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HEILPFLANZEN |
Iris germanica - Deutsche Schwertlilie |
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| Iris germanica (syn. Iris deflexa, I. violacea, I.
vulgaris); Deutsche Schwertlilie (syn. Blaue Lilie). |
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Botanische Familie: Iridaceae |
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| VORKOMMEN |
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Europa bis zum Ural. |
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| MERKMALE |
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Mehrjährige Pflanze mit kräftigem, kriechendem und verzweigtem Rhizom und schwertförmigen Blättern. Im Frühling erscheinen auf etwa 80 cm hohen Stängeln die typischen Blüten mit violetten Hängeblättern und lilafarbenen Domblättern (bei der ursprünglichen Form; es gibt Züchtungen in vielen Farben). Ähnlich sind I. florentina, auch als I. germanica var. florentina bezeichnet, (mit weißlichen Blüten) und I. pallida (Bleiche Schwertlilie, mit helllilafarbenen Blüten). |
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| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Der getrocknete, geschälte Wurzelstock von Iris germanica, I. florentina und I. pallida (Iriswurzel, Veilchenwurze - Iridis rhizoma). Der veilchenartige Geruch entwickelt sich nur bei der Lagerung der Droge. |
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| ANWENDUNG |
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Iriswurzel wird nicht als Einzeldroge verwendet, sondern ist Bestandteil von zahlreichen Hustenmitteln und hustenreizlindernden Arzneimitteln (Hustentees, Bronchialtees) . Das Pulver ist als Fixativ in Potpourris enthalten und wurde früher als Puder für Haare und Perücken genutzt. Es gibt ferner Spirituosen, Zahnpasta und -pulver, die mit Iriswurzel aromatisiert sind. Früher gab man zahnenden Kleinkindern Iriswurzel zum Kauen. |
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| ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG |
| Tee, Tinktur, Pulver, Wein, Abkochung. |
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| WIRKSTOFFE |
| Verschiedene Substanzklassen kom¬men vor: Triterpene (darunter (a- und (b-Irigermanal), Isoflavone (mit Irilon und Irisolon), aromatische Aldehyde und Sesquiterpene. Von besonderem Interesse ist das ätherische Öl, das Iron (10—20%) als Hauptduftstoff enthält. (Dieses riecht nach Veilchen und liegt in zahlreichen Isomeren und Stereoisomeren vor.) Die Irone entwickeln sich nach Langzeitlagerung (2—3 Jahre) des getrockneten Wurzelstocks und entstehen als Nebenprodukte aus dem oxidativen Abbau bicyclischer Triterpene, der so genannten Iridale (vorwiegend Iripallidal und Iriflorentinal). Der Polysaccharidgehalt (Stärke, Schleimstoffe) beträgt bis zu 50%. |
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| PHARMAKOLOGIE |
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Die traditionellen Anwendungen wurden bisher nicht durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt. |
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| HOMÖOPATHIE |
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Iris germanica HAB34, die frischen
unterirdischen Teile der Pflanze. |
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| SONSTIGES |
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Die Droge wurde wegen ihres Wohlgeruchs bereits in der Antike geschätzt. In besonderem Ansehen stand die illyrische Iris, die von Theophrast und Plinius gerühmt wurde. Die Verbreitung in Europa geht wohl auf Capitulare de villis zurück, welches sie als Gladiolus aufführt. Die Iris-Arten wurden ursprünglich als Zierpflanze eingeführt, sind jedoch schnell in Burg- und Klostergärten verwildert. Die schöne Irisblüte spielt auf Gemälden und Skulpturen des Altertums und Mittelalters eine wichtige Rolle. |
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