| HEILPFLANZEN |
Nicotiana tabacum - Tabak |
Nicotiana tabacum (syn. Nicotiana latissima, N. macrophylla)

Tabak (syn. Virginischer Tabak)
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Nicotiana rustica - Bauerntabak |
| Heimisch in Südamerika, Anbau in warmen und gemässigten Zonen weltweit. |
| Virginischer Tabak hat rosarote Blüten mit fünf Blütenblättern, wobei sich die übrigen Formen zwischen zwei extremen Varietäten bewegen: Einerseits pyramidenförmig wachsende Pflanzen mit langen, gewinkelten und gewellten Blättern sowie langen Blütenkelchen, andererseits kugelförmig wachsende Varietäten mit breiten, ebenen Blättern und kurzen, glockigen Blütenkelchen. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
Nicotianae folium (syn. Folia Tabaci, Herba Nicotianae virginianae, Herba Petum, Herba Tabaci);
Tabakblätter (syn. Virginischer Tabak), die an der Luft getrockneten unfermentierten Blätter. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Nicotin (0,08-9 %), Nornicotin und weitere Pyridinalkaloide, ferner Betain, Asparagin, Allantoin, Kaffeegerbsäure, verschiedene Enzyme sowie Nitrate (bis 10 %).
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Nikotin erregt wie Acetylcholin Rezeptoren des Parasympathikus, wobei zwischen nikotinergen und muskarinergen Rezeptoren (N- und M-Rezeptoren) bzw. Wirkungen unterschieden wird.
Im Zentralnervensystem ruft Nicotin in mittlerer Dosierung Tremor sowie Atemstimulation hervor, in toxischen Dosen werden Krämpfe und Atemlähmung ausgelöst. Die Toxizität der Verbindung ist als sehr hoch einzuschätzen, die letale Dosis liegt bei etwa 1 mg/kg Körpergewicht. Diese Menge wird bei oraler Aufnahme von etwa 4-6 Zigaretten oder einer Zigarre erreicht. Beim Rauchen wird nur ein geringer Teil des Nicotins aufgenommen. Nicotin besitzt ein nachweisbares Suchtpotential.

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Früher bei Verstopfung, Koliken sowie als Klistier bei Wurmerkrankungen, arzneiliche Nutzung der Droge heute obsolet.

In Form von Kaugummis und Pflastern wird Nicotin unterstützend zur Raucherentwöhnung eingesetzt, auch in der Schädlingsbekämpfung wird die Verbindung genutzt. |
Nicotiana tabacum HAB 1; Virginischer Tabak, die getrockneten, unfermentierten Blätter des echten Havannatabaks.

Anwendungsgebiet: Erkrankungen des Auges, des arteriellen Gefässsystems sowie des Magen-Darm-Traktes, Beschwerden bei Blutdruckabfall; Brechdurchfall; Angina pectoris. |
| Letzte Änderung: 16.03.2009 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung
Art |
Solanales
Solanaceae
Tabak (Nicotiana)
Virginischer Tabak |
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Wiss. Bez. |
Nicotiana tabacum |
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Nicotin wurde nach dem französischen Diplomaten J. Nicot (1530-1600) benannt. |
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