| HEILPFLANZEN |
Juglans regia - Walnuss, Walnussbaum |
| Walnuss (syn. Christnuss, Steinnuss, Welschnuss) |
| Heimisch in Zentralasien und Südosteuropa. Kultiviert in Europa, Ostasien, Nordafrika und Nordamerika. |
| Bis 25 m hoher Baum mit grossen, unpaarig gefiederten Blättern. Die „Walnuss” ist eine Steinfrucht mit einer zuerst grünlichen, später braunen Faserhülle. Die beiden Keimblätter bilden das essbare Innere der Nuss. Auch die Nüsse der Schwarzen Walnuss (Juglans nigra) und der Grauen Walnuss oder Butternuss (Juglans. cinerea) sind essbar. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Juglandis folium (syn. Folia Juglandis); Walnussblätter (syn. Nussblätter, Nussbaumblätter), die getrockneten Laubblätter. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Gerbstoffe: ca. 10% vom Ellagitannintyp.

Naphthochinonderivate: Juglon (5-Hydroxy-1,4-naphthochinon), welches aus Hydrojuglon-4-O-β-glucosid über Hydrojuglon (5-Hydroxynaphthohydrochinon) gebildet wird. Der physiologisch aktive Stoff Juglon wird durch Regen von den Blättern abgewaschen, ist instabil und polymerisiert leicht zu schwarzbraunen Pigmenten, sodass ältere Blätter kein Juglon mehr enthalten.

Flavonoide. Hyperosid (0,2 %), Quercitrin, Quercetin-3-arabinosid, Kämpferol-3-arabinosid , (Leuco)cyanidin.

Zimtsäurederivate: Kaffeesäure, p-Cumarsäure.

Ätherisches Öl. Bei der Wasserdampfdestillation in Ausbeuten von 0,01 bis 0,03 % erhalten mit folgender Zusammensetzung: 15 % Caryophyllen, 13 % Germacren D, 12 % (E)-β -Ocimen, 11 % β-Pinen und 10 % Limonen. Das Wasserdampfdestillat der Blätter enthält daneben einen schwerflüchtigen Anteil, der aus Fettsäuren und Alkanen zusammengesetzt ist.

Sonstige Inhaltsstoffe: ca. 1 % Ascorbinsäure.
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| Äusserlich als Adstringens für Bäder, Spülungen und als Umschläge bei Hautleiden, unter anderem Akne, Ekzeme, Scrophulose sowie bei übermässiger Schweissabsonderung. Volkstümlich zudem als Magentee sowie bei Darmkatarrhen. Aufgüsse werden oral zur unterstützenden Behandlung bei Hautproblemen eingenommen. |
| Der therapeutische Nutzen von Walnussblättern bei der Behandlung von Hautproblemen wird vorwiegend auf die Gerbstoffe zurückgeführt (adstringierend, entzündungshemmend, antimikrobiell), aber auch auf Juglon und Germacren D; sie besitzen insgesamt antimikrobielle Aktivitäten. |
| ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG |
| Tee: 1,5 g Droge wird in 1 Tasse Wasser bis zum Kochen erhitzt. Für Umschläge und Lotionen wird eine Abkochung von 5 g Droge in 200 ml Wasser empfohlen. |
Juglans regia HAB1, die frischen Blätter und die frischen grünen Fruchtschalen zu gleichen Teilen.
Anwendungsgebiet: eitrige Hautausschläge, Lymphknotenentzündungen, Leberstörungen, Kopfschmerzen, Erkrankungen des Zentralnervensystems. |
| Der Gattungsname Juglans setzt sich zusammen aus jóvis, dem Genitiv von Jupiter, und glans (Eichel) und bedeutet somit Jupiters Eichel, "Jupiternuss". Der Name entspricht der lateinischen Übersetzung aus dem griechischen Diós bálanos. Die Bezeichnung erklärt sich daraus, dass die alten Römer die Nüsse, die frisch einer Eichel ähneln, für eine Götterspeise hielten. Dabei ist das Wort Nuss nicht dem lateinischen nux entlehnt, sondern echt germanisch. Der Name Walnuss, entstanden aus Walchnuss, bedeutet "welsche Nuss". Als Arzneidroge wurden die Walnüsse bereits von Dioskurides beschrieben und u.a. auch in einer Kombination gegen Pfeilgifte genutzt. Die grünen Nussschalen kamen auch als Haarfärbemittel zum Einsatz. |
| Letzte Änderung: 24.08.2011 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung |
Fagales
Juglandaceae
Juglans
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Wiss. Bez. |
Juglans regia |
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Das Holz der Echten Walnuss ist ein begehrtes Edelholz, dessen Verwendung auf hochwertige Gegenstände beschränkt ist. |
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Kirgisistan ist mit nur 4 % Waldfläche eines der waldärmsten Länder Asiens, beherbergt aber die grössten Nussbaumbestände der Welt. |
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