| HEILPFLANZEN |
Eupatorium cannabinum - Wasserdost |
| Wasserdost (syn. Blauwetterkühl, Grundheil, Kunigundenkraut, Lämmerschwanz, Wasserhanf) |
| Der Gewöhnliche Wasserdost ist in ganz Europa verbreitet. Nach Nordamerika und Australien wurde diese Pflanzenart eingeführt. Der Gewöhnliche Wasserdost wächst bevorzugt in feuchten Wiesen, Feuchtwiesenbrachen, an Ufern von Gräben und Bächen oder an Waldrändern und in Waldschlägen. |
| Der Gewöhnliche Wasserdost ist eine sommergrüne, mehrjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 50 und 175 Zentimetern erreicht. Die Laubblätter sind handförmig gefiedert mit drei bis sieben Fiedern. Die Blattränder sind lappig gezähnt. Der Gewöhnliche Wasserdost blüht zwischen Juli und September. Der dichte, leicht gewölbte, schirmrispige Blütenstand besteht aus zahlreichen körbchenförmigen Teilblütenständen. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
1. Radix Eupatorii cannabini - (syn. Rhizoma Eupatorii cannabini); Wasserdostwurzel, die ganzen Wurzeln bzw. Rhizome.

2. Herba Eupatorii cannabini - (syn. Herba Cannabinae aquaticae, Herba Cannabis aquaticae); Wasserdostkraut (syn. Kunigundenkraut, Wasserhanfkraut), das ganze Kraut. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
1. Radix Eupatorii cannabini - unter anderem äther. Öl, Euparin (Benzofuranderivat).

2. Herba Eupatorii cannabini - Eupatoriopicrin (bitteres Glykosid), Euparin, Flavonoide (Eupatorin, ein zytotoxisches Flavon), Pyrrolizidinalkaloide, Triterpene, Gerbstoffe, äther. Öl, Inulin, Polysaccharide, Harz. |
1. Radix Eupatorii cannabini - Früher bei Leber- und Galleleiden.

2. Herba Eupatorii cannabini - in der Volksheilkunde als schwaches Laxans und Cholagogum bei Leber- und Galleleiden. Äusserlich wird die Droge bei Geschwülsten, Quetschungen und Exanthemen eingesetzt. In verschiedenen Phytopharmaka werden Extrakte aus der Droge als unspezifisches Immunstimulans genutzt. |
Eupatorium cannabinum HAB, das frische, blühende Kraut.

Anwendungsgebiet: Leber- und Galleleiden, grippeähnliche fieberhafte Zustände. |
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| Der Wasserdost war schon den alten griechischen Ärzten ein bekanntes Heilmittel. Die Samen und Blätter, mit Wein eingenommen, dienten gegen Ruhr und Erkrankungen der Leber, ebenso gegen den Biss giftiger Schlangen. Als Salbe wurden die Blätter zur Heilung hartnäckiger Geschwüre benutzt. Die mittelalterlichen Kräuterbücher empfahlen die Droge mit ähnlichen Verwendungsarten. Hieronymus Bock hielt das Kunigundenkraut für ein die Manneskraft stärkendes Mittel. Der Gattungsname war im Altertum die Bezeichnung für den Odermennig, Agrimonia eupatoria, benannt nach dem König Mithridates Eupator von Pontus. Dieser soll ihn gegen Leberleiden genutzt haben. Der Artname cannabinum ist aus dem griechisch-lateinischen cannabis abgeleitet und drückt die Ähnlichkeit der Laubblätter mit denen des Hanfes aus. Auch die deutschen Bezeichnungen Wasserdost und Wasserhanf entsprechen dem. |
| Letzte Änderung: 09.02.2011 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung |
Asterales
Asteraceae
Eupatorium
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Wiss. Bez. |
Eupatorium cannabinum |
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Eupatorium cannabinum enthält Pyrrolizidinalkaloide (PAs) mit lebertoxischen und karzinogenen Eigenschaften. PAs alkylieren die DNA und sind daher mutagen. Deshalb wird die innerliche Anwendung nicht empfohlen. |
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