| HEILPFLANZEN |
Eucalyptus globulus - Eukalyptus |
Eucalyptus globulus (syn. Eucalyptus cordata, E. diversifolia, E. gigantea, E. glauca, E. pulverulenta);
Eukalyptus (syn. Blaugummibaum, Fieberbaum, Fieberheilbaum), |
| Der Blaue Eukalyptus kommt von Natur aus in Tasmanien und im südlichen Teil des Bundesstaates Victoria vor. Verbreiteter Anbau in warmen Klimagebieten: viele Eukalyptusarten sind wichtige Holzlieferanten, aber auch Zierbäume. Drogenmaterial stammt traditionell aus Spanien und Marokko, Öl kann auch aus Eucalyptus fruticetorum (= E. polybractea) und Eucalyptus smithii gewonnen werden. |
| Der Blaue Eukalyptus ist ein immergrüner Baum, der typischerweise 30 bis 35 Meter gross wird. Der Eukalyptus-Baum besitzt eine typische abschilfernde Rinde, graugrünes Laub und grosse, weisse Blüten mit zahlreichen Staubblättern und deckelartiger Haube, die beim Aufblühen abspringt. Die Blätter zeigen eine Heterophyllie: Jugendblätter sind eirund, sitzend und gegenständig; Altersblätter sind schmal und sichelförmig, wechselständig und hängend. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
1. Eucalypti aetheroleum (syn. Oleum Eucalypti); Eucalyptusöl, das aus den frischen Blättern und Zweigspitzen erhaltene äther. Öl.

2. Eucalypti folium (syn. Folia Eucalypti); Eucalyptusblätter (syn. Blaugummibaumblätter, Fieberbaumblätter), die getrockneten Laubblätter (Folgeblätter) von älteren Bäumen. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
| Die Blätter enthalten 1,5-3,5% ätherisches Öl mit 1,8-Cineol (= Cineol / Eucalyptol) als Hauptbestandteil (70—90%), ferner α-Pinen, p-Cymen, Limonen und weitere Monoterpene als Nebenkomponenten. Ausserdem kommen in den Blättern vor: Sesquiterpene (Aromadendren, Globulol), Euglobale (Acylphloroglucinderivate) und Flavonoide.

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1. Eucalypti aetheroleum -Innerlich und äusserlich bei Erkältungskrankheiten sowie äusserlich bei rheumatischen Beschwerden. In der Volksheilkunde wird die Droge generell zur Behandlung von Erkältungsbeschwerden, grippalem Infekt und Katarrhen eingesetzt. Aufgrund seiner antiseptischen Eigenschaften und seines frischen Geschmacks ist die Droge häufiger Bestandteil von Zahncremes, Mundspülungen sowie Eucalyptusbonbons.

2. Eucalypti folium - In Form der Tinktur, des Extraktes oder Sirupes zur Einnahme und inhalativen Anwendung bei Erkrankungen der oberen Luftwege. In der Volksheilkunde wird die Droge darüber hinaus auch verwendet bei Asthma, Fieber, Grippe und Keuchhusten, bei Appetitlosigkeit, Verdauungsbeschwerden und Rheuma. Äusserlich erfolgt ein Einsatz bei Wunden, Akne, schlecht heilenden Geschwüren, Zahnschmerzen, Stomatitis und Zahnfleischbluten. Viele dieser Anwendungen beruhen lediglich auf ethnomedizinischen Erfahrungen. Nicht bei Kindern unter 2 Jahren anwenden! |
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| Die Monoterpene zeigen antimikrobielle, entzündungshemmende, expektorierende, sekretbewegende und verflüssigende Eigenschaften. Vermutlich beruht das Gefühl der „freien Nase” auf einer Stimulierung der Kälterezeptoren. Das Öl wird bei oraler Einnahme gut resorbiert und teilweise durch die Lunge ausgeschieden. Blattextrakte sollen zusätzlich harntreibende, Antidiabetes- und Antitumoraktivität aufweisen. |
| ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG |
Blätter: Tee (1,5-2 g geschnittene Blätter auf 150 ml Wasser), dreimal täglich.
Ätherisches Öl: oral, jedoch in niedriger Dosierung (0,3-0,6 mI pro Tag); zur äusserlichen Anwendung sollte der Olgehalt in Cremes und Salben bei 5-20% liegen bzw. ein paar Tropfen Öl können in die Haut einmassiert werden. |
Eucalyptus globulus HAB1, die getrockneten Blätter.

Anwendungsgebiet: Erkrankungen der oberen und unteren Luftwege sowie der Niere und der ableitenden Harnwege. |
| Der Gattungsname Eucalyptus ist aus dem griechischen eu (gut) und klyptos (bedeckt) geprägt, da die zu einem Mützchen verwachsenen Kronblätter deckelartig abfallen. Die Bezeichnung Fieberbaum bezieht sich auf die Nutzung des schnellwachsenden Baumes zur Trockenlegung von Sumpfgebieten, die oft Malariaregionen darstellen. Zudem sollte infolge Ausdünstung von äther. Öl durch den Baum auch eine gewisse Desinfektion der Luft erreicht werden. |
| Letzte Änderung: 15.08.2011 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung |
Myrtales
Myrtaceae
Eucalyptus
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Wiss. Bez. |
Eucalyptus globulus |
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Besonders gern wird das Holz des Eukalyptusbaumes zur Herstellung von Holzkohle verwendet, da es sauber verbrennt und kaum Asche hinterlässt. |
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Nicht anwenden bei entzündlichen Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich, der Galle oder bei schweren Lebererkrankungen! |
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Eucalyptusöl nicht bei Säuglingen und Kleinkindern verwenden, da es reflektorisch zum Glottiskrampf oder über Bronchospasmen zu asthmaähnlichen Zuständen bis zum Atemstillstand kommen kann. |
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