HEILPFLANZEN
Fagopyrum esculentum - Echter Buchweizen
Fagopyrum esculentum (syn. Fagopyrum cereale, F. sagittatum, F. sarracenicum, F. vulgare, Phegopyrum esculentum, Polygonum cereale, P. fagopyrum);

Echter Buchweizen (syn. Heidenkorn);
Fagopyrum esculentum - Echter Buchweizen
Fagopyrum esculentum - Echter Buchweizen
Fagopyrum esculentum - Echter Buchweizen
VORKOMMEN
Heimisch in Zentralasien, kultiviert in Europa (vor allem Balkan, Österreich, Südtirol), Japan, China, Kanada, Brasilien, Südafrika, Australien.
MERKMALE
Einjährige, bis 70 cm hohe Pflanze mit weichen, herzförmigen Blättern und kleinen weiss­rosa Blüten. Die eckigen, nussartig schmeckenden Früchte erinnern in der Form an Bucheckern, daher der Trivialname. Buchweizen ist eine alte Kulturpflanze und wird zu den Körnerfrüchten gerechnet, obwohl es kein Getreide im engeren Sinn ist. Er ist ein in Osteuropa nach wie vor wichtiges Lebensmittel, häufig als Brei verzehrt.
DROGEN (verwendete Pflanzenteile)
Fagopyri herba (syn. Herba Fagopyri); Buchweizenkraut (syn. Fagopyrum-esculentum-Kraut), die zur Blütezeit geernteten und getrockneten Blätter und Blüten der Pflanze.
WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE
Die biologische Aktivität von Buchweizenblättern führt man vorwiegend auf die darin enthaltenen Flavonoide (so genannte Bioflavonoide) zurück, darunter hohe Mengen an Rutin (Quercetin-3-Rutinosid): normalerweise 2-3%, bis zu 8% in verbesserten Sorten. Blüten und Samenschalen enthalten Dianthrone (0,03%), insbesondere Fagopyrin.

Rutin Fagopyrin
PHARMAKOLOGIE
Rutin und andere Flavonoide zeigen gefässschützende, entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften. Sie verbessern die Venenelastizität und fördern die Durch­blutung, besitzen aber eine Vielzahl weiterer biologischer Aktivitäten, da die pheno­lischen Hydroxylgruppen der Flavonoide unspezifisch mit Proteinen interagieren kön­nen.
ANWENDUNG
Symptomatische Behandlung von Kapillar- und Venenschwäche (wie Krampfadern, Retina­blutungen, Odemen, Hämorrhoiden, Zahnfleischbluten und schlechter Durch­blu­tung). Heutzutage als funktionelles Lebensmittel beliebt. Buchweizen ist zur Rutin­ge­win­nung von Bedeutung.
ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG
Tee: 2 g getrocknetes Kraut auf 150 ml Wasser, 2–3 Tassen pro Tag über eine Periode von 4–8 Wochen. Es sind Zubereitungen mit dem getrockneten Kraut, angereicherten Extrakten oder reinen Flavonoidextrakten auf dem Markt.
HOMÖOPATHIE
Fagopyrum esculentum HAB1, die frischen, nach der Blüte und vor der Fruchtreife geernteten oberirdischen Teile.
Anwendungsgebiet: Kopfschmerzen, Haut- und Lebererkrankungen mit Juckreiz.
SONSTIGES
BuchweizenDer Gattungsname setzt sich aus dem lateinischen fágus (Buche) sowie pyrós (Weizen) zusammen und bedeutet, dass die Früchte der Buche ähneln und nahrhaft (esculentus = essbar) wie Weizen sind. Besonders in Notzeiten dienten die Früchte in Form von Buchweizengrütze als Nahrungsmittel.
Letzte Änderung: 25.01.2012 / © W. Arnold
 
Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004.
A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2.
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008.
Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.

Wikipedia
FIBL: Merkblatt Buchweizen (PDF, 326 KB)
F.J. Zeller: Übersichtsarbeiten Buchweizen (PDF, 3.44 MB)

Fagopyrum esculentum - Echter Buchweizen
Fagopyrum esculentum - Echter Buchweizen
Fagopyrum esculentum - Echter Buchweizen

  Ordnung
Familie
Gattung
Art
Caryophyllales
Polygonaceae
Fagopyrum
Echter Buchweizen
  Wiss. Bez. Fagopyrum esculentum

Die Droge ist als Buchweizentee und Buchweizentablette im Handel erhältlich.

Neben seiner Rolle als Samen­liefe­r­ant für Buchweizenmehl und Grütze ist Buchweizen eine gute Bienen­tracht­pflanze. Der Trachtwert ent­spricht dem des Weissklees.

Traditionelle Medizin