| HEILPFLANZEN | Echinacea pallida - Blasser Sonnehut |
| Echinacea pallida (syn. Brauneria pallida, Rudbeckia pallida); Blasser Sonnenhut (syn. Blasse Kegelblume, Blasser Igelkopf) |
Botanische Familie: Asteraceae |
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| VORKOMMEN |
| Zentrale Regionen von Nordamerika. Echinacea angustifolia kommt in den USA und Kanada vor, Echinacea pallida nur in den USA. Gewerblicher Anbau in Deutschland, Italien, Schweiz, Jugoslawien, Niederlande, Spanien, USA. |
| MERKMALE |
| Kleine mehrjährige Pflanze mit kurzen, meist unverzweigten Stängeln und schmalen, grundständigen Blättern. Auf dem bis 1 m hohen Blütenstängel steht ein einzelner Blütenkopf mit hängenden, blass-purpurnen Zungenblüten (40–90 mm lang) und weißem Pollen. Sehr ähnlich ist der Schmalblättrige Sonnenhut (Echinacea angustifolia), die Stängel sind jedoch verzweigt sowie Blütenstände und Zungenblüten kürzer. Diese sind weiter ausgebreitet und haben gelben Pollen. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Echinaceae pallidae radix (syn. Radix Echinaceae pallidae); Sonnenhutwurzel (syn. Blaßfarbene schmalblättrige Kegelblumenwurzel, Echinaceae-pallida-Wurzel, Echinaceawurzel), die frischen oder getrockneten, im Herbst gesammelten Wurzeln. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Die Wurzel enthält Polysaccharide, Alkylamide (Echinacein), Polyacetylene (Trideca-1-en-3,5,7,9,11-pentain, Ponticaepoxid) und verschiedene Kaffeesäurederivate wie Echinacosid, Cichoriensäure und Cynarin. Letzeres kommt nur in Echinacea angustifolia vor. Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden (Tussilagin) wurden nachgewiesen. Ketoalkenine und Ketoalkene kommen als zahlreiche Verbindungen vor, darunter das als besonders typisch für Echinacea pallida geltende Pentadeca- 8Z, 13Z- dien- 11-in-2-on. |
| PHARMAKOLOGIE |
| Die immunstimulierenden Effekte wurden vorwiegend anhand von in vitro Versuchen mit Immunzellen gewonnen, die eine verstärkte Mobilität und Phagozytose zeigten. Die Droge weist ferner entzündungshemmende, antibakterielle und antivirale Eigenschaften auf. Die Gesamtheit der Wurzelinhaltsstoffe trägt anscheinend zum Gesamteffekt bei. In kontrollierten klinischen Studien mit Grippepatienten konnte die Wirksamkeit für die angenommenen Indikationen gezeigt werden; die Krankheitsdauer war signifikant verkürzt. |
| ANWENDUNG |
| Präparate und Extrakte werden oral zur unterstützenden Therapie bei Erkältung und Grippe verwendet. In Deutschland ist nur Echinacea pallida offizinell, nicht jedoch Echinacea angustifolia. |
| ANMERKUNG |
| Nicht indiziert bei progredienten Systemerkrankungen wie Tuberkulose, Leukosen, Kollagenosen, multipler Sklerose, AIDS, HIV-Infektionen und anderen Autoimmunerkrankungen. |
| SONSTIGES |
| Siehe auch Echinaceae purpurea |
| Letzte Änderung: 20.11.2008 / © W. Arnold |