| HEILPFLANZEN | Fumaria officinalis - Erdrauch |
| Fumaria officinalis (syn. Fumaria media, F. sturmii, F.
vulgaris); Erdrauch (syn. Ackerraute, Echter Erdrauch, Erdgalle, Erdraute, Gemeiner Erdrauch, Kratzheil, Krätzheil, Traubenkerbel); |
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| VORKOMMEN |
| Gesamtes Mittelmeergebiet bis Äthiopien, Kanaren, Madeira; Europa, Westsibirien, eingeschleppt in Amerika. |
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| DROGE (verwendeter Pflanzenteil) |
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Fumariae herba (syn. Herba Fumariae);
Erdrauchkraut (syn. Ackerrautenkraut, Grindkraut, Rauchkraut),
das getrocknete Kraut. |
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| INHALTSSTOFFE |
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Alkaloide (bis zu 1,25 %, unter anderem
Protoberberine, wie (-)-Scoulerin; Protopin;
Spirobenzylisochinoline, z.B. Fumaricin, (+)-Fumarilin;
Indenbenzazepine, z.B. Fumaritin, Fumarofin), Carbonsäuren (Chlorogensäure,
Fumarsäure, Kaffeesäure), Flavonolglykoside (vor allem
Quercetinglykoside), wenig Vitamin C. |
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| ANWENDUNG |
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Gegen krampfartige Beschwerden im Bereich der
Gallenblase und der Gallenwege sowie des Magen-Darm-Traktes. In der
Volksheilkunde wird die Droge bei Verstopfung, Lebererkrankungen,
Blasenleiden, Hautkrankheiten und als Diuretikum eingesetzt. Auch über
die Verwendung bei Rheumatismus, Arteriosklerose, Arthritis, hohem
Blutdruck, Hypoglykämie, Infektionen sowie als Tonikum existieren
Berichte. Zur Teezubereitung verwendet man 2-3 g (1 Teelöffel = ca. 1,6
g) Droge. Als mittlere Tagesdosis werden etwa 6g Droge empfohlen. |
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| HOMÖOPATHIE |
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Fumaria officinalis HAB1, die frischen,
oberirdischen Teile blühender Pflanzen. Anwendungsgebiet: chronisches juckendes Ekzem bei Leberstörungen. |
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| SONSTIGES |
| Der Gattungsname ist vom lateinischen fumus (Rauch) abgeleitet, da einige Arten wie angeräuchert erscheinende, grau-grüne Blätter aufweisen. Sowohl die alten griechischen und römischen wie auch die arabischen Ärzte gebrauchten den Erdrauch als Blutreinigungsmittel um eine "reine Hautfarbe zu bekommen" sowie unter anderem bei Melancholie, Leber-und Milzerkrankungen, Geschwüren und Hautausschlägen. |
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