| HEILPFLANZEN |
Nepeta cataria - Katzenminze, Steinmelisse |
| Nepeta cataria L. Echtes Katzenkraut (syn. Katzenminze, Steinmelisse). |
| Die Katzenminze ist in Südeuropa, Asien und Afrika heimisch. Die Pflanze ist in Mitteleuropa seit Mitte des 18. Jahrhunderts verwildert und kommt heute zerstreut an Hecken, auf Schuttplätzen und Weg- bzw. Strassenrändern vor. Dabei bevorzugt sie mässig trockenen, nährstoffreichen Boden, meist sandiger oder steiniger Lehmboden, und ist sommerwärmeliebend sowie etwas stickstoffliebend. Sie ist nicht salz-, aber trockentolerant. Die Katzenminze wird in mehreren Zuchtformen als Beet- und Schnittstaude verwendet. Auch andere Arten der Gattung Nepeta werden gepflanzt. |
| Mehrjährige, 60-100 cm hohe Pflanze mit gegenständigen, behaarten Blättern und zahlreichen kleinen weissen, rosafarbenen oder blauen Blüten. Es gibt verschiedene Sorten mit unterschiedlicher Wuchsform, Blütenfarbe und Zusammensetzung des ätherischen Öls. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Herba Nepetae catariae; Echtes Katzenkraut (syn. Steinmelissenkraut), das getrocknete Kraut. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Ätherisches Öl, reich an Nepetalacton (Hauptwirkstoff) ; ferner Nepetasäure, Epinepetalacton, Caryophyllen, Citral, Citronellol, Linonen und Campher. Nepetalacton und verwandte Substanzen sind Iridoide, die denen von Baldrian ähneln (siehe Valeriana officinalis).
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| Die beruhigende Wirkung von Katzenminze wird dem Nepetalacton und verwandten Verbindungen zugeschrieben. Nepetalacton und Nepetasäure erhöhen die Schlafdauer bei Mäusen signifikant. Katzenminzenöl führt hei Einnahme grosser Mengen zu einer Dämpfung des ZNS. |
| Katzenminzentee wird vor allem als beruhigendes und schlafförderndes Arzneimittel genutzt und gewöhnlich vor dem Zubettgehen eingenommen. Er lindert ferner Verdauungsstörungen, fördert das Schwitzen und lässt Durchfallsymptome abklingen. Etliche volksmedizinische Anwendungen: z. B. Behandlung von Infekten, Zahn- und Kopfschmerzen, Stress, Koliken, Kopfhautjucken, Arthritis, Rheuma, Augenentzündung, Allergien und Hämorrhoiden. Katzenminze war eine der wichtigsten Heilpflanzen der mittelalterlichen Klostergärten und war vor der Einführung von Schwarztee in Europa als entspannender Tee beliebt. |
| ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG |
| Tee: etwa 10 g Droge in einer Tasse kochendem Wasser, zweimal täglich. Die Droge ist auch Bestandteil von Tinkturen, Extrakten oder Kapseln. |
| Die Pflanze ist für Katzen attraktiv (Trivialname!) und wird deshalb bei der Herstellung von „Katzenspielzeug” verwendet, um das spielerische Verhalten der Tiere auszulösen. Nepetalacton hat bei Katzen vermutlich einen aphrodisierenden und Pheromon-ähnlichen Effekt, der mit dem Balzverhalten bei Katzen assoziiert ist. Es ist ferner ein wirksames Mittel zur Abschreckung von Insekten und Nagetieren. |
| Letzte Änderung: 05.02.2011 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung |
Lamiales
Lamiaceae
Nepeta
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Wiss. Bez. |
Nepeta cataria |
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Der Name „Katzenminze“ rührt daher, dass geschlechtsreife Katzen von dem Geruch der Katzenminze (Nepetalacton) angezogen werden (die Gründe dafür sind unklar - eine Wirkung als Aphrodisiakum kann ausgeschlossen werden, da auch kastrierte und sterilisierte Katzen auf Nepeta ansprechen). Die Reaktion der Katzen ist genetisch bedingt, und nur bei etwa 50 Prozent der Katzen ausgeprägt. |
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Traditionelle Medizin
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