Basilikum - Ocimum basilicum

Basilikum (syn. Basilie, Basilienkraut, Deutscher Pfeffer, Königskraut).

Basilikum

Ocimum basilicum - Basilikum

Ocimum basilicum - Basilikum

VORKOMMEN

Basilikum wird seit mehr als 3000 Jahren kultiviert, dadurch lässt sich die Herkunft nicht mehr genau ermitteln. Vermutlich stammt die Pflanze aber aus Nordwest-Indien. Basilikum ist im ganzen südlichen Asien und nordöstlichen Afrika sowie im tropischen Amerika verbreitet. In Deutschland ist Basilikum schon mindestens seit dem 12. Jahrhundert in Kultur.

MERKMALE

Basilikum ist ein einjähriges, angenehm duftendes Kraut. Stängel, Blütenhüllblätter und meistens auch die Laubblätter sind behaart. Der Stengel ist 20 bis 45 cm hoch, meist buschig verzweigt. Der Blattrand ist glatt. Die Blütezeit reicht hauptsächlich von Juni bis September. Der vielblütige ährige Blütenstand enthält auch zwei- bis dreiblütige Zymen. Der Blütenstiel ist 2,5 Millimeter lang.

DROGEN (verwendete Pflanzenteile)

1. Basilici herba - (syn. Herba Basilici, Herba Ocimi); Basilienkraut (syn. Basilikumkraut).

2. Oleum Basilici - Basilikumöl, das ätherische Öl der oberirdischen Pflanzenteile.

WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE

1. Basilici herba - Der Gehalt an ätherischem Öl beträgt in der frischen Pflanze bis zu 0,5 %, in der Droge bis 1,5 %. Nach der Standardzulassung für Basilikumkraut wird ein Gehalt an ätherischem Öl von mindestens 0,4 % gefordert. Im Weiteren sind noch Gerbstoffe, Flavonoide, Kaffeesäure und Äsculosid in nennenswerten Mengen enthalten.

2. Oleum Basilici - Estragol (bis zu 85%, je nach Herkunft) Methylchavicol, Cineol, Campher, Linalool, Ocimen, Pinene.

Estragol - Inhaltsstoff des Basilikums

PHARMAKOLOGIE

Die Risiken des Basilikumöls werden von der Kommission E wie folgt definiert:

Basilikumöl enthält bis zu 85% Estragol. Estragol wirkt nach metabolischer Aktivierung mutagen. Für eine carcinogene Wirkung gibt es tierexperimentelle Hinweise, die einer weiteren Überprüfung bedürfen.

... und entsprechend für Basilienkraut:

Die Droge enthält bis etwa 0,5% ätherisches Öl mit bis zu 85% Estragol. Estragol wirkt nach metabolischer Aktivierung mutagen. Für eine carcinogene Wirkung gibt es tierexperimentelle Hinweise, die einer weiteren Überprüfung bedürfen. Auf Grund des hohen Estragolgehaltes des ätherischen Öls soll die Droge bei Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglingen und Kleinkindern sowie über längere Zeiträume nicht angewendet werden.

ANWENDUNG

Zubereitungen aus Basilienkraut werden zur unterstützenden Behandlung von Völlegefühl und Blähungen sowie als appetitanregendes verdauungsförderndes und harntreibendes Mittel angewendet. Die Wirksamkeit bei den beanspruchten Anwendungsgebieten ist nicht belegt.

Basilikum wirde gerne in Appetitstimulanzien und Laxantien, meistens in Kombination mit z.B. Schafgarbe, Bitterorange, Tausendgüldenkraut, Anis, Koriander, Rosmarin, Fenchel, Thymian und Pfefferminze, verwendet.

ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG

Teebereitung: Zwei Teelöffel Basilikumkraut werden mit einer Tasse heissem Wasser übergossen und nach 15 min durch ein Teesieb gegeben. 2 bis 3mal täglich eine Tasse frisch bereiteten Teeaufguss zwischen den Mahlzeiten trinken.

STATUS

HOMÖOPATHIE

Ocimum basilicum ex herba HAB 1; Basilikum, die frischen, vor der Blüte gesammelten oberirdischen Teile.
Anwendungsgebiete: Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes.

BASILIKUM IM GARTEN

Im Garten bevorzugt Basilikum lockere, wasserdurchlässige Erde. Er liebt die Wärme und bevorzugt einen Sonnenplatz. Kälte mag er überhaupt nicht. Damit der Basilikum in meinem Garten nicht verloren geht ziehe ich ihn in einem grossen Topf an der Sonne, wo er vor Regen geschützt ist.
Falls es kalt wird habe ich die Möglichkeit ihn ins Haus zunehmen. In Pastasauce oder an Tomatensalat sind die ganzen Blätter wunderbar. Das Aroma von Basilikum kommt auch ungeschnitten gut zur Geltung. Einzig für Pesto Sauce hacke ich Basilikum. Für mich ist er der König der Gewürze für die italienische Küche.

Basilikum

SONSTIGES

Die Herkunft des Basilikums ist heute nicht mehr feststellbar. In Vorderindien wurde Basilikum bereits rund 1000 v. Chr. als Gewürz-, Heil- und Zierpflanze kultiviert. Funde in Pyramiden belegen den Anbau in Ägypten bereits im Altertum. Die Bezeichnung ist latinisiert aus dem Griechischen übernommen, in Griechenland gibt es bis heute zahlreiche Volkssagen um den Basilikum und dessen Herkunft. Neben der griechischen wird Basilikum traditionell auch in der italienischen Küche häufig verwendet.

Letzte Änderung: 20.09.2017 / © W. Arnold