ansehen steht. Der Gattungsname Panax, benannt nach Panakeia, der Tochter des Asklepios, der Allesheilerin, setzt sich aus dem griechischen pás (alles) und ákos (Heilmittel) zusammen. Er bringt die Vielseitigkeit der Heilwirkung, die man der Droge zuspricht, zum Ausdruck. |
| Letzte Änderung: 10.05.2010 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung
Art |
Apiales
Araliaceae
Panax
Ginseng
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Wiss. Bez. |
Panax ginseng |
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Ginsengextrakte sind in der Lage, die Protein- und RNA-Synthese in der Leber zu steigern. Sie ermöglichen Stresssituationen besser zu bewältigen und sollen die physische und psychische Leistungs- und Merkfähigkeit sowie das Reaktionsvermögen erhöhen. |
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Ginsengpräparate beeinflussen die Blutgerinnung und können zu einer verlängerten Blutungszeit führen. Deshalb ist vor operativen Eingriffen die Einnahme dem Chirurgen mitzuteilen. |
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Pharma,
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Kommission E: positive Bewertung |
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Klinische Studien: positiv |
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