| HEILPFLANZEN |
Coriandrum sativum - Koriander |
Coriandrum sativum (syn. Coriandrum maius, C. diversifolium, C. globosum, Cuminum cyminum, Selenium coriandrum);

Gartenkoriander (syn. Klanner, Koriander, Schwindelkraut, Stinkdill, Wanzendill, Wanzenkraut, Wandläusekraut). |
| Ostliches Mittelmeergebiet und Westasien; seit Jahrhunderten als Gewürz fast weltweit angebaut. |
| Einjährige Pflanze mit gekerbten, aromatischen Blättern und weissen bis blassrosa Blüten in Dolden; die äusseren Blütenblätter der randständigen Blüten sind vergrössert, so dass die Blütenstände flüchtige Ähnlichkeit mit Korbblüten besitzen. Die kleinen Früchte zerfallen bei der Reife in zwei einsamige Teilfrüchte. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
Coriandri fructus (syn. Fructus Coriandri); Korianderfrüchte (syn. Koriandersamen, Schwindelkörner, Schwindelkrautsamen, Stinkdillsamen, Wanzendillsamen), die getrockneten reifen Früchte.

Coriandri aetheroleum (syn. Oleum Coriandri); Korianderöl, das durch Wasserdampfdestillation aus den reifen Früchten erhaltene Öl.
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| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Die therapeutische Wirkung wird auf das ätherische Öl zurückgeführt. Dieses liegt in einer Konzentration von 0.4- 1% (TG) in den Früchten vor und enthält Linalool als Hauptinhaltsstoff (60–70%), das vorwiegend als(S)-(+)-Linalool neben wenig (R)-(-)-Linalool vorliegt und der Droge den typischen, angenehmen Geruch verleiht.. Ferner sind Cumarine, Phenylpropanverbindungen und der Triterpenalkohol Coriandrinondiol enthalten. Die Zusammensetzung ist stark von der Herkunft abhängig. Unreife Früchte und Blätter riechen unangenehm wanzenartig, dies beruht auf den in diesem Stadium vorherrschenden Aldehyden Decanal und Tricen-2-al.
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| Koriander besitzt dokumentierte krampflösende, blähungslindernde und antimikrobielle Eigenschaften, wie dies für ätherische Öle plausibel erscheint. |
| Vorwiegend zur Behandlung von Appetitmangel und Verdauungsbeschwerden. Als Zutat von Abführmitteln lindert es eventuell durch abführende Substanzen verursachte Koliken. Die Früchte werden seit der Antike äusserlich zur Behandlung von Wunden und Verbrennungen verwendet; das Öl ist gelegentlich Bestandteil von Lotionen, die als Counterirritans bei schmerzenden Gelenken, Rheuma und Menstruationsstörungen dienen. Um Mundgeruch nach Knoblauchverzehr zu mildern, kann man Korianderfrüchte kauen. |
| Letzte Änderung: 26.03.2009 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Unterfamilie
Gattung
Art |
Apiales
Apiaceae
Apioideae
Koriander (Coriandrum)
Echter Koriander
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Wiss. Bez. |
Coriandrum sativum |
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Bei empfindlichen Personen kann das ätherische Öl auf der Haut zu allergischen Reaktionen führen, da es phototoxische Furanocumarine enthält. |
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Koriander ist ein wichtiger Bestand-teil von Currymischungen und Likören. |
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