| HEILPFLANZEN |
Epilobium parvfilorum - Kleinblütiges Weidenröschen
Epilobium ang. - Schmalblättriges Weidenröschen
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Epilobium angustifolium (syn. Chamaenerion angustifolium, Epilobium gesneri, E. persicofolium, E. salicifolium, E. spicatum, Lysimachia chamaenerion); Schmalblättriges Weidenröschen (syn. Antonskraut, Feuerkraut, Waldröschen, Weidenröschen).

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Epilobium parviflorum - Kleinblütiges Weidenröschen
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Epilobium angustifolium - Schmalblättriges Weidenröschen
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Das Kleinblütige Weidenröschen liebt feuchte Standorte in der Nähe von Flüssen oder in Sümpfen. Aber auch feuchte Bergwiesen und Hänge werden gerne bewachsen. Es steigt selten tiefer als 300 Meter herab oder höher als 2.500 Meter hinauf. Das Verbreitungsgebiet reicht von den Kanarischen Inseln, Azoren, Madeira, Marokko, Algerien über ganzes Europa, Vorderasien, die gemässigte Zone Asiens bis nach China. Auch in Japan und Korea gibt es natürliche Vorkommen.

Das Schmalblättrige Weidenröschen ist auf der Nordhalbkugel zirkumpolar verbreitet. Die Vorkommen reichen bis weit in den Norden, in Europa bis weit nach Skandinavien. In den Alpen ist das Schmalblättrige Weidenröschen von der Tallage bis in Höhenlagen von 2000 Meter (in den Westalpen bis zu 2500 Meter) anzutreffen. Als Standort bevorzugt der Rohbodenpionier Kahlschläge, Ufer, Böschungen, Fels- und Blockschutt, Trümmergrundstücke sowie Ruderalstellen im Allgemeinen. Die kalkmeidende Lichtpflanze gedeiht auf frischen, nährstoffreichen Lehmböden.

Das Drogenmaterial stammt aus Wildsammlungen in Mittel- und Osteuropa.
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| Mehrjährige Pflanze mit weichen, gegenständigen gestielten Blättern und rosaroten Blüten, die sich zu schlanken Samenkapseln mit zahlreichen behaarten Samen entwickeln. Epilobium parviflorum ist sehr variabel. Medizinisch genutzt werden ferner unter anderem Zottiges Weidenröschen (E. hirsutum), Sumpf-Weidenröschen (E. palustre), Rosarotes Weidenröschen (E. roseum) und Hügel-Weidenröschen (E. collinum). Das Schmalblättrige Weidenröschen (E. angustifolium) besitzt im Gegensatz zu den anderen Arten wechselständige Blätter. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
1. Herba Epilobii - Epilobium-Kraut (syn. Weidenröschenkraut, Feuerkraut, Koptischer Tee, Weidenröschentee), die knapp vor oder während der Blütezeit gesammelten und getrockneten oberirdischen Teile.

2. Epilobium-angustifolium-Wurzel; Waldröschenwurzel (syn. Feuerkrautwurzel, Wurzel des schmalblättrigen Weidenröschens), die zur Zeit der Blüte geerntete, getrocknete Wurzel.
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| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
| In Epilobium parviflorum und verwandten Arten wurden zahlreiche Flavonoide gefunden, wie Quercetin, Myricetin und Kämpferol sowie die entsprechenden Glykoside; ferner bis zu 0,55%, Phytosterole (β-Sitosterol, Sitosterolglucoside und Sitosterolester). In Epilobium hirsutrnn und Epilobium angustifolium wurden Gallussäurederivate gefunden. |
| Die Droge wird bei Harnwegsproblemen verwendet, speziell Miktionsbeschwerden, die mit benigner Prostatahyperplasie (= Prostataadenom, Stadium I bis II) zusammenhängen. Die experimentellen pharmakologischen Daten zur antiphlogistischen und antiexsudativen Wirkung liefern Hinweise auf die mögliche therapeutische Eignung. Eine klinische Prüfung der Wirksamkeit scheint lohnend. Epilobium angustifolium wird traditionell äusserlich zur Wundheilung, innerlich als Tee bei Atemwegsbeschwerden, Verdauungsstörungen und Darmträgheit eingesetzt. Die traditionelle chinesische Medizinverwendet Weidenröschen hei Menstruationsstörungen. |
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| Die traditionellen Anwendungen können bisher nicht wissenschaftlich belegt werden, das Kraut (insbesondere Myricetin-3-O-β-D-glucuronid) hemmt jedoch die Prostaglandinbildung, was die Entzündungshemmung erklären würde. Entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften wurden für Epilobium angustifolium nachgewiesen. Möglicherweise sind Phytosterole für die positive Wirkung bei Prostataentzündung verantwortlich, da sie Aromatase, 5α-Reductase und die Bindung von Dihydrotestosteron innerhalb der Prostata hemmen können. |
| ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG |
| 1,5-2 g Droge auf 1 Tasse kochendes Wasser, dreimal täglich. |
| Letzte Änderung: 20.06.2011 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung |
Myrtales
Onagraceae
Epilobium
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Wiss. Bez. |
Epilobium parviflorum |
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Traditionelle Medizin
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