| HEILPFLANZEN | Humulus lupulus - Hopfen |
| Humulus lupulus (syn. Cannabis lupulus, Humulus cordifolius, H. americanus, H. volubilis, H. vulgaris, Lupulus communis, L. humulus, L. scadens). |
![]() |
![]() |
|
|
| >>>
weitere verfügbare Bilder
|
|
|
![]() |
|
|
|
||||||||||||||||||
|
|
VORKOMMEN |
| Gemässigte Regionen Europas, Asiens und Nordamerikas. |
|
|
DROGE (verwendeter Pflanzenteil) |
| Lupuli strobulus (syn.
Flores Humuli
lupuli, Strobili Humili, Strobili Lupuli, Strobuli Lupuli); Hopfenzapfen (syn. Hopfenblüten, Hopfendolden, Hopfenkätzchen, Humulus-lupulus-Fruchtstände), die ganzen, getrockneten, weiblichen Blütenstände |
|
|
| WIRKSTOFFE |
Die Hopfenbitterstoffe (5%) sind prenylierte Derivate von
1-Acylphloroglucinol mit Lupulon und Humulon als Hauptwirkstoffen. Bei der
Lagerung bildet sich durch Oxidation langsam ein C3-Alkohol,
2-Methyl-3-buten-2-ol. Hopfen enthält ferner mehrere Phenole (2–4%), wie
Rutin, Quercetrin und Proanthocyanidine, sowie bis zu 1% ätherisches Öl mit
Caryophyllen, Humulen und b-Myrcen als
Hauptterpenen. ![]() |
|
|
| PHARMAKOLOGIE |
|
Die beruhigende Aktivität beruht anscheinend auf 2-Methyl-3-buten-2-ol, das entweder bereits in der Droge vorhanden oder nach der oralen Aufnahme im Körper gebildet wird. Humulon und Lupulon wirken bekanntlich antibakteriell (sie wirken im Bier als natürliche Konservierungsstoffe, haben aber kaum Einfluss auf Hefen und andere Pilze) und möglicherweise östrogen. Die Bitterstoffe regen den Appetit und die Magensaftsekretion an. |
|
|
| ANWENDUNG |
|
Als mildes Beruhigungsmittel, meist in Form des Extraktes und in Kombination mit anderen sedativ wirkenden Drogen Bestandteil zahlreicher Fertigarzneimittel. Hopfenzapfen kommen zudem auch als Tee zur Anregung der Magensaftsekretion zur Anwendung. In der Volksheilkunde werden die antibakteriellen Eigenschaften äusserlich zur Behandlung von Geschwüren und Hautverletzungen sowie innerlich bei Blasenkatarrh genutzt. In grossen Mengen dient die Droge in der Bierbrauerei als konservierender und aromatisierender Zusatz. Zur Teezubereitung verwendet man als Einzeldosis 1-2 Teelöffel Droge. |
|
|
| HOMÖOPATHIE |
|
Humulus lupulus
HAB1;
Hopfen, die frischen, kurz vor dem Zeitpunkt der Samenreife gesammelten, möglichst
samenarmen Fruchtzapfen. |
|
|
| SONSTIGES |
|
Der Gattungsname Humulus ist aus dem im frühmittelalterlichen Latein gebräuchlichen humlo hervorgegangen, das wiederum vom slawischen chmel abstammt. Der Artname lupulus stellt die Verkleinerungsform vom lateinischen lupus (Wolf) dar, womit die pflanzenwürgende Eigenschaft des Hopfens hervorgehoben werden sollte. Die Bezeichnung Hopfen wurde im 11. oder 12. Jh. geprägt. Der Anbau erfolgte jedoch in Deutschland und Frankreich bereits im 8. Jh. |
|
|