HEILPFLANZEN
Echinacea pallida - Blasser Sonnehut
Echinacea pallida (syn. Brauneria pallida, Rudbeckia pallida);
Blasser Sonnenhut (syn. Blasse Kegelblume, Blasser Igelkopf)
Echinacea pallida - Blasser Sonnehut
Echinacea pallida - Blasser Sonnehut
VORKOMMEN
Der Prärie-Igelkopf kommt in den zentralen USA auf trockenen, felsigen Lichtungen und gestörten Prärien vor. Im Osten der USA wurde die Art eingebürgert. Echinacea angus­ti­folia kommt in den USA und Kanada vor, Echinacea pallida nur in den USA. Gewerb­li­cher Anbau in Deutschland, Italien, Schweiz, Jugoslawien, Niederlande, Spanien, USA.
MERKMALE
Der Prärie-Igelkopf ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 60 bis 100 Zenti­meter erreicht. Sie besitzt eine Pfahlwurzel. Die Blätter sind schmal lanzettlich, 5 bis 20 mal so lang wie breit und ganzrandig. Die Strahlenblüten messen 4 bis 8 × 0,3 bis 0,4 Zentimeter, sind blasspurpurn und hängen herab. Der Pollen ist weiss. Blütezeit ist von Juli bis September.
DROGEN (verwendete Pflanzenteile)
Echinaceae pallidae radix (syn. Radix Echinaceae pallidae); Sonnenhutwurzel (syn. Blass­farbene schmalblättrige Kegelblumenwurzel, Echinaceae-pallida-Wurzel, Echinacea­wur­zel), die frischen oder getrockneten, im Herbst gesammelten Wurzeln.
WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE
EchinacosidDie Wurzel enthält Polysaccharide, Alkyl­amide (Echinacein), Polyacetylene (Tri­deca-1-en-3,5,7,9,11-pentain, Pontica­epoxid) und verschiedene Kaffee­säure­deri­vate wie Echinacosid und Cichoriensäure. Cynarin kommt nur in Echinacea angusti­folia vor. Spuren von Pyrrolizidinalkaloiden (Tussilagin) wurden nachgewiesen. Keto­alkenine und Ketoalkene kommen als zahl­reiche Verbindungen vor, darunter das als besonders typisch für Echinacea pallida geltende Pentadeca- 8Z,13Z-dien-11-in-2-on.
ANWENDUNG
Präparate und Extrakte werden oral zur unterstützenden Therapie bei Erkältung und Grippe verwendet. In Deutschland ist nur Echinacea pallida offizinell, nicht jedoch Echinacea angustifolia.
PHARMAKOLOGIE
Die immunstimulierenden Effekte wurden vorwiegend anhand von in vitro Versuchen mit Immunzellen gewonnen, die eine verstärkte Mobilität und Phagozytose zeigten. Die Droge weist ferner entzündungshemmende, antibakterielle und antivirale Eigenschaften auf. Die Gesamtheit der Wurzelinhaltsstoffe trägt anscheinend zum Gesamteffekt bei. In kontrollierten klinischen Studien mit Grippepatienten konnte die Wirksamkeit für die angenommenen Indikationen gezeigt werden; die Krankheitsdauer war signifikant verkürzt.
ZUBEREITUNG UND DOSIERUNG
Empfohlene Tagesdosis: 900 mg pulverisierte Wurzel (bzw. entsprechende Dosen als Tinktur oder Trockenextrakt).
SONSTIGES
Der Gattungsname stammt vom griechischen echinos (Igel), ab, und bezieht sich auf die stachligen Fruchtböden. Die Pflanze wurde bereits von den indianischen Ureinwohnern Nordamerikas als Antiseptikum gegen Entzündungen, Eiterungen und Furunkel genutzt. Die Sioux-Indianer gebrauchten die Pflanze als Gegenmittel bei Schlangenbissen.
Letzte Änderung: 15.010.2011 / © W. Arnold
 
Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004.
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002.
H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9.
Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008.
Wikipedia; Freie Enzyklopädie.
L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988.

Wikipedia

Echinacea pallida - Blasser Sonnehut

  Ordnung
Familie
Gattung
Asterales
Asteraceae
Echinacea
  Wiss. Bez. Echinacea pallida

Der schmalblättrige Sonnenhut (Echinaceae angustifolia) wird praktisch nur noch in homöopa­tischen Arzneimitteln und einigen Tierarznei­mitteln verwendet.

Nicht indiziert bei progredienten Systemerkrankungen wie Tuber­kulose, Leukosen, Kollagenosen, multipler Sklerose, AIDS, HIV-Infek­tionen und anderen Autoimmun­er­kran­kungen.

Traditionelle Medizin
Kommission E: positive Bewertung
Klinische Studien: positiv