| HEILPFLANZEN | Drosera rotundifolia - Rundblättriger Sonnentau |
| Drosera rotundifolia L. (syn. Drosera septentrionales, Rorella rotundifolia, Rossolis septentrionalis); Rundblättriger Sonnentau (syn. Sonnentau, Himmelstau). Drosera intermedia; Mittlerer Sonnentau. Drosera anglica (syn. Drosera longifolia); Langblättriger Sonnentau. Drosera binata; Australischer Sonnentau. Drosera ramentacea (syn. Drosera madagascariensis); Afrikanischer Sonnentau (syn. Kap-Sonnentau, Madagaskar-Sonnentau) |
Botanische Familie: Droseraceae |
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| Drosera rotundifolia - Rundblättriger Sonnentau |
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| Drosera intermedia - Mittlerer Sonnentau |
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| Drosera anglica - Langblättriger Sonnentau |
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| Drosera binata - Australischer Sonnentau |
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| VORKOMMEN |
| Europa (D. rotundifolia); Madagaskar und Ostafrika (D. ramentacea) oder Ostasien von Indien bis Malaysia und China (D. peltata). Drosera wird bisher nicht gewerblich angebaut; Wildsammlungen gefährden jedoch die Artbestände. |
| MERKMALE |
| Kleine mehrjährige Pflanze mit kleinen weissen Blüten und mit einer bodenständigen Rosette zarter, rundlicher Blätter, die mit klebrigen rötlichen Drüsenhaaren besetzt sind. In diesen fangen sich kleine Beuteinsekten und werden durch im Fangsekret enthaltene, eiweissspaltende Enzyme verdaut. Die Pflanze verbessert auf diese Weise ihre Stickstoffversorgung an stickstoffarmen Standorten (z. B. Hochmooren). Andere Drosera-Arten sind ähnlich, sie unterscheiden sich in den Einzelheiten von Blüten und Blättern. Da Drosera rotundifolia in freier Natur sehr selten geworden ist, wird die Droge jetzt aus D. ramentacea, D. peltata, D. intermedia und anderen gewonnen. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Droserae herba (syn. Herba Droserae, Herba Rorellae, Herba Roris solis); Sonnentaukraut (syn. Herrgottslöffel, Sonnenkraut), die getrocknete, während der Blütezeit gesammelte ganze Pflanze. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
| Drosera enthält Naphthochinone, gewöhnlich mit Ramentaceon (7-Methyljuglon) und Plumbagin als Hauptwirkstoffen (bis zu 1% des TG in Drosera rotundifolia und verwandten Arten). Drosera ramentacea enthält Ramentaceon und Spuren von Plumbagin, während die Hauptwirkstoffe in Drosera peltata Plumbagin und Droseron sind. Einige Drosera-Arten enthalten Isoshinanolon (=3-Methyl-4,8-dihydroxy-1-tetralon), vermutlich eine biogenetische Vorstufe des Plumbagins.
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| PHARMAKOLOGIE |
| Sonnentau ist entzündungshemmend, krampflösend und verhindert Bronchialkrämpfe. Die Naphthochinone haben bekannte bronchienerweiternde und sekretolytische Wirkung und lindern dadurch trockenen Husten. Plumbagin wirkt bereits in niedriger Konzentration antibiotisch und in hoher Konzentration zytotoxisch. |
| ANWENDUNG |
| In der Phytotherapie nutzt man die Droge bei Keuchhusten (insbesondere trockener und festsitzender Husten); sie ist Bestandteil von Fertigpräparaten. Traditionelle Anwendung: innerlich als krampflösendes Mittel und bei allgemeinen Verdauungsstörungen; äusserlich bei Hautleiden. |
| ANMERKUNG |
| Wildvorkommen dieser Pflanzen (alle Drosera-Arten) stehen unter Artenschutz! |
| HOMÖOPATHIE |
| Drosera HAB1, die ganzen, frischen, bei Beginn der Blüte gesammelten Pflanzen. Anwendungsgebiet: Entzündungen der Atemwege, Keuchhusten. |
| LINKS |
| Faktenblatt: Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia); Bundesamt für Umwelt BAFU Abteilung Artenmanagement (PDF, 471) |
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| WWF Deutschland - Drosera (PDF, 68 KB) |
| Letzte Änderung: 20.05.2008 / © W. Arnold |