Dryopteris filix-mas - Wurmfarn |
| Dryopteris filix-mas (syn. Aspidium
filix-mas, Lastrea filix-mas, Nephrodium filix-mas, Polypodium filix-mas, Polystichum
filix-mas); Wurmfarn (syn. Bandwurmkraut, Farnkraut, Farnmännlein, Federfarn, Flohkraut, Gemeiner Wurmfarn, Johanniswurz, Männliches Farnkraut, Waldfarn, Wanzenkraut). |
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| VORKOMMEN |
| Gemäßigte Zonen Europas, Asiens und Amerikas. |
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| DROGE (verwendeter Pflanzenteil) |
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Filicis rhizoma (syn. Rhizoma
Filicis, Radix Filicis maris); Wurmfarn-Rhizom (syn.
Teufelsklaue), der im Herbst gesammelte, von den Wurzeln
befreite, ungeschälte und unzerschnittene Wurzelstock mit
daransitzenden Blattbasen. |
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| INHALTSSTOFFE |
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Ein als "Rohfilicin" bezeichneter, meist aus
Butanonphlorogluciden bestehender Wirkstoffkomplex (Filmaron).
Ferner geringe Mengen äther. Öl sowie Gerbstoffe. |
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| WIRKUNG |
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Die Phloroglucinderivate bewirken bei
verschiedenen Eingeweidewürmern Lähmung der Muskulatur und des
Nervensystems. |
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| ANWENDUNG |
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Früher, meist in Form des Etherextraktes
(Farnextrakt), als zuverlässiges, infolge Toxizität jedoch nicht
unproblematisches Bandwurmmittel. Heute obsolet. |
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| HOMÖOPATHIE |
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Dryopteris filix-mas (syn. Aspidium
filix-mas, Filix) HAB1, der frische, im Herbst gesammelte,
von Wurzeln befreite Wurzelstock mit den daransitzenden
Blattbasen. Anwendungsgebiet: Sehschwäche infolge Schädigung der Sehnerven. |
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| SONSTIGES |
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Der Gattungsname ist griechischen Ursprungs und leitet sich von drys, dryos (Eiche) und pteris (Farn) ab, d.h. ein Farn, der oft auf alten Eichen wächst. Die Bezeichnung Wurmfarn drückt die Verwendung des Rhizoms aus. Der Gebrauch der Farnkrautwurzel als Wurmmittel geht bis ins Altertum zurück. Eine sorgfältige Beschreibung der Pflanze findet man bereits bei Theophrast, Dioskurides und Plinius. Im 18. Jh. war die Droge oft Bestandteil von Geheimmitteln, die Kombinationen mit kräftigen Abführmitteln darstellten und sehr teuer gehandelt wurden. Eine entsprechende Rezeptur stellte auch der Apotheker Daniel Matthieu her, die ihm Friedrich der Große für eine Jahresrente von 200 Talern abkaufte und ihm dazu noch den Titel eines Hofrates verlieh. |