| HEILPFLANZEN |
Cochlearia officinalis - Echtes Löffelkraut |
Cochlearia officinalis (syn. Cochlearia linnaei, Crucifera cochlearia);

Löffelkraut (syn. Bitterkresse, Echtes Löffelkraut, Löffelkresse, Lungenkresse, Quellenkraut, Scharbocksheilkraut, Scharbockskraut, Skorbutkraut) |
| Allgemeine Verbreitung: Mittel- und Nordeuropa, Asien und Nordamerika. Die ssp. officinalis auf salzhaltigen Böden an den Meeresküsten des Atlantischen Ozeans, der Nord- und Ostsee, ferner an Salz- und Sumpfstellen des Binnenlandes. Die ssp. alpin findet sich in den Pyrenäen, am Nord- und Ostrand der Alpen, im deutschen Mittelgebirge, Irland, Wales, Nordost-England, Schottland und im Gebirge von Südnorwegen. |
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| 15 bis 35 cm hohe, zwei- bis mehrjährige, wintergrüne, kahle Pflanzen mit spindeligem, reichfaserigem Wurzelstock, ein- oder mehrstengelig, fruchtbare und unfruchtbare Sprosse erzeugend. Stengel aufsteigend bis fast aufrecht, einfach oder verzweigt, kantig-gefurcht, beblättert Grundblätter in lockerer Rosette, rundlich-herzförmig oder nierenförmig, ganzrandig oder geschweift, langgestielt. Stengelblätter eiförmig, seltener rundlich, grob entfernt-gezähnt, die oberen mit dem Grunde stengelumfassend. Blüten in zuerst gedrängter, etwas überhängender, später verlängerter Traube, gross, weiss, wohlriechend. |
| DROGEN (verwendete Pflanzenteile) |
| Cochleariae herba (syn. Herba Cochleariae), die getrockneten, im ersten Jahr geernteten grundständigen Blätter oder die im zweiten Jahr kurz vor oder während der Blüte geernteten oberirdischen Teile der Pflanze. |
| WIRKSTOFFE / INHALTSSTOFFE |
Glucosinolate (Senfölglucoside), unter anderem mit Glucocochlearin, einem sekundären Butylsenfölglucosid, als Hauptkomponente und geringen Mengen an Glucotropaeolin (Benzylsenfölglucosid) und Allylglucosinolat, ferner äther. Öl mit sekundärem Butylsenföl (87-98 %) als Hauptkomponente, geringen Mengen an Benzylsenföl, anderen Isothiocyanaten und (+)-Limonen sowie Flavonoiden und reichlich Vitamin C.
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| Volkstümlich innerlich als natürlicher Vitamin C-Träger bei Skorbut sowie als harntreibendes Mittel, bei Gicht, Rheuma und Magenbeschwerden. Äusserlich in Form von Umschlägen mit dem zerquetschten Kraut bei Geschwüren und in Form von Spiritus Cochleariae als Hautreizmittel, für Mundspülungen bei Erkrankungen des Zahnfleisches. |
1. Cochlearia officinalis HAB1 und 2. Cochlearia officinalis spag. Krauss HAB1, frische, zu Beginn der Blütezeit gesammelte, oberirdische Teile.

Anwendungsgebiet: Magenverstimmungen, Augenentzündungen. |
| Der Gattungsname Cochlearia leitet sich von lat. cochlear (Löffel) unter Hinweis auf die Form der Grundblätter ab. Als antiskorbutisches Mittel war das Löffelkraut seit Jahrhunderten bekannt, unter anderem auch den Seefahrern, die die Droge über die ganze Welt verbreiteten. |
| Letzte Änderung: 16.01.2010 / © W. Arnold |
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Ben-Erik van Wyk: Handbuch der Arzneipflanzen;Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH, Stuttgart; ISBN 3-8047-2069-2, 2004. |
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A. Poletti; H. Schilcher; A.Müller: HEILKRÄFTIGE PFLANZEN, Walter Hädecke Verlag, (1982). ISBN 3-7750-0104-2. |
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Lexikon der Arzeipflanzen und Drogen; Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg. |
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M. Wichtl; Teedrogen und Phytopharmaka; Ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart, 2002. |
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H. Schilcher: Kleines Heilkräuter-Lexikon; Walter Hädecke Verlag, 1999; ISBN 3-7750-0316-9. |
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Hagers Enzyklopädie der Arzneistoffe und Drogen; Springer Medizin Verlag, Heidelberg, 2008. |
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Wikipedia; Freie Enzyklopädie. |
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L. Roth, M. Daunderer, K. Kormann; Giftpflanzen - Pflanzengifte; Ecomed Verlagsgesellschaft, 1988. |
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Ordnung
Familie
Gattung
Art |
Brassicales
Brassicaceae
Cochlearia
Echtes Löffelkraut
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Wiss. Bez. |
Cochlearia officinalis |
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In den Nordländem wird das Kraut, vermengt mit saurer Milch oder Molke zubereitet oder mit Salz eingemacht als Würzspeise verwendet. |
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Alle heimischen Cochlearia-Arten (wildlebende Populationen) stehen unter Artenschutz. |
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