HEILPFLANZEN
Hyssopus officinalis - Ysop
Hyssopus officinalis (syn. Hyssopus arisatus, H. canascens, H. cinerascens, H. cinereus, H. cretaceus, H. montanus);

Ysop (syn. Isop, Kirchenysop, Klosterysop).
Hyssopus officinalis - Ysop
Hyssopus officinalis - Ysop
Hyssopus officinalis - Ysop
VORKOMMEN
Mittelmeergebiet, Kleinasien, Iran, Schwarzmeergebiet; in Spanien, Frankreich, Italien und auf dem Balkan auch kultiviert. Der Ysop wird häufig in Kräutergärten kultiviert.
MERKMALE
Mehrjährige, bis 60 cm hohe Pflanze mit 4-kantigen Stängeln, kleinen länglichen Blättern und dunkelblauen Blüten in Scheinähren. Es existieren auch Sorten mit blass- oder violettblauen, rosa oder weißen Blüten.
DROGEN (verwendete Pflanzenteile)
Hyssopi herba (syn. Herba Hyssopi); Ysopkraut (syn. Ispenkraut, Josefskraut, Weinespenkraut), die getrockneten, während der Blütezeit gesammelten oberirdischen Teile.
WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE
DiosminYsop ist reich an Flavonoiden (Diosmin, Hesperidin, Vicenin-2) und Phenolcarbonsäuren (darunter Rosmarinsäure), Diterpenlactonen (Marrubiin) und Triterpenen (Oleanolsäure). Das ätherische Öl (bis zu 1% des Trockengewichtes) enthält zwei Ketone (Pinocamphon und Isopinocamphon) als Hauptkomponenten.
PHARMAKOLOGIE
Expektorierende Eigenschaften sind an das Vorkommen von Marubiin gebunden; die antiseptischen, krampflösenden und stimulierenden Effekte werden auf das ätherische Öl zurückgeführt. Pinocamphon und Isopinocamphon sind neurotoxisch und wirken damit ähnlich wie Thujon. Sie sollen die Zellatmung hemmen und deshalb in toxischer Dosis zu Krämpfen und epileptischen Anfällen führen. Das ätherische Öl darf innerlich nur in verdünnter Form angewendet werden.
ANWENDUNG
In der Volksheilkunde bei Halsentzündungen, Heiserkeit und zur Bereitung von Gurgelwasser. Innerlich appliziert wird die Droge bei Bronchitis, Husten, Asthma und Nasenkatarrhen eingesetzt. Auch zur Behandlung von Kreislaufschwäche, Darmerkrankungen, Menstruationsbeschwerden, Herzbeschwerden und Augenschmerzen soll die Droge dienen.
SONSTIGES
Der Gattungsname Hyssop ist orientalischen Ursprungs und wird mit dem hebräischen ezob bzw. dem arabischen azzol (heiliges Kraut) in Verbindung gebracht. Über die Verwendung des wahren Ysop im Altertum bestehen Unklarheiten. Dies gilt auch für den Ysop der Israeliten wie er in der Bibel (Psalm 51) erwähnt wird und zur symbolischen Reinigung von Aussätzigen diente. In den Kräuterbüchern des Mittelalters wird Ysop vor allem bei Erkrankungen der Atemwege empfohlen.
Letzte Änderung: 19.02.2009 / © W. Arnold
 
Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004.
A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2.
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie
L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.


Wikipedia


Hyssopus
Ysop


  Ordnung
Familie
Unterfamilie
Gattung
Art
Lamiales
Lamiaceae
Nepetoideae
Hyssopus
Ysop
  Wiss. Bez. Hyssopus officinalis


Im Haushalt wird Ysop als Gewürz zu Salaten, Suppen, Fleischspeisen und für Liköre bzw. als Gesch­macks­korrigens verwendet. Ysop soll insbesondere bei fettigen Gerichten verdauungsfördernd wirken.


Der in der Bibel erwähnte Ysop (bei der Kreuzigung) soll nicht mit unserem heutigen Ysop identisch sein; vielmehr handelt es sich um Origanum syriacum, eine Art aus dem Mittleren Osten.