| HEILPFLANZEN |
Myristica fragrans - Muskatnussbaum, Muskatnuss |
Myristica fragrans (syn. Myristica amboinensis, M. americana, M. aromatica, M. moschata, M. officinalis, M. philippinensis);

Muskatnussbaum |
| Südostasien (Ambon, einer der Molukkeninseln); eingeführt in Malaysia, Sri Lanka, Sumatra. Handelsware vorwiegend aus Malaysia, Indonesien und Westindien (Grenada). |
| Immergrüner, bis zu 20 m hoher Baum. Weibliche Bäume tragen fleischige gelbliche Früchte, die bei Reife in zwei Hälften aufplatzen. Im Inneren ist ein grosser harter Samen („Nuss"), der von einem leuchtend roten, netzartigen Samenmantel eingehüllt ist. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Die getrockneten, von Samenmantel und -schale befreiten Samen (Muskatnuss - Myristicae semen), der getrocknete Samenmantel (Muskatblüte, Macis Myristicae arillus) und ätherisches Öl (Myristicae aetheroleum). |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Muskatnuss und - blüte enthalten ätherisches Öl (bis zu 15% des TG). Die Hauptwirkstoffe sind Sabinen, α-Pinen und β-Pinen (80%) und Myristicin (10%), sowie andere Phenylpropanderivate, wie Elemicin, Eugenol, Isoeugenol, Methyleugenol, Safrol und andere. Die Samen enthalten bis zu 75% fettes Öl (Muskatöl) und verschiedene Lignane und Neolignane.

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| Muskatnuss und/oder Macis: bei Beschwerden des Verdauungstrakts, wie Blähungen, Völlegefühl, Magenkrämpfe, Durchfall, sowie bei Atemwegskatarrh. Im Haushalt als Gewürz. Muskatöl wir traditionell als Counterirritans zur Schmerzlinderung angewendet. |
| Die Droge besitzt deutliche antimikrobielle und entzündungshemmende Eigenschaften (Hemmung der Prostaglandinbildung wurde nachgewiesen). Das ätherische Öl besitzt eine krampflösende Wirkung und lindert Magenkrämpfe und Blähungen. Die suchterzeugenden und halluzinogenen Effekte werden Myristicin und Elemicin zugeschrieben, die in Amphetamin-ähnliche Verbindungen umgewandelt werden. |
| ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG |
| Kleine Mengen der pulverisierten Droge (0,3-1,0 g) werden dreimal täglich mit etwas Wasser eingenommen. Eine grössere Dosis kann Kopfschmerzen und Schwindel verursachen. Eine Dosis von 5 g oder mehr ist gefährlich und kann zu psychischen Störungen, Halluzinationen, Herzrasen und Fehlgeburt führen. |
Myristica fragrans HAB 1; Muskatnuss, die getrockneten, von Arillus und Samenschale befreiten, meist gekalkten Samenkerne.
Anwendungsgebiet: Erkrankungen des Zentralnervensystems, des Magen-Darm-Traktes (Blähsucht, Verdauungsschwäche), der weiblichen Geschlechtsorgane sowie des Stütz- und Bewegungsapparates. |
| Der Gattungsname Myristica leitet sich vom griechischen myristikos (wohlriechend, balsamisch) ab, wohl wegen der ölig-aromatischen Früchte; ähnlich auch der Artname fragrans (duftend). Auch das Synonym Nux moschata, ebenso wie Muskat, kommen von Moschus wegen des angeblich moschusartigen Geruchs der Früchte. In Europa sind Muskatnüsse und Macis durch arabische Ärzte bekannt geworden. Sie dienten zunächst für Räucherzwecke in Kirchen und bei Festen. Ihre Verwendung für pharmazeutische und kosmetische Zwecke beginnt im 12. Jh. Nach der Besitznahme der Gewürzinseln durch die Portugiesen war der Handel mit Muskatsamen längere Zeit deren Monopol. |
| Letzte Änderung: 16.11.2011 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung |
Magnoliales
Myristicaceae
Myristica
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Wiss. Bez. |
Myristica fragrans |
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Besonders im tropischen Klima werden Muskatnüsse ausser von Insekten auch sehr leicht von Schimmelpilzen befallen, von denen einige die stark karzinogenen Aflatoxine produzieren. Nüsse zweifelhafter Qualität (BWP – broken, wormy, punky) dürfen daher nicht als Gewürz in den Handel gebracht werden. |
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Die weltweite Jahresproduktion von Muskatnüssen wird auf 10.000 bis 12.000 Tonnen pro Jahr geschätzt. |
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Muskatnuss und Muskatblüte sind als Gewürz oder verdauungsfördernde Medizin in kleiner Dosis recht sicher; grössere Mengen können jedoch gefährlich sein. |
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Traditionelle Medizin, Pharma
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