HEILPFLANZEN |
Mandragora officinarum - Alraune |
| Mandragora officinarum
(syn. Atropa mandragora, Mandragora acaulis, M. mas, M. officinalis, M. praecox, M.
vernalis); Alraune (syn. Erdmännlein, Mandragora, Zauberwurzel). |
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VORKOMMEN |
| Mittelmeerraum und angrenzende, frostfreie Gebiete. |
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DROGE (verwendeter Pflanzenteil) |
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Mandragorae radix (syn.
Radix
Mandragorae); |
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| INHALTSSTOFFE |
Alkaloide (0,2-0,6 %, vor allem Atropin, Hyoscyamin, Scopolamin, Cuscohygrin, Apoatropin, die N-Oxide von Hyoscyamin und Scopolamin).
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| ANWENDUNG |
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In der Volksheilkunde wird die Droge bei Magengeschwüren, Koliken, Dysmenorrhoe, Asthma, Heufieber und Keuchhusten verwendet. Heute sind Mandragora-Zubereitungen obsolet. |
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| HOMÖOPATHIE |
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1. Mandragora HAB
34; Alraun, das frische Kraut. :Anwendungsgebiet: Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen. 2. Mandragora äthanol. Decoctum HAB 1, die getrockneten Wurzeln. Anwendungsgebiet: anthroposophische Therapierichtung. 3. Mandragora e radice siccato HAB 1, die getrockneten Wurzeln. Anwendungsgebiet: Kopfschmerz, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Verdauungsschwäche bei Leber-Galle-Störungen, Ischiasschmerz. |
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| SONSTIGES |
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Mandragora gehört zu den ältesten Arzneipflanzen bzw. Heilpflanzen überhaupt, sie wird bereits im Papyrus Ebers als "dja-dja" geführt und Pythagoras nennt sie die "menschenähnliche". Darüber hinaus war sie eine der wichtigsten Zaubermittel im Kult der verschiedenen Völker. Nach dem jüdischen Geschichtsschreiber Josephus Flavius soll das in der Bibel erwähnte "Dudaim" die Alraune gewesen sein, die als Aphrodisiakum genutzt wurde. Er berichtet auch darüber, dss man die Mandragora nicht selbst aus dem Boden ziehen dürfe, sondern mit Hilfe eines schwarzen Hundes müsse die Wurzel geerntet werden, der daran sterben würde. Mandragora wurde vor allem als Analgetikum und Schlafmittel medizinisch verwendet. Ausserdem schnitzte man aus der Alraunwurzel Figuren, die als glückbringende Zaubermittel sorgsam gepflegt wurden (z.B. wöchentlich in Wein gebadet, mit teuren Stoffen bekleidet waren, etc.). Der Gattungsname Mandragora wurde bereits bei Hippokrates benutzt und setzt sich aus dem griechischen mandra (Hürde; vermutlich Schäferhütte im Gebirge) und agora (Versammlung) zusammen, offenbar deshalb, da die Pflanze oft in der Nähe der Hütten gefunden wurde. |
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