HEILPFLANZEN
Nigella sativa - Schwarzkümmel
Nigella sativa - Schwarzkümmel
Nigella sativa - Schwarzkümmel
Nigella sativa - Schwarzkümmel
VORKOMMEN
Südeuropa, Nordafrika und Westasien; vermutlich in Mesopotamien, der Türkei, Syrien, dem Nordirak oder dem alten Ägypten bereits seit langer Zeit angebaut (in Tutan­cha­muns Grab wurden Samen gefunden) . In Europa, insbesondere in Pakistan, Indien, Arabien und Ägypten werden die Samen als Gewürz verbreitet genutzt.
MERKMALE
Aufrechte, bis 40 cm hohe, einjährige Pflanze mit fein zerschlitzten Blättern, hübschen weissen Blüten und Kapselfrüchten mit zahlreichen schwarzen Samen. Das ätherische Öl von Nigella damascena (Jungfer im Grünen) enthält Damascenin und wird als Parfum verwendet.
DROGEN (verwendete Pflanzenteile)
Semen Nigellae sativae (syn. Semen Melanthii); Schwarzkümmelsamen, der reife Samen.
WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE
NigellidinDie Samen enthalten ein fettes Öl (bis zu 40% TG) mit mehreren Phytosterolen und einem ätherischen Öl, das reich an Thymo­chinon (Hauptwirkstoff), p-Cymen und Thymol ist; ferner α-He­derin (ein Triterpensaponin) und Nigellon, Triglykoside von Quercetin und Kämpferol, schliesslich Nigellidin (ein einfaches Alkaloid mit dem für Schwarzkümmel typischen Geruch). Der Ölkuchen enthält viel Proteine.
PHARMAKOLOGIE
ThymochinonThymochinon und Nigellon zeigen vielfältige Aktivität in Tierversuchen. Sie hemmen die 5-Lipoxygenase sowie die induzierbare Stickoxid-Synthase und sind deshalb mögli­cherweise bei Entzündungs- und Autoimmunkrankheiten wirksam. In Veröffentlichungen der letzten Jahre konnten blutzuckersenkende, antioxidative, leberschützende, schmerzstillende, antithrombotische, krampflösende, bronchienerweiternde, gegen Tumoren gerichtete (aufgrund von α-Hederin) und antibakterielle Effekte nachgewiesen werden.
ANWENDUNG
In der arabischen und islamischen Volksmedizin bei vielen Beschwerden genutzt, vor allem bei verdorbenem Magen und Koliken, aber auch bei Krämpfen, Asthma, Kopf­schmerzen und Eingeweidewürmern. Grosse Mengen wirken harntreibend und milch­bil­dend. Die Samen sind hauptsächlich durch ihre kulinarische Verwendung in Indien und im Mittleren Osten bekannt (als Pfefferersatz, zum Würzen, insbesondere als Brotgewürz).
ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG
Tee: 1 Teelöffel zerdrückte Samen in einer Tasse kochendem Wasser, zweimal täglich als Tonikum. Extrakte und Tinkturen werden in diversen Handelspräparaten verwendet.
HOMÖOPATHIE
Nigella sativa, die reifen Samen.

Anwendungsgebiet: Magenerkrankungen, Gelbsucht, Leberleiden.
SONSTIGES
In Ägypten und einigen nahöstlichen Ländern wird Schwarzkümmel seit dem Altertum, besonders als Gewürz, z.B. im Brot oder anderen Speisen, genutzt. Der Gattungsname Nigella wurde aus dem lateinischen nigellus (schwärzlich) gebildet und bezieht sich auf die dunklen Samen. Als Kulturpflanze gehört Nigella sativa zum Capitulare de villis Karls des Grossen. Die Kräuterbücher des 16. Jh. nennen die Pflanze "Schwartzer Coriander".
Letzte Änderung: 08.01.2012 / © W. Arnold
 
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.


Wikipedia


Schwarzkümmel
Schwarzkümmel


  Ordnung
Familie
Unterfamilie
Gattung
Art
Ranunculales
Ranunculaceae
Ranunculoideae
Nigella
Echter Schwarzkümmel
  Wiss. Bez. Nigella sativa


In Europa wurde der Schwarz­küm­mel hauptsächlich als Gewürz für Brot verwendet und ist daher im deutschen Sprachgebrauch auch als Brotwurz bekannt.


Schon die Leibärzte Tutenchamuns linderten den Husten ihrer Patienten mit Schwarzkümmel.


Traditionelle Medizin