| HEILPFLANZEN |
Cucurbita pepo - Gemeiner Kürbis, Gartenkürbis |
Cucurbita pepo (syn. Cucurbita courgero, C. esculenta, C. fastnosa, C. melopepo, C. verrucosa, C. ovifera, C. subverrucosa, Pepo melopepo, P. verrucosus, P. vulgaris);

Gartenkürbis (syn. Feldkürbis, Gemeiner Kürbis, Ölkürbis), |
| Süd- und Zentralamerika. Heute werden Kürbisse fast weltweit angebaut und es existieren Sorten, die Samen mit weicher oder ganz ohne Samenschale bilden, so dass das Schälen entfällt. |
| Einjährige, niederliegende Pflanze mit grossen, behaarten Blättern, Kletterranken und grossen, trichterförmigen orangegelben Blüten. Die grosse Frucht stellt eine vielsamige Beere mit schwammigem Fruchtfleisch dar; die ovalen, abgeflachten Samen sind gewöhnlich weissgrünlich oder hellbraun. Medizinisch werden auch die Samen von anderen Kürbisarten (wie Cucurbita maxima, Cucurbita mixta und Cucurbita moschata) in gewissem Masse genutzt. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
Cucurbitae semen (syn. Semen Cucurbitae);
Kürbissamen (syn. Kürbiskerne, Herkulessamen, Babenkern, Peponensamen), die reifen, getrockneten Samen insbes. von C. pepo L. conv. citrullinina var. styriaca. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Vor allem Sterole (ca. 1 %, z.B. (24S)-Ethyl-5α-cholesta-7,25(27)-dien-3β-ol) und Sterolglykoside,β - und γ-Tocopherol, Phosphatide, Carotinoide, trypsininhibierende Proteine, Cucurbitol, Squalen, Lecithin, Mineralstoffe (4-5 %), unter anderem Spurenelemente wie Mangan, Zink, Kupfer und besonders Selen (0,03 %) sowie als Reservestoffe fettes Öl, Kohlenhydrate und Proteine.

In chemotaxonomischer Hinsicht fällt die Gattung Cucurbita durch ihre bitter schmeckenden Cucurbitacine auf. In der Regel sind die Samen und somit auch die Embryonen völlig frei von Bitterstoffen. Sobald die Keimung beginnt, werden die Cucurbitacine synthetisiert. In der ausgewachsenen Pflanze kann man Cucurbitacin-Bitterstoffe in Wurzeln, Blättern, Stengeln und Früchten finden.
Ferner kommt Cucurbitin (3 -Amino-3-carboxypyrrolidin) vor, eine cyclische nichtproteinogene Aminosäure.
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| Die günstige Wirkung bei benigner Prostatahyperplasie hängt mit den Δ7-Sterolen zusammen. Nach klinischen Studien vermutet man, dass die Δ7-Sterole möglicherweise die Bindung von Dihydrotestosteron innerhalb der Prostata verhindern oder eventuell über eine Hemmung der 5α-Reductase und Arornatase wirken. Die Wirkung gegen Bandwürmer wird auf Cucurbitin zurückgeführt. |
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| Reizblase und Miktionsbeschwerden bei Prostataadenom Stadium I und II. Bestandteil entsprechender Phytopharmaka. Kürbissamen dienen auch zur Gewinnung des sogenannten Kürbiskernöles, das ein gutes Speiseöl von angenehm nussartigem Geschmack ist. Neben den Samen von Cucurbita pepo kommen mitunter auch die Samen von Cucurbita maxima, dem Melonen- oder Riesenkürbis, und Cucurbita moschata, dem Bisam- oder Moschuskürbis, mit der gleichen therapeutischen Indikation zum Einsatz. Die unmittelbare Anwendung der Droge erfolgt, indem im allgemeinen morgens und abends 1 bis 2 gehäufte Esslöffel (10-15 g) Kürbissamen, gemahlen oder zerkaut, mit Flüssigkeit eingenommen werden. |
Cucurbita pepo HAB34, die frischen Samen.
Anwendungsgebiet: Unter anderem Erbrechen. |
| Die Behandlung einer Prostatahyperplasie sollte immer unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, da Kürbissamen und andere Produkte nur symptomatisch wirken. |
| Kürbissamen dienten früher als Mittel gegen Band- und Spulwürmer und zuweilen auch als Diuretikum sowie zur Wundbehandlung. Der Gattungsname Cucurbita ist vom lateinischen Cucumis (Gurke) und orbis (Erdkreis) abgeleitet, wohl in Bezug auf die Gestalt der Frucht. Die Bezeichnung Kürbis (althochdeutsch Kurbiz) ist ein Lehnwort aus dem lateinischen cucurbita. Als Cucurbita pepo wurde bereits bei Plinius eine Gurken- und Melonenart bezeichnet. In Europa wurden die echten Kürbisse wahrscheinlich erst im 16. Jh. eingeführt, so dass es nicht sicher ist , ob es sich bei den antiken Angaben um den echten Kürbis handelt. |
| Letzte Änderung: 20.11.2009 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung
Art |
Cucurbitales
Cucurbitaceae
Cucurbita
Gartenkürbis
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Wiss. Bez. |
Gartenkürbis |
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Spezifische Nebenwirkungen von Kürbissamenzubereitungen sind nicht bekannt. |
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Es sind keine Wechselwirkungen bekannt. |
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In einer placebokontrollierten, multizentrischen (65 urologische Praxen), randomisierten Doppelblindstudie wurde die Wirksamkeit eines Kürbissamen-Monopräparates zur Therapie von Miktionsbeschwerden bei Patienten mit einer benignen Prostatahyperplasie über einen Zeitraum von 12 Monaten (Juni 1996 bis Juli 1997) untersucht]. Die Wiksamkeit wurde bestätigt. |
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