HEILPFLANZEN
Ocimum basilicum - Basilikum
Basilikum (syn. Basilie, Basilienkraut, Deutscher Pfeffer, Königskraut).
Ocimum basilicum - Basilikum
Ocimum basilicum - Basilikum
Ocimum basilicum - Basilikum
VORKOMMEN
Tropische Regionen von Afrika, dem Mittleren Osten, Indien und Süostasien. Seit Jahr­hunderten verbreitet als Gewürz- und Arzneipflanze. genutzt werden, Die genaue Her­kunft der Kulturformen ist unbekannt. Anbau im Mittelmeergebiet und Mitteleuropa. Beliebte Gewürzpflanze im Garten.
MERKMALE
Aromatische einjährige Pflanze (bis zu 0,7 m) mit weichen unbehaarten Blättern und weissen Blüten in breiten Ähren. Heiliges Basilienkraut (Ocimum tenuiflorum, syn. Ocimum sanctum ist eine kurzlebige Staude mit behaarten Stängeln und Blättern sowie schlanken Ähren und violetten bis weisser Blüten. Zitronenbasilikum (Ocimum canum) ist einjährig und hat zulaufende, drüsige, fast umbehaarte Blätter, jedoch behaarte Kelche um die kleinen weissen Blüten.
DROGEN (verwendete Pflanzenteile)
1. Basilici herba - (syn. Herba Basilici, Herba Ocimi); Basilienkraut (syn. Basilikumkraut).

2. Oleum Basilici - Basilikumöl, das ätherische Öl der oberirdischen Pflanzenteile.
WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE
Estragol1. Basilici herba - Aetherisches Öl (bis 1,5 %), im frischen Kraut (0,02-0,5 %) mit Methylchavicol (=Estragol, bis 55 %) als Hauptkomponente sowie unter anderem Cineol, Linalool, Ocimen und Pinen, ferner Gerbstoff.

2. Oleum Basilici - Methylchavicol, Cineol, Campher, Linalool, Ocimen, Pinene.
PHARMAKOLOGIE
Wirkungen gegen Bakterien, Geschwüre und Würmer wurden beobachtet, die aufgrund der Inhaltsstoffe plausibel erscheinen.
ANWENDUNG
Traditionell als Tonikum und generell bei Verdauungsstörungen, Blähungen, Appetit­losigkeit und Eingeweideparsiten. Basilikum gilt seit der Antike als Diuretikum und wird gelegentlich in Salben zur Wundheilung eingesetzt. In Indien verwendet man Aufgüsse oder frischen Presssaft aus Blättern von Ocimum sanctum vorwiegend gegen Husten, Infektionen der oberen Luftwege, Verdauungsbeschwerden und mit Stress einher­gehende Hautprobleme. Die Samen gelten als nahrhaftes Stärkungsmittel.
HOMÖOPATHIE
Ocimum basilicum ex herba HAB 1; Basilikum, die frischen, vor der Blüte gesammelten oberirdischen Teile.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.
SONSTIGES
Der Gattungsname Ocimum entspricht dem griechischen Okimon, abgeleitet von ozein (riechen, duften). Basilikum leitet sich vom griechischen basilikós (königlich) ab. Die Kul­tur des Basilienkrautes ist sehr alt. In Indien wird es unter dem Sanskritnamen "Arjaka" schon in der "Sutna-sthana" genannt und als heilige Pflanze bei religiösen Zeremonien verwendet. In Ägypten belegen Kranzfunde aus den Pyramiden die Verwendung. Auch in den hippokratischen Schriften wird es erwähnt. In der römischen Kaiserzeit galt es als beliebte Heil- und Gewürzpflanze.
Letzte Änderung: 16.09.2010 / © W. Arnold
 
Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004.
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9.
Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008.
Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.


Wikipedia


Ocimum basilicum - Basilikum
Ocimum basilicum - Basilikum


  Ordnung
Familie
Unterfamilie
Gattung
Art
Lamiales
Lamiaceae
Nepetoideae
Ocimum
Basilikum
  Wiss. Bez. Ocimum basilicum


Basilikumöl findet weiterhin Verwen­dung in der Parfümerie.


Estragol ist in höheren Dosen muta­gen und vermutlich karzinogen, so dass Basilikum nicht über längere Zeit oder von Schwangeren und Kleinkindern eingenommen werden sollte.