| HEILPFLANZEN | Cynara scolymus - Artischocke |
| Cynara scolymus (syn. Cynara cardunculus); Artischocke (syn. Französische Artischocke, Grüne Artischocke, Kugelartischocke). |
Botanische Familie:Asteraceae |
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| VORKOMMEN |
| Heim. vermutlich in Äthiopien, Gemüsekulturen in Mittelmeergebieten, Blattkulturen in Mitteleuropa. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Cynarae folium (syn. Folia Cynarae); Artischockenblätter, die frischen oder getrockneten Laubblätter. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
| Sesquiterpen-Bitterstoffe (0,5-5 %), vor allem das Guajanolid Cynaropikrin. Im weiteren Caffeoylchinasäuren, bes. Chlorogensäure und Cynarin, eine 1,5-Di-O-caffeoyl-D-chinasäure gebildet als Artefakt bei der Bereitung des wässrigen Extraktes in der Wärme durch Umesterung aus 1,3-Di-O-caffeoylchinasäure. Ebenfalls vorhanden sind Flavonoide vom Luteolin-Typ, |
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| PHARMAKOLOGIE |
| Leberschützende Eigenschaften konnten in isolierten Leberzellen nachgewiesen werden. Die gallenproduktionsanregenden und leberschützenden Eigenschaften werden auf Cynarin, Chlorogen- und Neochlorogensäure zurückgeführt. Cynarin soll für die Senkung des Triglycerid- und Cholesterolspiegels im Blut verantwortlich sein. In klinischen Studien konnte eindeutig eine gallenproduktionsanregende und lipidsenkende Wirkung von Artischockenblattextrakten gezeigt werden. Demnach könnten Artischockenblätter in der Arteriosklerosebehandlung wichtig sein. Cyanopicrin, als bittere Substanz und Tonikum (Amarum), spielt möglicherweise bei der Verbesserung von Appetit und Verdauung eine Rolle. |
| ANWENDUNG |
| Auszüge der Droge wirken cholagog, hepatoprotektiv und lipidsenkend. Mono- und Kombinationspräparate der Droge kommen insbes. bei dyspeptischen Beschwerden, bedingt durch verminderte Gallesekretion, zum Einsatz. |
| HOMÖOPATHIE |
| Cynara scolymus HAB; Artischocke, die frischen, zur Blütezeit geernteten, oberirdischen Pflanzenteile. Anwendungsgebiet: chronische Leber-Galle-Störungen. |
| Letzte Änderung: 20.01.2008 / © W. Arnold |